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Bredow wird Leibniz!

Bredow wird Leibniz!

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) hat am 13. April 2018 einstimmig beschlossen, das Hans-Bredow-Institut in die gemeinsame Förderung der Leibniz-Gemeinschaft aufzunehmen. Die Aufnahme ist zum Jahresbeginn 2019 geplant. „Wir freuen uns sehr über die Entscheidung der GWK. Der entscheidende Schritt in Richtung einer Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft ist damit getan, und für das Institut beginnt ab 2019 eine neue Ära. Der Stadt Hamburg und der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung gebührt unser großer Dank für die hervorragende Unterstützung“ begrüßt Direktor Uwe Hasebrink den Beschluss.

„Die gesicherte Grundfinanzierung erlaubt unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unabhängige, interdisziplinäre Forschung, die höchstes Niveau aufweist und auf aktuelle gesellschaftliche Probleme und Entwicklungen reagiert“, ergänzt Institutsdirektor Wolfgang Schulz. „Mit der Entscheidung wird die Qualität, aber auch die bundesweite Bedeutung unserer Arbeit anerkannt“ so Schulz weiter.

Von den staatlichen Zuwendungen für das Hans-Bredow-Institut, die Hamburg bislang alleine trägt, übernimmt der Bund künftig 50 Prozent, Hamburg nur noch rund 38 Prozent, den Rest zahlen die anderen Bundesländer. Der Entscheidung lagen entsprechende Empfehlungen des Senats der Leibniz-Gemeinschaft und des Wissenschaftsrates zugrunde, der die Einrichtung evaluiert hatte. Der Rat bewertet die wissenschaftliche Qualität des Hans-Bredow-Instituts und seine strukturelle Relevanz für das Wissenschaftssystem als “sehr gut”, seine überregionale Bedeutung als „exzellent”.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher: „Ich gratuliere dem Hans-Bredow-Institut und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu dieser für den Medien- und Wissenschaftsstandort Hamburg bedeutenden Entscheidung. Um den digitalen Wandel zu gestalten und die damit verbundenen Chancen zu nutzen, bedarf es der Begleitung und Unterstützung durch exzellente Wissenschaft. Insbesondere sein interdisziplinärer Blick auf den Medienwandel und die damit verbundenen Veränderungen der Kommunikation macht das Hans-Bredow-Institut zu einem wichtigen Partner von Bund, Ländern und der Medienbranche.“ Bereits in seiner Regierungserklärung vom 11. April 2018 hatte der neue Hamburger Erste Bürgermeister das Institut zu den wissenschaftlichen Leuchttürmen gezählt und betont, dass es „für die Medienstadt Hamburg von größter Bedeutung" sei.

Katharina Fegebank, Hamburger Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Das Hans-Bredow-Institut ist eines der ältesten und renommiertesten Institute der Medienforschung Deutschlands und für den Medienstandort Hamburg von großer Bedeutung. Es erforscht auf exzellentem wissenschaftlichem Niveau die öffentliche Kommunikation in der Mediengesellschaft und ist daher gerade in Zeiten des Medienwandels ein großer Gewinn für die Hansestadt. Die Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft wird das Hans-Bredow-Institut und den Wissenschaftsstandort Hamburg weiter stärken – und insgesamt für noch mehr Strahlkraft sorgen."

Als nächster Schritt folgen nun Verhandlungen mit der Leibniz-Gemeinschaft über Details des Beitritts. Ab Januar 2019 wird das Institut Teil der WGL. Alle sieben Jahre wird die Forschung des Instituts künftig daraufhin evaluiert, ob die Voraussetzungen für die weitere Förderung noch gegeben sind.

Informationen zur Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK)

In der 2008 gegründeten GWK behandeln Bund und Länder alle sie gemeinsam berührenden Fragen der wissenschafts- und forschungspolitischen Strategien, der Wissenschaftsförderung und des Wissenschaftssystems. Mitglieder der GWK sind die Wissenschaftsministerinnen und –minister sowie die Finanzministerinnen und -minister von Bund und Ländern. Unter Wahrung ihrer Kompetenzen streben sie bei gemeinsam berührenden Fragen eine enge Koordination auf dem Gebiet der nationalen, europäischen und internationalen Wissenschafts- und Forschungspolitik an. Sie verfolgen dabei das Ziel, die Leistungsfähigkeit des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Deutschland im internationalen Wettbewerb zu steigern. https://www.gwk-bonn.de/

Informationen zur Leibniz-Gemeinschaft (WGL)

Zu den außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen, die durch die GWK gefördert werden, zählt die Leibniz-Gemeinschaft (WGL). Die Leibniz-Gemeinschaft umfasst 93 außerhochschulische Forschungs- und Infrastruktureinrichtungen. Die Forschungseinrichtungen sind auf Forschungsfeldern tätig, welche eine langfristig angelegte Bearbeitung erfordern, in der Regel interdisziplinär ausgerichtet sind und sich wegen ihres Umfangs, ihrer langfristigen Anlage oder ihrer Inhalte nicht für die typische Universitätsforschung eignen. Die Infrastruktureinrichtungen erbringen für die hochschulische und außerhochschulische Forschung wissenschaftliche Informations- und Serviceleistungen. https://www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/
Bund und Länder fördern die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft institutionell auf der Grundlage des GWK-Abkommens und der Ausführungsvereinbarung WGL gemeinsam, in der Regel im Verhältnis 50 % (Bund) : 50 % (Länder). Die Leibniz-Institute erhalten 2018 eine gemeinsame Zuwendung von Bund und Ländern in Höhe von rund 1,210 Mrd. Euro. https://www.gwk-bonn.de/themen/foerderung-von-ausseruniversitaeren-wissenschaftseinrichtungen/wissenschaftseinrichtungen-in-der-gemeinsamen-foerderung/leibniz-gemeinschaft-wgl/

Informationen zum Wissenschaftsrat

Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Mehr unter: https://www.wissenschaftsrat.de/

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