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Internationale und nationale Kooperationen in Forschung und Praxis

Nationale und internationale Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen

Universität Hamburg / RCMC

Der für das Institut mit Abstand wichtigste wissenschaftliche Kooperationspartner ist die Universität Hamburg. Das Institut ist zusammen mit verschiedenen Fakultäten der Universität Träger des Research Center for Media and Communication (RCMC), das die regionale Vernetzung im Bereich Medienforschung fördert.

Das RCMC bündelt die medienbezogene Forschung an den Fakultäten der Universität Hamburg, koordiniert sie mit den am Hans-Bredow-Institut durchgeführten Aktivitäten und entwickelt neue Forschungsinitiativen. Neben interdisziplinären Forschungsprojekten, darunter derzeit der Forschungsverbund „Kommunikative Figurationen“ mit der Universität Bremen, initiiert das RCMC wissenschaftliche Veranstaltungen und Publikationen und fördert den internationalen Austausch im Bereich der Kommunikations- und Medienwissenschaft. Das RCMC ist auch Träger der oben genannten Graduate School Media and Communication (GMaC). 2017 gehören dem RCMC rund 50 Mitglieder an.

Eine besondere Kooperationsform, die neben dem Institut und der Universität Hamburg auch Rundfunkanstalten umfasst, stellt die Forschungsstelle Mediengeschichte dar. In diesem Kooperationsprojekt mit der Universität Hamburg, das in enger Zusammenarbeit mit dem NDR durchgeführt wird, setzt das Institut seit mehreren Jahren Akzente in der historischen Forschung zu Medienentwicklungen. Während in den letzten Jahren die Institutions- und Programmgeschichte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, speziell des NDR, im Vordergrund stand, setzt sich die Forschungsstelle Mediengeschichte nun mit transnationalen und „verwobenen“ Medienentwicklungen auseinander und arbeitet dabei über Einzelmediengeschichten hinaus medienübergreifend.

Die Forschungsstelle Mediengeschichte ist Mitglied der AG „Mediale Erinnerung & transkulturelle Kommunikation“ am Research Center Media and Communication (RCMC). Die AG arbeitet an einer Perspektiverweiterung sowohl der (medialen) Erinnerungsforschung als auch der Forschung zur transnationalen bzw. transkulturellen Kommunikation. Ziel ist es, gesellschaftliche Erinnerung in und durch Medien im Kontext von Transkulturalisierungsprozessen theoretisch wie empirisch zu analysieren.

Daneben gibt es intensive Kooperationen mit einzelnen Fakultäten und Einrichtungen der Universität. So arbeitet das Institut seit Jahren an der Konzeption des Schwerpunktes „Information und Kommunikation“ der Fakultät Rechtswissenschaft mit. Zusammen mit dieser Fakultät wurde in einem gemeinsamen Berufungsverfahren die Professur „Medienrecht und Öffentliches Recht einschließlich ihrer theoretischen Grundlagen“ geschaffen und mit Wolfgang Schulz besetzt, wodurch der rechtswissenschaftliche Arbeitsbereich am Institut gestärkt und die Zusammenarbeit mit der Universität weiter vertieft werden konnten. So unterstützt das Institut etwa die „Kamingespräche“, bei denen Studierende im informellen Rahmen mit erfolgreichen Praktikern über Karriereplanung sprechen und Berufsbilder kennen lernen können.

Intensiviert wird derzeit die Kooperation mit dem Fachbereich Informatik der Universität Hamburg. Hier zeigen sich gemeinsame Interessen im Bereich algorithmisches Entscheiden und der Rolle von Technik bei Regelungsstrukturen im Internet.

Ein weiteres Beispiel für die Kooperation mit der Universität ist die oben genannte Mitwirkung an dem vom Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft getragenen Erasmus Mundus-Studiengang „Media, Journalism, and Globalization“.

Schließlich bildet der „UNESCO Chair on Freedom of Communication and Information“ (Professur W. Schulz) eine weitere gemeinsame Aktivität mit der Universität.

Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG)

Das Institut ist seit Gründung des HIIG 2011 „integrierter Kooperationspartner“ dieser Berliner Forschungseinrichtung. Für das Hans-Bredow-Institut ergibt sich durch die Kooperation vor allem eine disziplinäre Erweiterung, aber auch ein einfacherer Zugang zur Community der Internet-orientierten internationalen Forschung. Durch die Berufung von Wolfgang Schulz in das Direktorium des HIIG gibt es auch eine personelle Verbindung auf Leitungsebene.
Über die Zusammenarbeit mit dem HIIG ist das Hans-Bredow-Institut auch Mitglied im „Network of Internet and Society Research Centers“ (NoC), zu deren über 70 Forschungseinrichtungen weltweit unter anderem das NEXA Center in Turin, das Oxford Internet Institute, das Rio Institute for Technology and Science und das Berkman Klein Center for Internet and Society at Harvard University gehören. Wolfgang Schulz ist Mitglied des Excecutive Committee des NoC, das die Aktivitäten steuert.

Die Zusammenarbeit manifestiert sich in zahlreichen gemeinsamen Forschungsprojekten. Als einer der größten Erfolge der Kooperation mit dem HIIG ist zu nennen, dass die gemeinsame Bewerbung ausgewählt wurde, die Jahrestagung der Association of Internet Researcher AoIR, die „AoIR2016 Internet Rules!“, im Herbst 2016 in Berlin auszurichten.

Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0

Im Rahmen der Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft ist das Hans-Bredow-Institut auf der Mitgliederversammlung des Leibniz-For-schungsverbundes Science 2.0 am 28. November 2013 in den Verbund aufgenommen worden. Mit 37 Einrichtungen aus Wissenschaft und Bibliotheken zählt der Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 zu den größten der insgesamt 11 Forschungsverbünde der Leibniz-Gemeinschaft. Der Zusammenschluss von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen unterschiedlicher Forschungsdisziplinen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befasst sich mit der Frage, wie das Internet mit seinen zahlreichen Web 2.0-Anwendungen Forschungs- und Publikationsprozesse in der Wissenschaft verändert. Ziel ist es, auf der Basis von detaillierten Forschungsergebnissen zu verändertem Arbeitsverhalten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern neue Technologien für Infrastruktureinrichtungen zu entwickeln.

Nicht-formalisierte nationale und internationale Kooperationen

Die Kooperationen mit Instituten, Universitäten und einzelnen Forscherpersönlichkeiten außerhalb Hamburgs hat das Institut bislang nicht in Form von längerfristigen Kooperationsvereinbarungen formalisiert. Sie sind allerdings zahlreich, auch außerhalb Deutschlands und Europas:

Innerhalb Deutschlands sucht das Institut die Kooperation vor allem, um im Zusammenhang mit konkreten Projekten die eigenen disziplinären Perspektiven zu erweitern. Auf viele erfolgreiche Jahre kann mittlerweile auch das von C. Lampert 2003 mitgegründete „Netzwerk Medien und Gesundheitskommunikation“ zurückblicken, das einen wesentlichen Bestandteil des Kompetenzbereiches Gesundheitskommunikation darstellt.

Enge Kooperationsbeziehungen bestehen über den Forschungsverbund „Kommunikative Figurationen“ auch mit dem Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung der Universität Bremen. Dieser Forschungsverbund untersucht, wie sich die tiefgreifende Mediatisierung auf die Konstruktion sozialer Zusammenhänge auswirkt, und hat 2016 einen Antrag auf Einrichtung eines DFG-Sonderforschungs¬bereichs/Transregio gestellt. Dieser erhielt zwar von der internationalen Begutachtungsgruppe eine Förderempfehlung, wurde jedoch vom Senatsausschuss der DFG nicht bewilligt. Der Verbund wird die gemeinsam entwickelten Vorhaben nun in Form von Einzelprojekten realisieren.

In vielen Projekten bewährt hat sich zudem die Kooperation mit dem Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, München, mit dem derzeit an einem Jugendmedienschutzindex gearbeitet wird.

Ein besonderes Merkmal des Instituts sind seine intensiven internationalen Kooperationen. Durch die Teilnahme an mehreren europäischen Forschungsprojekten ist die Vernetzung auf der europäischen Ebene besonders eng: Beispiele sind das Forschungsnetzwerk EU Kids Online und hierbei vor allem die Koooperation mit der London School of Economics, Department of Media and Communications. Das Forschungsnetzwerk umfasst Forschungsteams aus 32 europäischen Ländern und wird vom Hans-Bredow-Institut koordiniert.

Weitere internationale Kooperationsprojekte sind die COST-Aktion „The Digital Literacy and Multimodal Practices of Young Children“ (DigiLitEY), der Media Pluralism Monitor sowie das vom Institut koordinierte EU-Projekt MIRACLE zu interoperablen Alterskennzeichnungen. Das Institut hat sich dadurch gute Voraussetzungen für die Konzeption und Beantragung europäischer Forschungsprojekte geschaffen.

Zu den weiteren internationalen Forschungsprojekten zählen das Netzwerk Journalism Elsewhere, der Reuters Institute Digital News Survey und das medienhistorische EMHIS-Netzwerk. Daneben bestehen internationale Kooperationen mit einzelnen Partnern, etwa in Australien, Dänemark und UK.

Insgesamt festigt sich – vor allem im rechtswissenschaftlichen Arbeitsbereich – neben der traditionell dichten Kooperation innerhalb Europas ein Kooperationsschwerpunkt im asiatisch-pazifischen Raum: Es bestehen bereits seit einigen Jahren enge Kooperationsbeziehungen mit der Hong Kong University, Faculty of Law sowie mit der Faculty of Law an der Delhi University, Indien.

Sonstige Kooperationen

Das Institut beteiligt sich intensiv an den Aktivitäten der nationalen und internationalen Fachgesellschaften. So sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit Jahren als Sprecher oder stellvertretende Sprecher in den Fachgruppen der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) tätig und Mitglied in der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK). Seit 2016 ist Michael Grimm Division Secretary der Visual Communication Studies Division der International Communication Association (ICA). Neben der institutionellen Mitgliedschaft in der International Communication Association (ICA) und der International Association for Media and Communication Research (IAMCR) war das Institut seit der Gründung der European Communication Research and Education Association (ECREA) im Jahre 2005 mit Prof. Dr. Uwe Hasebrink bis 2012 in deren Vorstand vertreten. Im Oktober 2010 hatte das Institut federführend die alle zwei Jahre von der ECREA veranstaltete „European Communication Conference“ in Hamburg ausgerichtet.

Das Hans-Bredow-Institut beteiligt sich an der neu gegründeten „News Integrity Initiative“ (NII), die von Facebook und weiteren Unternehmen mit 14 Millionen Dollar finanziert wird. Die neu gegründete Organisation NII ist ein internationales Konsortium, das auf weltweiter Ebene das Ziel verfolgt, Nachrichtenkompetenz zu fördern, Vertrauen in Journalismus  zu stärken und zu einer Verbesserung der Informationsgrundlage für öffentliche Debatten beizutragen. Die Initiative wird Forschungs- und Praxisprojekte und den Austausch zwischen Medienunternehmen, Forschung, Journalismus und zivilgesellschaftlichen Organisationen fördern. Die „News Integrity Initiative“ wird als unabhängiges Projekt beim Tow-Knight Center for Entrepreneurial Journalism der Graduate School of Journalism der City University of New York (CUNY) angesiedelt, das von Professor Jeff Jarvis geleitet wird. Diese universitäre Einrichtung wird die Aktivitäten der „News Integrity Initiative“ – Forschung, spezielle Entwicklungsprojekte, Veranstaltungen – koordinieren.
Für das Hans-Bredow-Institut ist die Beteiligung an dieser Initiative eine weitere Möglichkeit, die Befunde seiner Forschung auf internationaler Ebene in den Austausch mit Medienunternehmen, Journalismus und Zivilgesellschaft einzubringen und damit dazu beizutragen, dass die gesellschaftliche Selbstverständigung und Meinungsbildung auf möglichst informierter Grundlage erfolgt.

Die Kooperationen mit weiteren nicht-wissenschaftlichen Einrichtungen erfolgen vor allem durch einzelne Personen, nicht durch Mitgliedschaften des Instituts selbst.
Prof. Uwe Hasebrink war 2014 bis 2016 Vorsitzender des International Advisory Board des Instituts für Vergleichende Medienforschung (CMC) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Alpen-Adria Universität Klagenfurt, er ist Mitglied in den International Advisory Boards der Zeitschriften Journal of Children and Media (JOCAM), Nordicom Review und Studies in Communication / Media sowie im Executive Board des Projekts Global Kids Online (UNICEF/LSE) und im Advisory Board des EU-geförderten Projekts BIK-Map.
Prof. Wolfgang Schulz ist seit 2016 Mitglied des Committee of Experts on Internet Intermediaries (MSI-NET) des Europarates und wurde dort zum Vorsitzenden gewählt. Er wurde zudem 2016 erneut zum Vorsitzenden des Fachausschusses „Information und Kommunikation“ und damit zum Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO Kommission bestellt. Zudem wird er künftig im Advisory Board des Law & Technology Centre der Hong Kong University mitwirken.
Stephan Dreyer ist juristischer Sprecher des Beschwerdeausschusses und der Gutachterkommission der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e. V. (FSM) und Jugendschutz-Sachverständiger bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Unterhaltungssoftware GmbH (USK). Er ist Gründungsmitglied des Center for Social Responsibility in the Digital Age (SRDA). Außerdem ist er ebenfalls Mitglied im Advisory Board des EU-geförderten Projekts BIK-Map.
Dr. Claudia Lampert ist Mitglied des Fachbeirats des Erfurter Netcodes, in der Fachkommission „Wissen, Forschung, Technikfolgenabschätzung“ innerhalb des Zentrums für Kinderschutz im Internet I-KiZ, im Mediennetz Hamburg sowie im Beirat der Initiative SCHAU HIN!.
PD Dr. Wiebke Loosen ist Mitglied im Kuratorium der Akademie für Publizistik in Hamburg.
Alina Laura Tiews ist Mitglied der Redaktion von „Rundfunk und Geschichte“.
Dr. Hans-Ulrich Wagner ist Sprecher der Fachgruppe „Historische Rezipientenforschung“ im Studienkreis Rundfunk und Geschichte und gehört dessen Vorstand an. Er ist Mitglied in der Jury „Hörspielpreis der Kriegsblinden und Honorary Associate des Research Centre for Media History, Macquarie University, Sydney, Australien.

Gastaufenthalte am Hans-Bredow-Institut

Neben dem längerfristig am Institut tätigen Senior Visiting Research Fellow Prof. Dr. Per Christiansen konnten für einen Gastaufenthalt am Hans-Bredow-Institut seit 2016 die folgenden Wissenschaftler(innen) aus Australien, Belgien, China, Deutschland, dem Iran, den Niederlanden, Österreich, Spanien und den USA gewonnen werden:

Hamid Reza Akrami, Gastwissenschaftler am Hans-Bredow-Institut von Juli 2016 bis Juni 2017. Hamid Reza Akrami arbeitet als Kommunikationsexperte bei PMO, der Ports and Maritime Organization des Iran, und promoviert parallel an der Allameh Tabatabaei Universität in Teheran zum Thema Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Am Hans-Bredow-Institut schließt er seine Dissertation ab und ist eingebunden in die Forschungen des Netzwerks EU Kids Online. Hamid Reza Akrami studierte zunächst ComputerSoftware Engeneering und arbeitete bei mehreren Zeitungen. Seinen Master machte er in Social Communications/Journalismus und war u. a. 2002-2003 als Editor-in-Chief bei PAJOOHESH-VA-SANJESH, einer Fachzeitschrift der Forschungsabteilung des öffentlichen Rundfunks des Irans IRIB tätig. Einen zweiten Masterabschluss in Administration machte er 2004 an der Universität in Malmö, Schweden. Hamid Reza Akrami hat damit eine doppelte Qualifikation im Bereich neue Kommunikationstechniken und Neue Medien, er lehrte u. a. Kommunikationstechnik, Online PR und Online-Journalismus. Er war an der Veranstaltung „Online zwischen Orient und Okzident – Medienkindheit in Iran, Spanien und Deutschland“ des Hans-Bredow-Instituts am 7. Dezember 2016 beteiligt.

Prof. Dr. Anne S. Y. Cheung, Gastwissenschaftlerin am Hans-Bredow-Institut im Juli 2016, ist Professorin an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hong Kong. Ihre juristische Ausbildung absolvierte sie an der Universität Hong Kong sowie der University of Toronto, University of London und der Stanford University. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich Meinungsfreiheit, Privacy, Kinderrechte (inkl. Cyberbullying). Sie war Mitglied des Hong Kong Press Council und Mitglied des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft in Berlin. Sie arbeitete im Open Net Initiative Project (Asia) über Meinungsfreiheit online in Form von Blogging in China. Derzeit erforscht sie mit Privacy International (UK) den Schutz der Privatsphäre in Hong Kong and China. Ihre Arbeiten sind erschienen im Harvard Journal of International Law (Online) (Leitartikel); Computer Law and Security Review; International Data Privacy Law und im Journal of Media Law. Ihr jüngstes Werk befasst sich mit dem Schutz der Privatsphäre und Rechtsaspekten beim Cloud Computing (zusammen mit Rolf H. Weber, Edward Elgar Pub. UK 2015). Ihr Gastaufenthalt am Hans-Bredow-Institut wurde durch ein Stipendium des DAAD ermöglicht, ihr Forschungsvorhaben richtete sich auf Big Data und Nutzer-Tracking.

Elise Defreyne, Gastwissenschaftlerin am Hans-Bredow-Institut im April 2016, ist Promotionsstudentin an der Universität Namur, Belgien. Ihr Forschungsthema ist die Transformation der öffentlich-rechtlichen Medien Belgiens unter dem Einfluss der Europäischen Regelungen zu staatlichen Beihilfen. Elise Defreyne hat einen Master in Law von der Katholischen Universität Louvain UCL – Belgien. Seit 2008 arbeitet sie als Wissenschaftlerin am Research Center in Information, Law and Society (CRIDS) und als Lehrassistentin im Bereich Rechtswissenschaften. Parallel dazu hat sie von 2008 bis 2012 als Rechtsanwältin in einer Anwaltskanzlei gearbeitet, die auf Medienrecht spezialisiert ist. Elise Defreyne ist Verfasserin mehrerer wissenschaftlicher Artikel in den Bereichen Public Service Media, Must-carry-Regelungen, Distribution of Competences in Belgien und das Recht auf Vergessenwerden. Sie war zudem an einigen europäischen Projekten im Bereich Medienforschung beteiligt. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Public Service Media, dem europäischen Medienrecht und dem Recht auf Vergessenwerden.

Ass. Prof. Dr. Nick Diakopoulos, Gastwissenschaftler am Institut im Dezember 2016, ist Assistant Professor an der University of Maryland, College Park College of Journalism, und Fellow im Postdoc-Kolleg Algorithmed Public Spheres des Instituts. Nick Diakopoulos‘ Forschungsinteressen richten sich vor allem auf computergenerierten und Daten-Journalismus sowie der Verantwortlichkeit von Algorithmen. Er machte seinen Ph.D. in Computer Science an der School of Interactive Computing an der Georgia Tech, wo er das Programm in Computational Journalism mitbegründete. Später arbeitete er an der Columbia University, der Rutgers University und an der City University New York an den Schnittstellen von Informatik, Innovationen und Journalismus. Nick Diakopoulos wirkte während seines Gastaufenthalts am Hans-Bredow-Institut an zwei öffentlichen und einer internen Veranstaltung zu Thema Algorithmen mit.

Prof. Dr. Maria Gomez y Patiño, Gastwissenschaftlerin am Hans-Bredow-Institut im Juli 2016, ist Professorin am Fachbereich Journalismus der Universidad de Zaragoza, Spanien. Im Rahmen des Erasmus-Austauschprogramms hat sie sich am Institut über ihre Forschungsgebiete informiert, vor allem über Arbeiten des Instituts zur Digitalisierung des Journalismus. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Bereich politische Kommunikation/Wahlkampfforschung sowie im Bereich Genderfragen.

Prof. Dr. Bridget Griffen-Foley, Gastwissenschaftlerin am Hans-Bredow-Institut im Mai/Juni 2016, ist Professorin für Media Sciences und Direktorin des Centre for Media History an der Macquarie University in Sydney, Australien. Mit Dr. Hans-Ulrich Wagner arbeitet sie an dem Projekt „Transnational Media Histories“, das im Rahmen der MQ-Fu-HAM Trilateral Strategic Partnership, einer Kooperation der Universitäten Hamburg, Fudan (Shanghai, China) und Macquarie (Sydney, Australien), von 2015 bis 2018 vom DAAD und dem BMBF gefördert wird.

Dr. Katharina Kinder-Kurlanda, Gastwissenschaftlerin im Postdoc-Kolleg Algorithmed Public Spheres des Hans-Bredow-Instituts im Dezember 2016, ist wissenschaftliche Leiterin des Secure Data Center am GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Köln. Sie ist zudem Dozentin am Institute for Web Science and Technologies (WeST) der Universität Koblenz-Landau. Die Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Epistemologie von Big Data, Privatsphäre und Forschungsethik.

Felix Victor Münch, Gastwissenschaftler am Hans-Bredow-Institut im Mai/Juni 2016, promoviert derzeit an der Queensland University of Technology in Brisbane (QUT), Australien. Aufbauend auf seinem B.Sc. in Physik (Ludwig-Maximilians-Universität München), einem M. A. in Journalismus (LMU und Deutsche Journalistenschule München) und Arbeitserfahrung in Online-Markenkommunikation als Konzepter für die Hamburger Agentur elbdudler, liegen seine Forschungsinteressen vor allem im Bereich Netzwerkanalyse und Social Media.

Univ.-Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink, Gastwissenschaftlerin am Hans-Bredow-Institut von Oktober 2015 bis Ende Juni 2016, ist Professorin für Audiovisuelle Kommunikation und Leiterin der Abteilung für Audiovisuelle und Online-Kommunikation am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg. Von 2004 bis 2006 war sie Leiterin des Fachbereichs Kommunikationswissenschaft, von 1.10.2011 bis 30.9.2015 Dekanin der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg (zuvor seit dem 1.10.2009 Vize-Dekanin). Bis zu ihrer Berufung als Dekanin war sie auch Mitglied im Senat der Universität Salzburg. Ingrid Paus-Hasebrink hat Publizistik, Germanistik und Soziologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster studiert (Magister-Abschluss 1977) und nach dem Studium als Redakteurin gearbeitet. Nach der Promotion (1985) hat sie am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie am Institut für Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik in Münster gelehrt. 1997 hat sie sich mit der Arbeit „Heldenbilder im Fernsehen“ bei Prof. Dr. Dieter Baacke an der Fakultät für Pädagogik der Universität Bielefeld habilitiert und anschließend an der Universität Bielefeld gelehrt. Die Arbeitsschwerpunkte von Ingrid Paus-Hasebrink liegen in den Bereichen (Medien)Sozialisationsforschung, Phänomene der Popularkultur, AV-Produkt- und Rezeptionsanalysen.

Marta Portalés Oliva, Gastwissenschaftlerin am Hans-Bredow-Institut Mitte September bis Mitte Dezember 2016, promoviert an der Universidad Autónoma in Barcelona. Sie studierte 2009 bis 2013 Audiovisuelle Kommunikation an der Universität in Valencia und verbrachte ein Jahr über das International Programme der York University in Toronto (Canada) sowie ein Jahr über das Erasmus-Programm an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2014 machte sie ihren Master of Research on Communication and Journalism an der Universidad Autónoma Barcelona (UAB). Im Anschluss erhielt sie ein Stipendium für eine Promotion im Bereich Journalismus und Kommunikation an der gleichen Universität. Marta Portalés Oliva promoviert zu Fragen der Medienkompetenz und hat am Hans-Bredow-Institut an mehren Projekten im Kompetenzbereich „Aufwachsen in digitalen Medienumgebungen und Jugendmedienschutz" mitgearbeitet. Sie war zudem an der Veranstaltung „Online zwischen Orient und Okzident – Medienkindheit in Iran, Spanien und Deutschland“ “ des Hans-Bredow-Instituts am 7. Dezember 2016 beteiligt.

Gastaufenthale von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts an anderen Einrichtungen

Dr. Claudia Lampert verbrachte im Rahmen der Kooperation von EU Kids Online im Sommer 2016 drei Monate an der Universität Mailand in Italien.

Lisa Merten nahm im Februar/März 2016 an der Summer School der University of Queensland, Brisbane, in Australien teil und schloss einen Forschungsaufenthalt an.

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