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„Radio-Aktivität“: zur Rolle technischer Dispositive und Kompetenzen für partizipative Praktiken am Beispiel Radio-Kommunikation

„Radio-Aktivität“: zur Rolle technischer Dispositive und Kompetenzen für partizipative Praktiken am Beispiel Radio-Kommunikation

Das Promotionsvorhaben stellt vor dem Hintergrund des DFG-Projektes „Die (Wieder-) Entdeckung des Publikums“ die übergeordnete Frage, welche Voraussetzungen partizipative Teilhabe an Medien bzw. Publikumsaktivität hat. Betreuer der Arbeit sind PD Dr. Wiebke Loosen und Prof. Dr. Uwe Hasebrink.

Ausgehend vom zuletzt häufig verwendeten Begriff des „aktiven Publikums“ liegt der Schwerpunkt des Projektes auf der Rolle technischer Objekte (z. B. Sendetechnik, Softwareprogramme, Aufnahmegeräte usw.) und ihrer „Affordances“ für Nutzungspraktiken sowie den Kompetenzen und Erfahrungen (auch Motivationen), die Voraussetzung für das Erstellen eigener Inhalte sind. Dieser (technisch beeinflusste) Bereich von Publikumsaktivität wurde bislang kaum dezidiert in den Blick genommen, obwohl er in vielen gesellschafts- und medientheoretischen Modellen bereits angelegt ist, z. B. die technischen Strukturen von Medienproduktion im Encoding/Decoding-Modell von Hall oder das Verhältnis von „structure“ und „agency“ in Giddens Strukturationstheorie.

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Projektbeschreibung

Grundlegend wird also angenommen, dass der Zugang zu (Medien-)Technologien, d. h. der Besitz von Equipment zur Produktion sowie Rezeption von Inhalten, und auch die Befähigung zur Erstellung und zum Empfangen von Inhalten der eigentlichen Interaktion mit anderen Publika und der Partizipation am Inhalt oder der Medienorganisation vorgeschaltet ist.

Das Projekt untersucht diesbezüglich, inwieweit Befähigung und Bereitschaft zur aktiven Teilhabe auf Nutzerseite nicht nur auf bestimmte Persönlichkeitsmerkmale und Motivationen sowie Erfahrungen und Fähigkeiten, sondern auch auf Technik(-kompetenz) als einer strukturellen Dimension von Nutzungspraktiken zurückzuführen sind.
Diese Fragestellungen sollen anhand verschiedener Formen und Fälle zeitgenössischer „Radio-Kommunikation“ untersucht werden, also Medienangeboten, die vorrangig den auditiven Kanal bedienen. Angedacht sind vorrangig qualitative Untersuchungen folgender Fallstudien: konventionelle Radio-Sender, Webradio, Offene Kanäle, Podcasts und Funkamateure. Bei der Auswahl der Fallstudien wird angenommen, dass diese Angebote verschiedene Grade an Partizipation erlau-ben/erfordern und zugleich technische Ausstattung (z. B. Besitz von Mikrofonen) sowie Kompetenzen zur Nutzung und Produktion unterschiedlich stark zum Tragen kommen. Die empirische Gesamtanlage orientiert sich an theoriegenerierender Forschung.

Das Ziel des Promotionsvorhabens ist eine Ergänzung, Zusammenführung und Systematisierung vorhandener theoretischer Ansätze, aber auch eine gegenstandsbezogene Beschreibung dessen, was heute „doing Radio“ ausmacht. Dabei sollen die Fallstudien hinsichtlich der verschiedenen kommunikativen Figurationen, die sie in Bezug auf „Radio-Kommunikation“ entstehen lassen, verortet und systematisiert werden.

Infos zum Projekt

Überblick

Laufzeit: 2011-2015

Beteiligte

Nele Heise, M. A.

Drittmittelgeber

Kooperationspartner

Ansprechpartner

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