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Medien und wissenschaftliche Kommunikation

Medien und wissenschaftliche Kommunikation

Im Rahmen eines Projektverbundes, der sich mit der Digitalisierung der Wissenschaft beschäftigt und mit rund 1,3 Millionen Euro vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird, beschäftigt sich das Hans-Bredow-Institut mit der Rolle von Wissenschaftskommunikation. Das Teilprojekt „MeWiKo – Medien und wissenschaftliche Kommunikation“ nimmt in den Blick, wie Wissenschaftskommunikation von Kommunikationsstellen und Presse die Reputation wissenschaftlicher Publikationen beeinflusst. Werden Aufsätze beispielsweise häufiger zitiert oder haben sie bessere Altmetrics, wenn sie in der Tagespresse erscheinen? Oder wirkt sich die Erwähnung in Populärmedien eher negativ auf den Einfluss aus? Partner dieses Projektes sind das Science Media Center, die Universität Kiel, das Hans-Bredow-Institut sowie das Institut für Angewandte Informatik der Universität Leipzig.

Themen des Verbundes insgesamt sind insbesondere vernetzte Infrastrukturen für Hochschulen, Altmetrics sowie die Anwendung von Methoden der künstlichen Intelligenz für Analysen komplexer Publikationsbestände.

Umgesetzt wird das am Hans-Bredow-Institut angesiedelte Teilprojekt einerseits über eine Ethnographie der Arbeit der Redakteurinnen und Redakteure im Science Media Center (SMC) und andererseits über eine standardisierte quantitative Befragung unter Wissenschaftsjournalist(inn)en in Deutschland. Für die Rekrutierung von Teilnehmer(inne)n wird die Zusammenarbeit mit einem Fachjournalist(inn)enverband, wie etwa der Wissenschaftspressekonferenz angestrebt. Das Hans-Bredow-Institut begleitet die Arbeit der Redaktion für eine Woche und untersucht mittels teilnehmender Beobachtung die Auswahlpraktiken und Relevanzeinschätzungen im Tagesgeschäft. Zum anderen wird ein Workshop mit Wissenschaftsjournalist(inn)en durchgeführt, in dem sie ihre Auswahlprozesse herausarbeiten und diese in Hinblick auf ihre eigene Rolle auf den Impact von wissenschaftlichen Arbeiten kritisch reflektieren. Diese methodischen Zugänge erlauben außerdem Einschätzungen darüber, welche Faktoren die Arbeit von Wissenschaftsjournalist(inn)en erleichtern/erschweren, und durch welche Informationen seitens der Wissenschaft die Qualität wissenschaftsjournalistischer Auswahlprozesse verbessert werden könnte.

 
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Projektbeschreibung

Ethnographie der Arbeit der Redakteure im Science Media Center (SMC)

Das Hans-Bredow-Institut untersucht die Arbeit am SMC durch die Methode der Redaktionsethnographie ("newsroom ethnography"). Dabei werden die Arbeitsprozesse der Redakteurinnen und Redakteure am SMC über einen mehrwöchigen Zeitraum systematisch beobachtet, dokumentiert und qualitativ eingeordnet. Die beobachtenden Forscher(innen) führen ein Tagebuch über ihre Beobachtungen, welches auch subjektive Eindrücke und Einschätzungen enthält. Im besonderen Fokus der Beobachtung stehen die Auswahlprozesse der Redakteure, also welches Material als wissenschaftsjournalistisch relevant eingestuft wird.

Befragung von Wissenschaftsjournalist(inn)en zu redaktionellen Auswahlprozessen

Im Fokus der Befragungen stehen werden neben der Bandbreite der genutzten Kanäle für die Auswahl von Inhalten besonders die Kriterien, die für den Auswahlprozess explizit eine Rolle spielen und welche Faktoren sie den klassischen journalistischen Nachrichtenwert mit ressortspezifischen Anforderungen kombinieren.

Workshop mit Wissenschaftsjournalist(inn)en

Das Hans-Bredow-Institut führt einen Workshop mit Wissenschaftsjournalist(inn)en und Forscher(inne)n auf dem Gebiet Wissenschaftskommunikation durch. Ziel dieses Workshops ist neben dem fachlichen Austausch ein Dialog über die wechselseitigen Erwartungen von Wissenschaftler(inne)n und Journalist(inn)en, und über kommunikative Missverständnisse, die zwischen beiden Seiten mitunter bestehen.

 

Infos zum Projekt

Überblick

Laufzeit: 2018-2021

Forschungsprogramm:
FP3 - Wissen für die Mediengesellschaft

Drittmittelgeber

Bundministerium für Bildung und Forschung, Förderlinie „Quantitative Wissenschaftsforschung"

Kooperationspartner

ZBW Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft Kiel (Prof. Dr. Isabella Peters)
Christian-Albrechts-Universität Kiel (Dr. Athanasios Mazarakis)
Science Media Center Köln (Dr. Meik Bittkowski)
Kompetenzzentrum Digitale Dienstleistungssysteme, Universität Leipzig (Dr. Christian Zinke)

Ansprechpartner

Dr. Jan-Hinrik Schmidt
Senior Researcher digitale interaktive Medien & politische Kommunikation

Dr. Jan-Hinrik Schmidt

Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI)
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg

Tel. (+49 40) 45 02 17-83
Fax (+49 40) 45 02 17-77

j.schmidt@hans-bredow-institut.de

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