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Fernsehen an öffentlichen Plätzen

Fernsehen an öffentlichen Plätzen

In den letzten Jahren hat das Institut durch seine Arbeit dazu beigetragen, die sich entwickelnde kommunikationswissenschaftliche Teildisziplin einer Mediennutzungsforschung zu etablieren und zu befördern. Dabei haben sich die in diesem Rahmen verfolgten Fragestellungen bisher ganz generell auf die Fernsehnutzung in den Haushalten konzentriert. Empirische Untersuchungen darüber, wie Fernsehen außerhalb der eigenen vier Wände genutzt wird, liegen für Deutschland nicht vor, allenfalls gibt es einige Befragungsergebnisse, die das "Wie viel" berichtet haben. In anderen Ländern sieht der Wissensstand ähnlich karg aus, nur in den USA gibt es einige Studien, die diese beobachtbare Form der Fernsehnutzung zu ihrem Thema gemacht haben. Um diese Forschungslücke zu schließen, wurde ein exploratives und vergleichendes Beobachtungsprojekt durchgeführt.

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Projektbeschreibung

Ziel war es dabei erstens festzustellen, wo und an welchen Typen von Lokationen in einer Stadt wie Hamburg überhaupt öffentlich nutzbare Fernsehgeräte stehen und welche Nutzungsbedingungen sich daraus ergeben. In einem zweiten Schritt wurde diese Fernsehnutzung nach ihrer Art und ihrem Umfang beobachtet und analysiert. In einem weiteren Schritt wurden die Ergebnisse dieser Analyse auf das Wissen bezogen, das die Kommunikationswissenschaft über die Fernsehnutzung in den Haushalten gewonnen hat.

Zudem steht dieses explorative Forschungsprojekt in einem internationalen Zusammenhang, die Ergebnisse wurden mit denen eines gleichzeitig durchgeführten Projekts in Bezug gesetzt, das Prof. Dr. S. K. Eastman von der Indiana University, der Partner-Universität der Universität Hamburg, in Indianapolis, USA, durchgeführt hat.

Einer der innovativen Aspekte des Projekts liegt darin, dass es die Diversifizierung des Fernsehens aufgreift, das zunehmend nicht nur zu Hause und nicht nur in der Freizeit, sondern in ganz anderen Kontexten genutzt wird, wie etwa auch das Entstehen des so genannten Business-TVs deutlich werden lässt. Derartige Entwicklungen müssen auch im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Kommunikationswissenschaft insgesamt diskutiert werden. Unter dem Titel der Mediatisierung von Alltag, Kultur und Gesellschaft wurden die Fragestellungen und Ergebnisse in einen umfassenderen Rahmen eingeordnet und fanden auch in der Habilitationsschrift von F. Krotz Verwendung.

Infos zum Projekt

Überblick

Laufzeit: 1998-2001

Forschungsprogramm:
Weitere Projekte

Drittmittelgeber

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Kooperationspartner

T. Lindemann

Ansprechpartner

Prof. Dr. Uwe Hasebrink
Direktor

Prof. Dr. Uwe Hasebrink

Leibniz-Institut für Medienforschung │ Hans-Bredow-Institut (HBI)
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg

Tel. +49 (0)40 450 21 70
Fax +49 (0)40 45 02 17 77

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