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Privat und Öffentlich-Rechtlich – Wie das duale Rundfunksystem in der Bundesrepublik eingeführt wurde

Privat und Öffentlich-Rechtlich – Wie das duale Rundfunksystem in der Bundesrepublik eingeführt wurde

Medienpolitische Weichenstellungen, juristische Entscheidungen, technische Entwicklungen und ein gesellschaftlich-kultureller Wandel führten in den 1980er Jahren zur Einführung des „dualen Rundfunksystems“ in der Bundesrepublik. Private Rundfunkanbieter mussten eine Lizenz von den neuen öffentlich-rechtlich organisierten Medienanstalten in den Bundesländern erhalten. Auf dem Markt konkurrieren seither die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und private, kommerzielle und nicht-kommerzielle Rundfunkanbieter miteinander.
Welche politischen Entscheidungen wurden von wem gefällt? Und welche technischen Entwicklungen trieben die rundfunkgeschichtliche Entwicklung in den 1970/80er Jahren voran? Dieses Kapitel der jüngeren Mediengeschichte ist noch wenig bearbeitet, viele Quellen sind nicht gesichert. Die Forschungsstelle Mediengeschichte unternimmt daher erste Vorstudien zum Thema und hilft, Dokumentenbestände zu sichern.

 
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Projektbeschreibung

Das Projekt zur Einführung des „dualen“ Rundfunksystems in der Bundesrepublik in den 1980er Jahre befindet sich im Aufbau. Die Aufarbeitung der Privatisierung des Rundfunks, die Fragen nach einer einhergehenden Pluralisierung der Medienangebote sowie nach den medienpolitischen Entscheidungen und technischen Entwicklungen sind ein Desiderat in der kommunikations-, medien- und zeithistorischen Forschung. Vor diesem Hintergrund war die Forschungsstelle Mediengeschichte im Januar 2015 Gastgeber und Mitveranstalter der Jahrestagung der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte in der DGPuK. Die Tagung nahm die Einführung des dualen Rundfunksystems vor 30 Jahren zum Anlass für das Thema „Neue Vielfalt? Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive“. Dank einer Förderung der Rudolf-Augstein-Stiftung war es möglich, mehrere Vorträge aufzuzeichnen und im Rahmen des „Lecture2Go“-Programms der Universität Hamburg einer breiten Öffentlichkeit online zugänglich zu machen, darunter die Beiträge von Jürgen Wilke, Christoph Hilgert, Michael Meyen und Maria Karidi.
Auch das Gespräch, das Hans-Ulrich Wagner mit Helmut Haeckel über dessen Arbeit als erster Direktor der Hamburger Anstalt für neue Medien (HAM) und die rundfunkpolitischen Umbrüche um 1980 führte, ist online abrufbar.
Eine erste Studie widmete sich der Entwicklung in der Freien und Hansestadt Hamburg. Am 1. Januar 1986 trat das Hamburgische Mediengesetz in Kraft, im ersten Halbjahr 1986 nahm die Hamburgische Anstalt für neue Medien (HAM) die Arbeit auf. Damit führte der Stadtstaat Hamburg das ‚duale Rundfunksystem‘ ein und ermöglichte neben dem bestehenden öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Zulassung privater Programmveranstalter. Dr. Helmut Haeckel, der erste Direktor der HAM, berichtet als „Zeitzeuge der Hamburger Mediengeschichte“ über die medienpolitischen Debatten der 1970er und 1980er Jahren und die Lizenzvergabe der HAM an die ersten privaten Hörfunk- und Fernsehanbieter in Hamburg.
Das Interview mit Dr. Helmut Haeckel steht auch im Zentrum des neunten „Nordwestdeutschen Heftes zur Rundfunkgeschichte“ (Download). Es wird ergänzt von zwei zentralen Dokumenten der Hamburger Mediengeschichte – den vom Senat eingebrachten Thesen für ein Mediengesetz vom 11. September 1984 und dem Wortlaut des Hamburgischen Mediengesetzes.

Infos zum Projekt

Überblick

Laufzeit: 2015-2018

Forschungsprogramm:
FP3 - Wissen für die Mediengesellschaft

Drittmittelgeber

Kooperationspartner

Ansprechpartner

Dr. Hans-Ulrich Wagner
Senior Postdoc

Dr. Hans-Ulrich Wagner

Forschungsstelle Mediengeschichte
Hans-Bredow-Institut
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg

Tel. +49 (0)40 428 38 - 32 02
Fax +49 (0)40 428 38 - 35 53
mobile: upon request at +49 (0)40 450 217 - 0

hans-ulrich.wagner@uni-hamburg.de

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