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Wie Redaktionen junge Menschen für Nachrichten begeistern können

Wie Redaktionen junge Menschen für Nachrichten begeistern können

Über neue Wege im Journalismus und wie Redaktionen junge Menschen für Nachrichten begeistern können, berichtet Leonie Wunderlich im Interview mit dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger BDZV. In ihrer aktuellen Studie für das Projekt #UseTheNews zur Nachrichtenkompetenz Jugendlicher und junger Erwachsener in der digitalen Medienwelt hat sie speziell die gering informationsorientierten jungen Menschen untersucht.

In der Fokusgruppenstudie zeige sich, dass diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen für sie wichtige Themen in der Berichterstattung der etablierten Medien nicht wiederfinden. Um sie wieder für den Journalismus zu begeistern, sollten Redaktionen neue Wege gehen, um einen stärkeren Bezug zur Lebensrealität junger Leute herzustellen und neue Perspektiven zu eröffnen, so Leonie Wunderlich

Medienhäuser sollten Nachrichten so präsentieren, dass sie einfach zu verstehen sind – das heißt Fremd- und Fachbegriffe erklären, einfache Sprache nutzen und Hintergrundinformationen zu komplexen Themen geben. Darüber hinaus sollten Inhalte möglichst ansprechend gestaltet werden, d. h. vor allem visuell, knapp und verständlich. Zudem schreiben gering Informationsorientierte vornehmlich Social Media Content Creatorn eine Perspektivenvielfalt und eine Relevanz für ihre eigene Meinungsbildung zu. Interaktive und kooperative Projekte seien hier beispielweise eine sehr gute Möglichkeit, um auf der einen Seite Journalismus und seine Arbeitsweisen kennenzulernen und sich gleichzeitig selbst einbringen zu können.

Ein wichtiger genereller Punkt sei, dass gerade junge Menschen das Bedürfnis haben, Bescheid zu wissen, um mitreden zu können – sei es bei Unterhaltungen im Freundeskreis, in der Schule oder im Unterricht oder bei Unterhaltungen im Familienkreis. Insbesondere für Jugendliche seien gruppenbezogene Bedürfnisse sehr wichtig; sie wollen sich in ihrem Freundeskreis integrieren und dafür muss man mitreden können. Ein weiterer Ansatz für Redaktionen könnte es also sein, Themen mit hohem Potenzial für Anschlusskommunikation auszuwählen. Daneben können vor allem „polarisierende“ Themen so aufbereitet werden, dass Pro und Contra abgewogen werden und Jugendlichen damit Argumente an die Hand gegeben werden, auf die sie sich in Unterhaltungen und Diskussionen stützen und so mitreden können. Zur Person:

Leonie Wunderlich ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI). Im Projekt „Use the News - Nachrichtenutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter“ beschäftigt sie sich mit der Frage, wie sich junge Menschen in Deutschland informieren und welche Rolle journalistische Angebote dabei spielen. Im Master „Journalistik und Kommunikationswissenschaft“ an der Universität Hamburg hat Leonie Wunderlich im Rahmen ihrer Masterarbeit die Nachrichtennutzungspraktiken und Strategien der Nachrichtenvermeidung von 18- bis 24-Jährigen untersucht.
 

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