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Hans-Bredow-Institut wird Teil des "Instituts für gesellschaftlichen Zusammenhalt"

Hans-Bredow-Institut wird Teil des "Instituts für gesellschaftlichen Zusammenhalt"

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat für den Aufbau eines „Instituts für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ einen Verbund aus Hochschul- und Forschungsinstituten ausgewählt, darunter das Hans-Bredow-Institut. Elf Einrichtungen aus zehn Bundesländern sollen gemeinsam ein Forschungsprogramm und eine Lenkungsstruktur für das dezentral angelegte Institut erarbeiten. Die Entscheidung fiel in einem wissenschaftsgeleiteten Wettbewerb.

Aus der Pressemitteilung des BMBF

„Die Lebenswirklichkeiten von Stadt und Land verändern sich und driften teilweise auseinander. Neue Medien verändern die Kommunikationskultur. In unserer pluralistischen Gesellschaft stellen sich andere Fragen als bisher, wenn es um Zugehörigkeit und Identität geht. Das beschäftigt die Bürgerinnen und Bürger“, sagte die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. „Darüber wollen wir in unserer Gesellschaft reden. Das neue Institut wird die genannten Fragen erforschen und dazu beitragen, viele Debatten auch zu versachlichen. Es wird uns helfen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.“

Das neue Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt soll die Forschung zu diesem Themengebiet vorantreiben. Multidisziplinär angelegt werden Forscher an verschiedenen Orten arbeiten. Das Institut soll mit praxisrelevanten Vorschlägen dazu beitragen, gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Dafür wird es sich mit aktuellen für den Zusammenhalt der Gesellschaft relevanten Entwicklungen und ihren historischen Wurzeln auseinandersetzen. Die ausgewählten Einrichtungen werden in einer einjährigen Vorphase ein Gründungskonzept für das Institut entwickeln. Sie decken Aspekte wie Polarisierung und Populismus, Identitäten und regionale Erfahrungswelten, Medien und Konfliktkultur sowie Antisemitismus und Hasskriminalität ab.

Für den Verbund ausgewählt wurden neben der Technischen Universität Berlin sowie den Universitäten Bielefeld, Bremen, Frankfurt, Halle-Wittenberg, Hannover, Konstanz und Leipzig auch das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen, das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung Hamburg und das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena.

„Die ausgewählten Einrichtungen haben sich im wissenschaftlichen Wettbewerb mit ihren Konzepten durchgesetzt. Sie bringen unterschiedliche Perspektiven und Expertisen ein“, so Karliczek. „Das gilt es nun zu bündeln. Ich wünsche mir, dass wissenschaftliche Analyse, Praxiswissen und konkrete Handlungsoptionen Hand in Hand gehen.“

Gesamte Pressemitteilung dse BMBF

Liste der für die Vorphase ausgewählten Einrichtungen

Einrichtung Hauptantragsteller
Technische Universität Berlin, Zentrum für Antisemitismusforschung Professor Dr. Stefanie Schüler- Springorum
Universität Bielefeld,
Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung
Professor Dr. Andreas Zick
Universität Bremen, SOCIUM Professor Dr. Olaf Groh- Samberg,
Professor Dr. Uwe Schimank
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften – Institut für Politikwissenschaft Professor Dr. Nicole Deitelhoff, Professor Dr. Daniela Grunow, Professor Dr. Rainer Forst
Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen Professor Dr. Berthold Vogel
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Professor Dr. Reinhold Sackmann
Hans-Bredow-Institut für Medienforschung Hamburg Professor Dr. Uwe Hasebrink
Leibniz Universität Hannover, Leibniz Forschungszentrum TRUST Professor Dr. Peter Dirksmeier
Amadeu Antonio Stiftung,
Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena
Dr. Matthias Quent
Universität Konstanz, Fachbereich Rechtswissenschaft Professor Dr. Daniel Thym
Universität Leipzig, Centre for Area Studies Professor Dr. Matthias Middell, Professor Dr. Dirk van Laak, Professor Dr. Gert Pickel



Photo by rawpixel on Unsplash

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