Der medienpädagogische Forschungsverbund Südwest führt seit 1998 jedes Jahr die JIM-Studie durch, eine repräsentative Befragung zum Medienumgang der 12-19jährigen in Deutschland (JIM steht für “Jugend, Information, (Multi-)Media”). Ende November ist die Zusammenfassung der diesjährigen Ergebnisse veröffentlicht worden, die auf dieser Seite zu finden ist.
Unsere eigene repräsentative telefonische Befragung ist komplementär zur JIM-Studie zu sehen, da wir einige Aspekte (z.B. die technische Ausstattung) nicht abfragen, dafür in anderen Punkten (z.B. die Nutzung spezifischer Medien oder Kanäle für bestimmte kommunikative Zwecke) stärker ins Detail gehen. So oder so sind die Ergebnisse der JIM-Studie sehr interessant, hier einige zentrale Befunde aus unserer Sicht:
- Die Studie war im Mai/Juni 2008 im Feld und umfasste N=1.208 Befragte zwischen 12 und 19 Jahren. Computer und Fernseher liegen bei der Mediennutzung gleich auf; jeweils 89 Prozent der Befragten nutzen diese Geräte zumindest mehrmals in der Woche.
- über 80 Prozent der Jugendlichen nutzen das Internet zumindest mehrmals in der Woche; dabei zeigt sich ein leichter Zusammenhang mit der formalen Bildung, aber keiner mit dem Geschlecht oder dem Alter (mit Ausnahme der 12-13jährigen, die es etwas seltener nutzen).
- Online-Communities, insbesondere schülervz, sind sehr beliebt und werden von 57 Prozent der Jugendlichen zumindest mehrmals in der Woche genutzt; auch hier findet sich ein Zusammenhang mit dem formalen Bildungsniveau und ein leichter Zusammenhang mit dem Geschlecht (Mädchen nutzen communities etwas häufiger als Jungs). Insbesondere die 14-15jährigen gehören zu den stärksten Nutzern dieser Angebote.
- Für die Beziehungspflege im Freundeskreis werden auch Medien genutzt; das Telefonat und entsprechende Anwendungen im Internet (wie IM- oder Community-Dienste) liegen jedoch hinter dem Face-to-face-Treffen, das von fast allen Befragten auch als der wichtigste Weg des Kontakthaltens bezeichnet wird.
Zusätzlich zu der telefonischen Repräsentativbefragung wurde ein qualitative Nachbefragung von 106 Jugendlichen durchgeführt, die einzelne Themen vertiefte. Erste Ergebnisse sind in dieser Präsentation enthalten.
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