Newsletter des Hans-Bredow-Instituts 10.05.2011
Veranstaltung: Einladung zum Symposion "Online-Jugendschutz – geht’s noch?" am 25. Mai 2011
Projektergebnisse: Regulierung durch Anreize – Gutachten zu den Optionen für eine anreizorientierte Regulierung der Leistungen privater Rundfunkveranstalter im Rundfunkstaatsvertrag präsentiert
Neues Projekt 1: Informationsrepertoires der deutschen Bevölkerung. Entwicklung eines Konzepts für eine regelmäßige Befragung im Auftrag des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien
Neues Projekt 2: Bewegtbildrezeption in konvergierenden Medienumgebungen: Dispositive und Nutzungsmodi. Expertise für die Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein (MAHSH) in Kooperation mit Prof. Dr. Knut Hickethier
Neues Projekt 3: Web 2.0-Metriken. Expertise für das zweite Deutsche Fernsehen (ZDF)
Neues Projekt 4: Medienerziehung durch Eltern: Medienkompetenzförderung in der Familie zwischen Anspruch und Realität. Projekt in Kooperation mit dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
Erscheint in Kürze: Heft 2/2011 "Medien & Kommunikationswissenschaft"
Veranstaltung
Einladung: Online-Jugendschutz – geht’s noch?
Symposium des Hans-Bredow-Instituts, der Medienanstalt Hamburg Schleswig/Holstein und der Handelskammer Hamburg
am Mittwoch, 25. Mai 2011, 10.00 Uhr, ganztägig, in der Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg, Anmeldung per E-Mail bis zum 18. Mai 2011 möglich
Zum Jahresende 2010 ist die Novelle des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) überraschend gescheitert. Nun gilt es, die Erfahrungen aus der Diskussion im vergangenen Jahr zu nutzen und die Anforderungen an einen angemessenen Jugendmedienschutz klarer zu definieren. ...mehr
Projektergebnisse
Regulierung durch Anreize
Gutachten zu den Optionen für eine anreizorientierte Regulierung der Leistungen privater Rundfunkveranstalter im RStV präsentiert
Gegenstand des Gutachtens für die Medienanstalten war die Frage, wie Leistungserwartungen und damit verbundene Lasten für private Rundfunkveranstalter so mit Gewährungen verbunden werden können, dass hieraus ein Anreiz für die Veranstalter folgt, die Leistungserwartungen zu erfüllen. Hintergrund ist die wissenschaftliche Erkenntnis, dass es schwierig ist, Unternehmen allein durch gesetzliche Vorgaben zu positivem Handeln zu verpflichten, vor allem wenn hiermit bestimmte Qualitätserwartungen verbunden sind.
Das Gutachten ist am 17. März 2011 auf dem dlm-Symposion "Public Value – Was soll der private Rundfunk für die Gesellschaft leisten?" präsentiert worden und ist im Vistas-Verlag erschienen. ...mehr
Neue Projekte
Informationsrepertoires der deutschen Bevölkerung
Entwicklung eines Konzepts für eine regelmäßige Befragung im Auftrag des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien
Eine kontinuierliche Beobachtung der Medien- und Meinungsvielfalt in Deutschland setzt nicht nur Untersuchungen auf der Ebene der Medienanbieter und der Medienangebote, sondern auch systematische Bestandsaufnahmen der Informationsrepertoires der deutschen Bevölkerung voraus. Mit Förderung des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages wird das Hans-Bredow-Institut ein Konzept für eine regelmäßig (z.B. jährlich) durchzuführende Befragung zu den medienübergreifenden Informationsrepertoires der deutschen Bevölkerung entwickeln. ...mehr
Bewegtbildrezeption in konvergierenden Medienumgebungen: Dispositive und Nutzungsmodi
Expertise für die Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein (MAHSH) in Kooperation mit Prof. Dr. Knut Hickethier
Im Zuge der technischen Medienkonvergenz und der zunehmenden crossmedialen Verbreitung von Bewegtbildinhalten verwischen die Grenzen zwischen bisher relativ klar voneinander unterscheidbaren Medien- und Kommunikationsdiensten. So kann es sein, dass ein und derselbe Inhalt über ganz unterschiedliche Endgeräte, über Bildschirme unterschiedlicher Größe und Qualität und in unterschiedlichen Nutzungskontexten verbreitet und genutzt wird. Aus medien- und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive wirft dies die Frage auf, inwiefern die unterschiedlichen Wahrnehmungsanordnungen für die Nutzerinnen und Nutzer tatsächlich einen relevanten Unterschied ausmachen und damit eine spezifische Bedeutung erlangen. ...mehr
Web 2.0-Metriken
Expertise für das zweite Deutsche Fernsehen (ZDF)
Mit wachsender Verbreitung des Social Webs sind auch etablierte Medienanbieter aus Print und Rundfunk auf Plattformen wie Facebook, Twitter oder YouTube vertreten und suchen hier nach Wegen, die Resonanz auf die eigenen Angebote beim Publikum zu erfassen. Entsprechende Kennzahlen und Metriken sollen einerseits Aufschluss über die Entwicklung von Reichweiten geben, zum anderen den Stellenwert des eigenen Angebots im Wettbewerb mit anderen Anbietern verdeutlichen. Die vom Hans-Bredow-Institut erarbeitete Expertise wird die kommunikativen Aktivitäten im Social Web in einen allgemeinen begrifflichen Rahmen einordnen und eine Übersicht existierender Metriken und Werkzeuge vornehmen. ...mehr
Medienerziehung durch Eltern: Medienkompetenzförderung in der Familie zwischen Anspruch und Realität
Projekt in Kooperation mit dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
Medienerziehung ist ein Erziehungsbereich mit wachsender Bedeutung, da Medien den Kinder- und Familienalltag zunehmend durchdringen. Eine gelingende Medienerziehung setzt voraus, dass Eltern neben einer allgemeinen Erziehungskompetenz über eine eigene Medienkompetenz sowie über ausreichendes Wissen zur kindlichen Medienaneignung verfügen. Die elterlichen Vorstellungen über Medienerziehung, die medienerzieherische Praxis innerhalb der Familie, mögliche Widerstände, die eine Umsetzung der medienpädagogischen Leitvorstellungen erschweren, sowie Informationsbedarfe in Bezug auf das Thema stehen im Mittelpunkt dieses Projekts. ...mehr
Publikation
Erscheint in Kürze: Heft 2/2011 Medien & Kommunikationswissenschaft
u. a. mit dem Auftakt-Artikel der neuen Reihe „Methodeninnovationen in der Kommunikationswissenschaft“ von Armin Scholl zum Thema "Konstruktivismus und Methoden in der empirischen Sozialforschung". Außerdem mit Beiträgen zu Third-Person-Effekten bei der Wahrnehmung von Schönheitsidealen durch Frauen und Männer (Marco Dohle), zur "Illusion der Non-Mediation" beim 3D-Kino (Claudia Wegener/Jesko Jockenhövel), zur Kommerzialisierung des Medienjournalismus am Beispiel des 'Falls Berliner Zeitung'" (Dennis Lichtenstein) sowie zur "Multiplen Medialisierung" der Kasseler documenta (1955-2007) (Jürgen Wilke/Jasmin Schülke). ...mehr