Spielen im Netz - Zur Systematisierung des Phänomens Online-Games

Ein wichtiger Bestandteil der Video- und Computerspiel-Landschaft sind „Online-Games“, worunter ganz allgemein solche Spiele verstanden werden können, die im oder über das Internet spielbar sind. Aufgrund ihrer zunehmenden Verbreitung, die sich in steigenden Nutzerzahlen, aber auch in wachsenden Umsätzen der Branche ausdrückt, werden Potenziale und Risiken des Phänomens vermehrt in der Öffentlichkeit diskutiert, etwa in Hinblick auf Wirtschafts- und Standortförderung, medienpädagogische Herausforderungen oder allgemeine Veränderungen in einer mediatisierten Gesellschaft. Der Begriff „Onlinespiele“ wird jedoch in öffentlichen, wissenschaftlichen und in politischen Diskussionen sehr diffus verwendet.

Die Kurzstudie diskutiert vor diesem Hintergrund unterschiedliche Aspekte des Phänomens (Angebote und Märkte, Technik, Nutzung und Wirkungen, rechtliche Rahmenbedingungen), um eine weitere Auseinandersetzung mit Onlinespielen zu ermöglichen. Sie vereint unterschiedliche Zugänge (ökonomisch, technisch, sozial- und rechtswissenschaftlich) und identifiziert drei übergreifende Kriterien (Komplexität, Persistenz und Spieleranzahl), die ausschlaggebend für Form und Konsequenzen von Onlinespielen sind.

Die Expertise leistet damit wichtige Vorarbeiten und Differenzierungen für die weitere medienpolitische Auseinandersetzung, etwa im Hinblick auf eine Optimierung der Anwendungsbereiche medienspezifischer Normen. Zudem bildet sie eine wichtige Grundlage für Diskussionen und Untersuchungen in unterschiedlichen Disziplinen wie Sozialwissenschaften, Kommunikationswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaften, kann aber auch die öffentliche Auseinandersetzung mit den Entwicklungen dieses Bereichs befruchten.

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Dr. Jan-Hinrik Schmidt

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