Perspektiven der Fernsehnutzung in digitalen Medienumgebungen
Die zahlreichen neuen technischen Möglichkeiten in der Digitalisierung der Produktion, Verbreitung und Speicherung von Medieninhalten, die damit einhergehende zunehmende Bedeutung computergestützter Anwendungen und Dienstleistungen und das erst in Ansätzen erkennbar werdende Zusammenspiel zwischen verschiedenen Medien- und Kommunikationsdiensten eröffnen Spielräume für ganz unterschiedliche Szenarien des künftigen Fernsehens. In der öffentlichen Diskussion wird das Fernsehgerät zum Teil bereits als Fossil behandelt, das sehr bald von Computern, Handys oder anderen multifunktionalen Endgeräten abgelöst werden wird. Andere wiederum prophezeien dem Fernsehgerät eine große Zukunft – wenn es wesentliche Computerfunktionen integriert und zugleich den Zugang zu Online-Angeboten und zum Internet ermöglicht.
Die neuen technischen Optionen und nicht zuletzt ein gesellschaftlicher Wandel machen eine Abschätzung des zukünftigen Nutzerverhaltens schwierig. Daraus ergeben sich insbesondere Orientierungsprobleme für Fernsehanbieter, die darauf angewiesen sind, sich rechtzeitig auf anstehende Veränderungen des Nutzungsverhaltens einzustellen.
Vor diesem Hintergrund hat das Hans-Bredow-Institut im Auftrag des ZDF eine Expertise erstellt, die sich umfassend mit den aktuellen Entwicklungen am Fernsehmarkt beschäftigt. Verschiedene Aspekte des Nutzungsverhaltens wurden auf Basis entsprechender Befunde vorliegender Studien zusammengeführt und miteinander verknüpft, so dass sich ein Gesamtbild der derzeitigen Entwicklung und der darin erkennbar werdenden relevanten Trends ergab.
Contact person
Hans-Bredow-Institut
Dependance
Warburgstr. 8-10
20354 Hamburg
Tel. +49 (0)40 45 02 17 - 0
Fax +49 (0)40 45 02 17 - 99
Funding
Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)