Die Norag und die Kultur der 1920er Jahre in Hamburg
Unter dem Dach des interdisziplinären Forschungsverbunds zur Kulturgeschichte Hamburgs (www.fkghh.uni-hamburg.de) werden Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 die Hamburger Kulturszene zur Zeit der Weimarer Republik umfassend untersuchen und ihre Ergebnisse im Jahr 2010 einer breiten Öffentlichkeit vermitteln. Die Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland hat in diesem Projekt den Arbeitsbereich Rundfunk übernommen.
In den 1920er Jahren trat mit dem Rundfunk ein neues Massenmedium auf, das sich schnell zu einem wichtigen kulturellen Faktor entwickelte. Hamburg als wichtige Metropole in Norddeutschland wurde zum Sitz einer der großen regionalen Sendegesellschaften. Am 2. Mai 1924 startete der regelmäßige Sendebetrieb der „Nordischen Rundfunk Aktiengesellschaft“, der Norag. Die Norag als Institution mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie mit ihren vielfältigen Programmangeboten wurde innerhalb weniger Jahre zu einem maßgeblichen Akteur auf literarischem Gebiet, im Bereich des Musiklebens und der Unterhaltung sowie ganz entscheidend in Bezug auf die regionale Kultur und die niederdeutsche Sprache.
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