Medienrepertoires

Die Medienlandschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Dem Mediennutzer steht neben den „alten“, teils modifizierten Medien auch eine Vielzahl neuer Medienangebote zur Verfügung. Das von der DFG geförderte Projekt „Medienrepertoires sozialer Milieus im medialen Wandel – zur konzeptionellen und empirischen Grundlegung eines repertoire-orientierten Ansatzes der Mediennutzungsforschung“ beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Nutzer aus dem gesamten Medienangebot ihr persönliches Repertoire zusammenstellen und wie die nach und nach hinzukommenden Medien im Zeitverlauf in bestehende Repertoires integriert wurden.

Im Rahmen des Projekts werden ausgewählte Studien zur Mediennutzung (Massenkommunikation, Media Analyse, Typologie der Wünsche) im Hinblick auf medienübergreifende Nutzungsmuster reanalysiert. In der Erfassung und Beschreibung der Medienrepertoires liegt die wesentliche Zielsetzung des Projekts: Der Beschaffenheit der Repertoires ist zu entnehmen, wie die einzelnen alten und neuen Medien zusammenwirken und welche funktionalen Differenzierungen zu beob­achten sind. Die entsprechenden Analysen werden im Projektverlauf mit drei verschiedenen Datenquellen durchgeführt, um so Aufschluss über stabile Muster der Repertoirebildung einerseits und erhebungsbedingte Einzelbefunde andererseits zu erhalten. Betrachtet wird sowohl die aktuelle Zusammensetzung der Medienrepertoires als auch ihre Entwicklung im Zeitverlauf.

Das Projekt ist auf eine hohe Anschlussfähigkeit für weitere Forschungsrichtungen angelegt. Ein Anknüpfungspunkt findet sich in der Forschung über die Rolle der Medien im Alltag verschiedener Bevölkerungsgruppen, der bereits im Rahmen einer qualitativen Untersuchung innerhalb des geplanten Projekts aufgegriffen werden soll. In Vorbereitung ist ein Sammelband, der auf Beiträgen eines Symposions basiert, bei welchem Vertreter der akademischen wie der angewandten Nutzungsforschung ihre Analysen aktueller Medienrepertoires vorstellten.

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Prof. Dr. Uwe Hasebrink

Hans-Bredow-Institut
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