Media Users as Civil Society Actors

Die Mediennutzer gehören zu den schwach institutionalisierten Gruppen, die es schwer haben, sich gegenüber Medienunternehmen und Medienpolitik Gehör zu verschaffen und ihre Interessen in medienpolitische Debatten und in die Angebotsstrategien der Medienwirtschaft einzubringen. Im Rahmen eines von der EU-Kommission geförderten Kooperationsprojekts mit Partnern aus mehreren europäischen Ländern hat das Institut untersucht, welche Instrumente zur Förderung und Sicherung von Zuschauerinteressen in 29 europäischen Ländern entwickelt wurden und welche Modelle und Initiativen sich besonders bewährt haben.

Aufbauend auf den Ergebnissen dieses Projekts hat das Institut in Kooperation mit Partnern aus Bulgarien, Griechenland, Großbritannien, Italien, Spanien und der Schweiz ein Konzept für ein Projekt im 7. EU-Rahmenprogramm entwickelt. Das Konzept greift die neue Förderungsform „Research for the benefit of social groups“ auf; entsprechend gehört zu dem Projektkonsortium unter anderen EURALVA, die European Alliance of Listeners and Viewers Associations. Neben konzeptionellen und empirischen Schritten zur Untersuchung der Voraussetzungen, Einschränkungen und Fördermöglichkeiten einer zivilgesellschaftlichen Rolle der Mediennutzer zielt das Konzept auf die Gründung einer „European Platform for Media Citizens“ ab.

Im Hinblick auf aktuelle medienpolitische Diskussionen in Deutschland bringt das Institut die Erkenntnisse aus diesem Projektzusammenhang in die Überlegungen zum „Public Value“-Test sowie zu den Möglichkeiten eines kontinuierlichen Monitorings der Qualität der Medienangebote aus der Sicht der Nutzer ein.

Publications

  • Herzog, A. (2005): Country Reports Bulgaria, Czech Republic, Denmark, Estonia, Finland, Latvia, Lithuania, Norway, Poland, Slovakia, Sweden, Switzerland. In: Baldi, P. (Ed.), Broadcasting and Citizens. Viewers’ Participation and Media Accountability in Europe. Rom.

Contact person

Prof. Dr. Uwe Hasebrink

Hans-Bredow-Institut
Dependance
Warburgstr. 8-10
20354 Hamburg

Tel. +49 (0)40 45 02 17 - 0
Fax +49 (0)40 45 02 17 - 99

E-Mail

Funding

Europäische Kommission, E-Learning Programme