Jugendliche und Web 2.0
- Präsentation der Projektergebnisse am 29.4.2009
- Übersicht der bisherigen Veröffentlichungen und Vorträge im projektbegleitenden Weblog
- Jan-Hinrik Schmidt im Hörfunk-Interview zum Thema Digital Natives (hr2-podcast)
Der Begriff „Web 2.0“ hat sich eingebürgert, um diejenigen jüngeren Entwicklungen des Internets zu beschreiben, die dem einzelnen Nutzer gestiegene Möglichkeiten des onlinegestützten Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagements bieten. Jugendliche und junge Erwachsene gehören zu den stärksten Nutzern von Videoplattformen, Weblogs oder „Social Network Sites“ wie studiVZ. Allerdings gibt es bislang wenig darüber hinausgehende Erkenntnisse zu den Nutzungspraktiken in dieser Altersgruppe sowie ihren Konsequenzen, z. B. in Hinblick auf die Verschiebung von Grenzen zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre, auf die Einstellungen zu Datenschutz oder zum Umgang mit politisch oder anderweitig extremen Inhalten.
In dem von der LfM Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt hat das Hans-Bredow-Institut in Kooperation mit der Universität Salzburg Fallstudien zu ausgewählten Angeboten erstellt, qualitative Gruppen- und Einzelinterviews mit jugendlichen Nutzer/inne/n durchgeführt und über eine Repräsentativbefragung den Stellenwert von Web 2.0-Angeboten im Vergleich zu anderen Online-Angeboten und Medien der öffentlichen und interpersonalen Kommunikation ermittelt.
Die Befunde aus den verschiedenen empirischen Schritten sowie der Aufarbeitung des internationalen Forschungsstandes wurden aus den Perspektiven von Kommunikationssoziologie, Jugendforschung, Erziehungs- und Rechtswissenschaft interpretiert und diskutiert. Dadurch lassen sich Handlungsbedarfe und -optionen in den Bereichen öffentliche Kommunikation, Identitätsbildung, Medienkompetenz und Medienregulierung formulieren. Design und Vorgehen werden eng mit anderweitig spezialisierten Studien der Medien- und Jugendforschung im In- und Ausland abgestimmt, um so möglichst viele Anknüpfungspunkte zu anderen Forschungsfeldern zu gewährleisten.
In einem begleitenden Weblog (www.hans-bredow-institut.de/webzweinull) wurden vorläufige Thesen und Ergebnisse dokumentiert und diskutiert.
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Co-operation partners
I. Paus-Hasebrink, C. Wijnen (Universität Salzburg)
Funding
Landesanstalt für Medien NRW (LfM)