Fernsehen und soziokultureller Wandel

Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit dem Verhältnis der Entwicklung des Fernsehens und der Entwicklung der öffentlichen Diskussion über das Fernsehen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass in den letzten Jahren eine kontinuierliche Verschiebung der Tabugrenzen in Unterhaltungssendungen des Fernsehens stattgefunden hat - immer selbstverständlicher wird Intimes im Fernsehen präsentiert. Dabei ist es wahrscheinlich, dass eine solche Entwicklung nicht ohne ein gewisses Maß an öffentlicher Zustimmung möglich geworden ist.

Anhand einer diskursanalytisch ausgerichteten, historischen Rekonstruktion von Debatten aus den Printmedien, die im Anschluss an umstrittene Unterhaltungssendungen entstanden sind, zeichnet das Projekt nach, wie in der Öffentlichkeit mit dieser Entwicklung umgegangen wurde. So soll ermittelt werden, wie sich parallel zu der Veränderung der Angebote des Fernsehens die öffentliche Meinung über gesellschaftliche Normen und die Rolle des Mediums Fernsehen verschoben hat.

Funding

Graduiertenförderung der Universität Hamburg