Tipp: Big Data für die Gesundheit. Wem nützt es?

Berlin, 10. Februar 2016. Eine Veranstaltung des HIIG in Kooperation mit dem Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation in der Reihe "Big data: big power shifts?" von 19-20:30,Einlass: 18.30, in der Hörsaalruine des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité, Charitéplatz 1 (auf dem Gelände: Virchowweg 16),  10117 Berlin-Mitte, zur Anmeldung

Big Data nährt große Hoffnungen auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die Menschenleben retten können. Big Data verspricht weiterhin bessere, individualisierte Therapien und eine Entlastung des Gesundheitssystems durch maßgeschneiderte Leistungen und einen effizienteren Ressourceneinsatz. Zugleich ist die Furcht vor der Verletzung der Privatsphäre, Datenmissbrauch und Diskriminierung mit Blick auf Gesundheitsdaten besonders groß und entsprechend strenge Regelungen gelten für die Auswertung dieser Daten.

Wer verfügt eigentlich über Gesundheitsdaten? Wer kann sie nutzen und für welche Zwecke? Wer profitiert am Ende?

Prof. Dr. Christof von Kalle, geschäftsführender Direktor am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg, und Christian Klose, Geschäftsführer Markt der AOK Nordost, haben sich in ihren Dialogvorträgen mit den komplexen Bedeutungen und Auswirkungen von Big Data für das Gesundheitswesen beschäftigt. Prof. Dr. Ingrid Schneider, Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Hamburg, hat im Anschluss die aufgeworfenen Thesen und Aussagen hinterfragt und die Diskussion geleitet.
Die Veranstaltung war ein Keynote-Dialog der Reihe Big data: big power shifts?, die das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) in Kooperation mit dem Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation organisiert.

Obwohl Big Data ein wichtiger Schwerpunkt der öffentlichen Debatte rund um Internetthemen ist, bleibt unklar, welche Auswirkungen Big Data wirklich auf unsere Gesellschaft haben wird. Mayer-Schönberger & Cukier behaupten, dass Big Data einer "Revolution, die unser Leben, Arbeiten und Denken maßgeblich verändern wird" gleicht. Während Revolutionen jedoch einen tiefgreifenden Machtwechsel voraussetzen, gibt es wenig Beweise und kaum Debatte darüber, ob und, falls ja, wie Big Data diese Machtverhältnisse beeinflussen wird.

Die Veranstaltungsreihe lädt verschiedene Experten und Visionäre ein, um dieses Thema von verschiedenen Standpunkten zu diskutieren und wird dabei durch eine Sonderedition des Internet Policy Review begleitet.

Die Veranstaltungsreihe Big data: big power shifts? wird von Dr. Lena Ulbricht, WZB Research Fellow kuratiert.