Online-Jugendschutz – geht’s noch?
Symposium von Medienanstalt Hamburg Schleswig / Holstein (MA HSH), Hans-Bredow-Institut und Handelskammer Hamburg, Mittwoch, 25. Mai 2011, 10.00 Uhr, ganztägig, in der Handelskammer Hamburg. Programm (pdf-Datei)
Zum Jahresende 2010 ist die Novelle des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) überraschend gescheitert. Nun sollten die Erfahrungen aus der Diskussion im vergangenen Jahr genutzet und die Anforderungen an einen angemessenen Jugendmedienschutz klarer definiert werden.
Im Rahmen des Symposiums „Online-Jugendschutz – geht’s noch?“ diskutierten Unternehmer und Wissenschaftler, Befürworter und Kritiker des JMStV die Problemstellen der Reform – mit dem Ziel, die Vorstellungen aller Betroffenen genauer zu erfassen und deutlicher zu artikulieren.
Vormittags analysierten Vertreter von TV-Veranstaltern, Verlagen, Games-Produzenten und sozialen Netzwerken die Bedürfnisse der Wirtschaft und wandten sich unter anderem folgenden Fragen zu: Welche Interessen formulieren unterschiedliche Branchen im Hinblick auf den Online-Jugendschutz? Was waren die Erwartungen, worauf war man vorbereitet, wie ist die Lage jetzt?
Am Nachmittag ging es prinzipieller um die Frage, inwieweit der Kommunikationsraum Internet Besonderheiten aufweist, die gegebenenfalls stärker als bisher auch regulatorisch berücksichtigt werden müssen. Zudem diskutierten Experten die Potenziale und praktischen Probleme der freiwilligen Selbstkennzeichnung.
Die Veranstaltung endet mit einem Stehempfang auf dem Dach der Handelskammer.
Das Symposium „Online-Jugendschutz – geht’s noch?“ hat die gemeinsame Veranstaltungsreihe von MA HSH, Hans-Bredow-Institut und Handelskammer Hamburg fortgesetzt.
Programm
10.00 Uhr Begrüßung
Dr. Thomas M. Schünemann, Vizepräses Handelskammer Hamburg
Thomas Fuchs, Direktor Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH)
10.15 Uhr Keynote
Intelligenter Online-Jugendschutz – Bedeutung von und für Hamburg
Olaf Scholz, Erster Bürgermeister Freie und Hansestadt Hamburg
10.45 Uhr Impuls
Mediennutzung im Zeitalter der Konvergenz - welchen Jugendschutz wünscht sich der Kunde?
Dr. Holger Enßlin, Vorstand Recht, Regulierung und Distribution Sky Deutschland AG
11.00 Uhr Podiumsdiskussion
Welche Branche braucht welchen Online-Jugendschutz?
Dr. Holger Enßlin, Vorstand Recht, Regulierung und Distribution Sky Deutschland AG
Nils-Holger Henning, CCO Bigpoint GmbH
Dr. Thilo von Trott, Leiter Public Affairs + Corporate Responsibility Gruner + Jahr AG & Co KG
Carola Witt, Jugendschutzbeauftragte Norddeutscher Rundfunk
Moderation: Werner Lauff, Medienexperte und Publizist
12.15 Uhr Mittagsimbiss
13.15 Uhr
Einführung Anforderungen an einen netzadäquaten Jugendschutz
Dr. Wolfgang Schulz, Direktor Hans-Bredow-Institut; Mitglied Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft
13.30 Uhr
Kommunikationsraum Internet – brauchen wir ein neues Paradigma für den Jugendschutz?
Vorträge mit anschließender Diskussion
Wie funktioniert der Kommunikationsraum Internet?
Dr. Stefan Münker, Privatdozent Institut für Medienwissenschaft Universität Basel
Adäquater Rechtsrahmen für den Kommunikationsraum Internet
Prof. Dr. Mark D. Cole, Professor für das Recht der neuen Informationstechnologien, Medien- und Kommunikationsrecht Universiät Luxemburg
14.30 Uhr Kaffeepause
14.45 Uhr
Potenziale und Probleme der Selbstkennzeichnung: Welche Modelle sind praktikabel?
Impuls
Stefan Schellenberg, Online-Management-Konto
Vorträge mit anschließender Diskussion
Birgit Braml, Stv. Leiterin Stabstelle Kommission für Jugendmedienschutz (KJM)
Otto Vollmers, Juristischer Referent Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)
Alvar C. H. Freude, Diplom-Kommunikations-Designer (FH), Medienkünstler und Mitgründer Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur
16.15 Uhr
Resümee
Dr. Wolfgang Schulz, Direktor Hans-Bredow-Institut, Mitglied Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft
16.30 Uhr
Stehempfang / Ausklang
Merkur-Terrasse auf dem Dach der Handelskammer