Communicative Figurations

Bremen, 7. bis 9.12.2016.  Internationale Konferenz zum miteinander verwobenen Wandel von Kommunikation, Medien, Gesellschaft und Kultur, veranstaltet vom Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung der Universität Bremen (ZeMKI) in Kooperation mit dem Hans-Bredow-Institut und dem SOCIUM an der Universität Bremen im Haus der Wissenschaft, Sandstr. 4/5, Bremen Programm

Die internationale Tagung versammelte zahlreiche Gastreferenten aus ganz Europa und den USA. Im Mittelpunkt der Konferenz stand die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Wandel von Kommunikation vor dem Hintergrund der zunehmenden Komplexität der Medienumgebung. Richard Rogers (Digital Method Initiative, University of Amsterdam) und Gina Neff (Oxford Internet Institute, University of Oxford) hielten die Keynotes.

Medienkommunikation ist in unserer heutigen Lebenswelt unabdingbar geworden: Arbeit, Freizeit, Sozialisation, die Öffentlichkeit und öffentliches Handeln etc. werden durch verschiedene Arten medienvermittelter Kommunikation artikuliert. Sogar aus einem historischen Blickwinkel ist es nahezu unmöglich, sich die vielgestaltigen und oft auch widersprüchlichen Prozesse der Moderne ohne Medien vorzustellen. Heute sind verschiedenste Bereiche der sozialen Welt derart eng mit (digitalen) Medien verbunden, dass sie in ihrer gegenwärtigen Form nicht ohne Medien existieren könnten. In diesem Sinne leben wir in Zeiten tiefgreifender Mediatisierung.

Es sind jedoch nicht nur einzelne Medien, die sich als treibende Kräfte für die zunehmende Komplexität der Medienumgebung erweisen. Mit der Verbreitung von verschiedenen technischen Kommunikationsmedien - Fernsehen, Radio, das Mobiltelefon, Internetplattformen etc. - werden wir mit einer vielseitigen Medienwelt konfrontiert, die verschiedene Prozesse der Remediation und Transmediation stimuliert. Und weil heute Medien immer mehr softwarebasiert und internetbezogen sind, wird ihre Nutzung auch stärker mit Prozessen der Datafizierung verwoben. Wie können wir diese Transformation der Kommunikation in Zeiten tiefgreifender Mediatisierung erforschen? Wie verändern sich die Figurationen des Zusammenlebens mit der Medienumgebung?

Die internationale Konferenz nahm diese grundsätzlichen Fragen ernst und stellte die Transformation von Kommunikation und ihrer Figurationen durch die Vielfalt der Medien in den Mittelpunkt. Der Schwerpunkt der Konferenz lag auf der Transformation von Journalismus, Religion, Bildung, Gemeinschaften, Politik und öffentlichem Diskurs. Darüber hinaus beschäftigte sich die Konferenz mit (digitalen) Methoden, die zur Untersuchung von Transformationsprozessen eingesetzt werden. Die Konferenz bildete den Abschluss der Creative Unit "Kommunikative Figurationen" an der Universität Bremen, die im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert wurde.

Das vollständige Programm kann hier abgerufen werden.

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