Hans-Bredow-Institut für Medienforschung

Einladung zur Veranstaltung macht|medienmacht|meinung

Symposium von MA HSH, Hans-Bredow-Institut und Handelskammer Hamburg am Dienstag, 5. Juni 2012

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Wie informiert sich die Gesellschaft, wer bestimmt darüber - und wie kann man diesen Einfluss wirksam begrenzen? Bei der Vermittlung von Informationen, die für uns alle relevant sind, beobachten wir strukturelle Veränderungen: Für die Anbieter von klassischen und neuen Medien spielen Plattformen wie iTunes oder soziale Medien wie Twitter oder Facebook eine immer größere Rolle bei der Verbreitung ihrer Angebote. Gleichzeitig entscheiden die Nutzer nach veränderten Kriterien darüber, welche Informationsangebote sie für vertrauenswürdig und wichtig halten. Die rechtlichen Grundlagen, die verhindern sollen, dass eine Person oder ein Unternehmen vorherrschende Meinungsmacht erlangt, bilden diese Veränderungen noch nicht ab.

Daher wird im Rahmen des Symposiums „macht|medienmacht|meinung“ von MA HSH, Hans-Bredow-Institut und Handelskammer Hamburg zunächst der Frage nachgegangen, wie die Gesellschaft sich heute informiert, was Meinungsmacht unter den jetzigen Rahmenbedingungen überhaupt heißt und wo tatsächlich neue Möglichkeiten bestimmender Einflüsse bestehen.

Anschließend diskutieren Vertreter der Wirtschaft, Regulierer und Wissenschaftler, welche konzeptionellen Veränderungen erforderlich erscheinen, damit Medienkonzentrationsrecht, Plattformregulierung und Kartellrecht in einem fein abgestimmten Zusammenspiel Meinungsmacht verhindern und faire Wettbewerbsbedingungen sichern können.

Gegen 16.30 Uhr endet die Veranstaltung mit einem Stehempfang auf dem Dach der Handelskammer.

Das Symposium "macht|medienmacht|meinung“ setzt die gemeinsame Veranstaltungsreihe von MA HSH, Hans-Bredow-Institut und Handelskammer Hamburg fort.

Programm

10.00 Uhr

Begrüßung

Dr. Thomas M. Schünemann
Vizepräses Handelskammer Hamburg

Thomas Fuchs
Direktor MA HSH / Vorsitzender Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) und Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK)

 

10.15 Uhr
Vorträge mit anschließender Diskussion

Was soll Vielfaltssicherung?

Prof. Dr. Christoph Neuberger
Professor für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Medienwandel, Universität München

Prof. Dr. Helge Rossen-Stadtfeld
Professor für Öffentliches Recht, Universität der Bundeswehr München

Prof. Dr. Klaus Schönbach
Professor für Allgemeine Kommunikationswissenschaft, Forschungsschwerpunkt Politische Kommunikationswissenschaft, Universität Wien

Moderation
Prof. Dr. Wolfgang Schulz
Direktor Hans-Bredow-Institut, Mitglied Enquete-Kommision Internet und digitale Gesellschaft

 

11.30 Uhr
Kaffeepause

 

11.45 Uhr
Vorträge

Wie informiert sich die Gesellschaft heute?

Prof. Dr. Uwe Hasebrink
Direktor Hans-Bredow-Institut / Professor für Empirische Kommunikationswissenschaft, Universität Hamburg

Dr. Jan-Hinrik Schmidt
Wissenschaftlicher Referent Hans-Bredow-Institut

 

12.30 Uhr
Mittagsimbiss

 

13.30 Uhr
Keynote

Von der Information zur Orientierung

Olaf Scholz
Erster Bürgermeister Freie und Hansestadt Hamburg

 

14.00 Uhr
Podiumsdiskussion

Welches Medienkonzentrationsrecht braucht die Medienwirtschaft?

Dr. Robin Houcken
Geschäftsführer Studio Hamburg GmbH

Jan Kottmann
European Policy Councel Google Germany

Erwin Linnenbach
Sprecher der Geschäftsführung Regiocast GmbH & Co. KG

Dr. Tobias Schmid
Bereichsleiter Medienpolitik RTL Television GmbH

Helmut Verdenhalven
Mitglied der Geschäftsleitung/Leiter Medienpolitik Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V.

Moderation
Götz Hamann
Redakteur Wirtschaft Die Zeit

 

15.00 Uhr
Kaffeepause

 

15.15 Uhr
Podiumdiskussion

Wie sieht eine zukunftsfähige Vielfaltssicherung aus?

Prof. Dr. Rainer Bechtold
Partner Anwaltskanzlei Gleiss Lutz

Dr. Carsten Brosda
Leiter Amt Medien Senatskanzlei Freie und
Hansestadt Hamburg

Thomas Fuchs
Direktor MA HSH
Vorsitzender Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) und Kommission für
Zulassung und Aufsicht (ZAK)

Prof. Dr. Ralf Müller-Terpitz
Stv. Vorsitzender Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK)

Moderation
Dr. Thorsten Grothe
Grothe Medienberatung

 

16.15 Uhr

Resümee

Prof. Dr. Wolfgang Schulz

Direktor Hans-Bredow-Institut, Mitglied Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft

 

16.30 Uhr

Stehempfang / Ausklang auf der Merkur-Terrasse auf dem Dach der Handelskammer

Biografien Hamburger Medienmacher: von Rudolf Augstein über Egon Monk bis Peter von Zahn

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Die Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland recherchiert derzeit Biografien bedeutender Hamburger Medienmacher. Dokumentiert und veröffentlicht werden diese im Online-Lexikon „Hamburger Persönlichkeiten“, das die Gesellschaft Harmonie von 1789 und das Museum für Hamburgische Geschichte 2009 ins Leben gerufen haben und pflegen. Den Bereich „Medien“ innerhalb des Personenlexikons haben Mitarbeiter der Forschungsstelle übernommen; seit April 2012 ergänzen sie das wachsende Online-Lexikon um Kurzbiografien bedeutender Hamburger von Rudolf Augstein über Egon Monk bis Peter von Zahn.

Die Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland (FGRN) ist ein Kooperationsprojekt des Hans-Bredow-Instituts mit der Universität Hamburg (Department Sprache Literatur Medien I) und dem NDR.

Ziel der Forschungsstelle ist es, medienhistorische Prozesse wissenschaftlich aufzuarbeiten, in Kooperation mit den Rundfunkanbietern den engen Austausch zwischen rundfunkhistorischer Forschung und Rundfunkpraxis zu fördern sowie in Kooperation mit der Universität Hamburg und anderen Forschungseinrichtungen die medienwissenschaftliche Forschungs- und Lehraktivitäten zu stärken.

Comparing Media Policy and Regulation

GMaC-Lunch mit einem englisch-sprachigen Vortrag von Dr. Manuel Puppis, Gastwissenschaftler am Hans-Bredow-Institut und an der Graduate School Media and Communication (GMaC), und anschließender Diskussion am 15. Mai 2012 von 12-14 Uhr im 1. OG des Hans-Bredow-Instituts, Heimhuder Straße 21, 20148 Hamburg, die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung per Mail wird gebeten, Lunch ist selbst mitzubringen

As scholars are expected, among other things, to deliver fresh ideas to policy-makers, comparative research can play a crucial role in finding adequate ways to reform media regulation and governance mechanisms. Despite its undeniable merits for research and policy-makers, comparing media policy and regulation is subject to various pitfalls and limitations. Hence, this presentation aims at clarifying how exactly comparing media policy and regulation works in practice. It suggests four different steps of comparing media policy and regulation (selecting cases; identifying dimensions; collecting data; performing the actual comparison), arguing that future research should move beyond geographical boundaries (e.g., the nation-state) and media systems. Furthermore, the most influential handbooks and key comparative studies are presented, emphasizing that past research has mainly been interested in instruments of broadcasting regulation in primarily Western countries, and that causal comparisons using macro-qualitative methods are virtually non-existent.

Privatsphäre im Netz: „Als Exhibitionismus missverstanden“

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Für die taz hat Felix Kartte ein Interview mit Jan-Hinrik Schmidt, wissenschaftlicher Referent für digitale Medien und politische Kommunikation am Hans-Bredow-Institut, geführt, in dem es um die schwammige Grenze von privat und öffentlich im Netz geht, um Acta und eine Sensibilisierung im Umgang mit den eigenen Daten sowie die Rolle von Facebook für die Persönlichkeitsentwicklung ... zum Artikel auf taz.de

Veranstaltungstipp: Exzessive Mediennutzung – Herausforderung für Familie, Jugendhilfe und Beratung

Veranstaltung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. am 26. April 2012 in der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, Brandenburgsaal, Heinrich-Mann-Allee 107, 14473 Potsdam

Anmeldung unter www.jugendschutz-veranstaltung.de

Computer und Internet, Facebook und Computerspiele online/offline — die interaktiven digitalen Medien sind aus der Welt von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Eltern und pädagogische Fachkräfte stehen dieser Entwicklung oft skeptisch gegenüber und Konflikte im Familienalltag sind vorprogrammiert und wirken belastend. Besonders wenn die Nutzung von Internet und Computerspielen überhand nehmen, sehen Eltern die Gefahr,.dass aus der exzessiven Mediennutzung eine Sucht werden könnte. Auf der Suche nach Lösungen wenden sie sich an Schule, Jugendhilfe und Erziehungsberatung oder Suchthilfe.

  • Wie aber stellt sich das Problem der exzessiven Mediennutzung dar?
  • Handelt es sich um ein jugendkulturell typisches Phänomen oder doch um ein problematisches Verhalten?
  • Wie nutzen junge Menschen die interaktiven Unterhaltungsmedien?
  • Was macht Computerspiele und Social Networks so attraktiv?
  • Woran erkenne ich, wenn die Risiken überhand nehmen?
  • Was können wir als Eltern / Fachkräfte tun, wenn wir ein Problem erkennen?
  • Wie können wir als Eltern / Fachkräfte unsere Erziehungsaufgabe wahrnehmen und uns die nötige Medienkompetenz aneignen?
  • Welche Möglichkeiten hat der Jugendschutz?

Vertreter/innen von Jugendhilfeinstitutionen, Erziehungsberatungsstellen und Suchtberatungsstellen waren herzlich eingeladen, diese Fragen im Rahmen der Veranstaltung mit Experten zu diskutieren.

Programm

10.00 Uhr Ankommen und Begrüßung

10.30 Uhr
Kompetenzen und exzessive Nutzung bei Computerspielern: Chancen und problematische Aspekte von Computerspielen aus medienpädagogischer Perspektive
Dr. Claudia Lampert, Hans-8redow-lnstitut, Hamburg

11.30 Uhr Kaffeepause

12.00 Uhr
EXIF — Exzessive Internetnutzung in Familien: Ergebnisse einer aktuelle Studie zum Zusammenhang zwischen exzessiver Internetnutzung Jugendlicher und dem (medien)erzieherischen Handeln in deren Familien
Prof Dr. Rudolf Kammerl, Universität Hamburg, Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft

13.00 Uhr Mittagspause

13.45 Uhr
Technische Möglichkeiten der Zeitbegrenzung für Eltern
Mark Bootz, Leiter technischer jugendschutz, jugendschutz. net, Mainz

14.00 Uhr
Workshops

Exzessive Mediennutzung

.... in der Erziehungsberatung
Cordula Dernbach, Erziehungsberatungsstelle der Caritas Aschaffenburg, Onlineberaterin Bundeskonferenz für Erziehungsberatung

... in Jugendarbeit und Schule
Jens Wiemken, Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen, Hannover

... in der Suchtberatung
Jannis Wlachojiannis, Lost in space, Berlin

... in der Familie am Beispiel der Eltern-Medien-Beratung
Susanne Schmitt und Klaus Hinze, Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V., Potsdam.

15.15 Uhr
Exzessive Medien nutzung — Herausforderung für Jugendschutz und Erziehung
Podiumsgespräch
Mark Bootz, jugendschutz.net
Cordula Dernbach, Caritas-Erziehungsberatung
Claas Oehler, G.A.M.E. - Bundesverband der Computerspielindustrie e.V., Berlin (angefragt)
Klaus Hinze, Aktion Kinder- und jugendschutz Brandenburg e.V.

16.00 Uhr Ende

Moderation: Wiebke Matthesius

Der PARITÄTISCHE Landes verband Brandenburg e.V

Medienkonzentration - Homogenisierung der Inhalte? Forschungsperspektiven aus Chile und Deutschland

Workshop des Erasmus-Studiengangs "Journalism, Media & Globalisation" und der Graduate School Media and Communication (GMaC) mit Vorträgen von Prof. Dr. María Elena Gronemeyer, Pontificia Universidad Católica in Santiago de Chile, sowie Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Universität Hamburg und Hans-Bredow-Institut, am Mittwoch, den 25. April 2012, 12-14 Uhr ct, im Konferenzraum des Research Center for Media and Communication, Mittelweg 176, Hamburg.

  • Zeit:  12-14 Uhr c.t., 25. April 2012

  • Ort: Konferenzraum des Research Center for Media and Communication, Mittelweg 176, Hamburg, 5. OG (wegen Bauarbeiten benutzen Sie bitte den Nebeneingang nahe der Bushaltestelle/Ecke Fontenay)

Aktuelle Ergebnisse aus zwei laufenden Forschungsprojekten wurden in diesem Workshop unter der Frage diskutiert, welche Folgen Medienkonzentration haben kann, wie man diese Folgen aufspürt und wie man sie – vor allem bei der wachsenden Vielfalt crossmedialer Informationsrepertoires - bewerten kann.

María Elena Gronemeyer ging in ihrem Projekt den Folgen der Medienkonzentration auf die Inhalte von Tageszeitungen nach. Sie untersucht Leitartikel und Berichte mehrerer chilenischer Zeitungen aus drei Jahren unter der Fragestellung, ob Medienkonzentration zu einer Homogenisierung der Inhalte und der vertretenen Meinungen in der chilenischen Presse führt. Vor dem Hintergrund des von McQuail (1998) geprägten Begriffs der Vielfalt, unterscheidet sie zwischen einer Homogenität der Aussagen innerhalb einer Zeitung (Basis: Leitartikel und Berichte) sowie der Homogenität zwischen Zeitungen.

Uwe Hasebrink warf aus Nutzerperspektive die Frage nach Indikatoren für Meinungsvielfalt auf. Auf Basis erster Ergebnisse aus einem Projekt, das sich mit den Informationsrepertoires in Deutschland beschäftigt, diskutierte er, was die Folgen von Konvergenz und Crossmedia für Konzentrationsbekämpfung sind bzw. sein können.

Damit wurden im Workshop sowohl die Perspektive der Inhalte als auch die der Nutzer(innen) berücksichtigt.

Die Veranstaltung war kostenlos.

macht|medienmacht|meinung

Wie informiert sich die Gesellschaft, wer bestimmt darüber - und wie kann man diesen Einfluss wirksam begrenzen? Ein Symposium von Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH), Hans-Bredow-Institut und Handelskammer Hamburg am Dienstag, 5. Juni 2012, von 9.30 bis 16.00 Uhr in der Handelskammer Hamburg.

Bei der Vermittlung von Informationen, die für uns alle relevant sind, beobachten wir strukturelle Veränderungen: Für die Anbieter von klassischen und neuen Medien spielen Plattformen wie iTunes oder soziale Medien wie Twitter oder Facebook eine immer größere Rolle bei der Verbreitung ihrer Angebote. Gleichzeitig entscheiden die Nutzer nach veränderten Kriterien darüber, welche Informationsangebote sie für vertrauenswürdig und wichtig halten.

Die rechtlichen Grundlagen, die verhindern sollen, dass eine Person oder ein Unternehmen vorherrschende Meinungsmacht erlangt, bilden diese Veränderungen noch nicht ab. Daher wird im Rahmen des Symposiums „macht|medienmacht|meinung“ von MA HSH, Hans-Bredow-Institut und Handelskammer Hamburg zunächst der Frage nachgegangen, wie die Gesellschaft sich heute informiert, was Meinungsmacht unter den jetzigen Rahmenbedingungen überhaupt heißt und wo tatsächlich neue Möglichkeiten bestimmender Einflüsse bestehen.

Anschließend diskutieren Vertreter der Wirtschaft, Regulierer und Wissenschaftler, welche konzeptionellen Veränderungen erforderlich erscheinen, damit Medienkonzentrationsrecht, Plattformregulierung und Kartellrecht in einem fein abgestimmten Zusammenspiel Meinungsmacht verhindern und faire Wettbewerbsbedingungen sichern können.

Gegen 16.30 Uhr endet die Veranstaltung mit einem Stehempfang auf dem Dach der Handelskammer.

Das Symposium "macht|medienmacht|meinung“ setzt die gemeinsame Veranstaltungsreihe von MA HSH, Hans-Bredow-Institut und Handelskammer Hamburg fort.

Programm

10.00 Uhr

Begrüßung

Dr. Thomas M. Schünemann
Vizepräses Handelskammer Hamburg

Thomas Fuchs
Direktor MA HSH / Vorsitzender Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) und Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK)

10.15 Uhr
Vorträge mit anschließender Diskussion

Was soll Vielfaltssicherung?

Prof. Dr. Christoph Neuberger
Professor für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Medienwandel, Universität München

Prof. Dr. Helge Rossen-Stadtfeld
Professor für Öffentliches Recht, Universität der Bundeswehr München

Prof. Dr. Klaus Schönbach
Professor für Allgemeine Kommunikationswissenschaft, Forschungsschwerpunkt Politische Kommunikationswissenschaft, Universität Wien

Moderation
Prof. Dr. Wolfgang Schulz
Direktor Hans-Bredow-Institut, Mitglied Enquete-Kommision Internet und digitale Gesellschaft

11.30 Uhr
Kaffeepause

11.45 Uhr
Vorträge

Wie informiert sich die Gesellschaft heute?

Prof. Dr. Uwe Hasebrink
Direktor Hans-Bredow-Institut / Professor für Empirische Kommunikationswissenschaft, Universität Hamburg

Dr. Jan-Hinrik Schmidt
Wissenschaftlicher Referent Hans-Bredow-Institut

12.30 Uhr
Mittagsimbiss

13.30 Uhr
Keynote

Von der Information zur Orientierung

Olaf Scholz
Erster Bürgermeister Freie und Hansestadt Hamburg

14.00 Uhr
Podiumsdiskussion

Welches Medienkonzentrationsrecht braucht die Medienwirtschaft?

Dr. Robin Houcken
Geschäftsführer Studio Hamburg GmbH

Jan Kottman
European Policy Councel Google Germany

Erwin Linnenbach
Sprecher der Geschäftsführung Regiocast GmbH & Co. KG

Dr. Tobias Schmid
Bereichsleiter Medienpolitik RTL Television GmbH

Helmut Verdenhalven
Mitglied der Geschäftsleitung/Leiter Medienpolitik Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V.

Moderation
Götz Hamann
Redakteur Wirtschaft Die Zeit

15.00 Uhr
Kaffeepause

15.15 Uhr
Podiumdiskussion

Wie sieht eine zukunftsfähige Vielfaltssicherung aus?

Prof. Dr. Rainer Bechtold
Partner Anwaltskanzlei Gleiss Lutz

Dr. Carsten Brosda
Leiter Amt Medien Senatskanzlei Freie und
Hansestadt Hamburg

Thomas Fuchs
Direktor MA HSH
Vorsitzender Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) und Kommission für
Zulassung und Aufsicht (ZAK)

Prof. Dr. Ralf Müller-Terpitz
Stv. Vorsitzender Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK)

Moderation
Dr. Thorsten Grothe
Grothe Medienberatung

16.15 Uhr

Resümee

Prof. Dr. Wolfgang Schulz

Direktor Hans-Bredow-Institut, Mitglied Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft

16.30 Uhr

Stehempfang / Ausklang auf der Merkur-Terrasse auf dem Dach der Handelskammer

M&K-Sonderband Nr. 2 "Grenzüberschreitende Medienkommunikation"

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herausgegeben von Hartmut Wessler und Stefanie Averbeck-Lietz, mit Beiträgen von Hartmut Wessler / Stefanie Averbeck-Lietz; Andreas Hepp; Klaus-Dieter Altmeppen / Matthias Karmasin / M. Bjørn von Rimscha; Manuel Puppis / Matthias Künzler / Otfried Jarren; Michael Brüggemann; Anke Offerhaus; Jürgen Gerhards / Mike S. Schäfer, Manuel Adolphsen / Julia Lück; Thilo von Pape / Thorsten Quandt / Michael Scharkow / Jens Vogelgesang; Daniela Schlütz. Inhaltsverzeichnis

Zum Inhalt

Immer mehr medienvermittelte Kommunikation überschreitet, überwindet oder unterminiert nationale und kulturelle Grenzen. Der Sonderband liefert eine Zwischenbilanz der Forschung zur grenzüberschreitenden Medienkommunikation im deutschsprachigen Raum. Er versammelt transnationale und transkulturelle Ansätze und präsentiert Befunde über Medienstrukturen und -strategien, Medienproduktion und -inhalte, Mediennutzung und -wirkung sowie Theoriebildung. Er macht deutlich, in welcher Weise die Forschung zur grenzüberschreitenden Medienkommunikation selbst transnational und transdisziplinär vernetzt ist,
und eröffnet Ausblicke auf zukünftige Forschungsthemen.

Zu den Herausgebern

Hartmut Wessler ist Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Mannheim. Stefanie Averbeck-Lietz ist Professorin für Kommunikations- und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt „Medienwandel“ am Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung der Universität Bremen (ZeMKI). Gemeinsam leiten sie die Fachgruppe Internationale und Interkulturelle Kommunikation in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) sowie das Netzwerk Interkulturelle und Internationale Kommunikation (NIIK).

Erschienen: M&K 2/2012

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u. a. mit Beiträgen zu Politischen Kultivierung am Vorabend, zur disziplinär-kognitiven Identität des kommunikationswissenschaftlichen Forschungsfelds „mediatisierte Kommunikation“, zu Nachrichtenfaktoren & User Generated Content, zur Frage, warum das Fernsehen in Deutschland auch nach dem Aufkommen des Internets die beliebteste Freizeitaktivität bleibt, und zum „Klassiker“ Max Weber. Inhaltsverzeichnis

Long Term Studies on Societal and Medial Change: The Example of the Trend Analyses by the Swedish SOM Institute

Blick in die Ideenschmiede der wichtigsten schwedischen Bevölkerungsumfragen am Freitag, den 23. März 2012, 15-17 Uhr c.t., in Raum 106 des Pädagogischen Instituts der Universität Hamburg, Von-Melle-Park 8, 20146 Hamburg, Präsentation und Diskussion in englischer Sprache, Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich

  • Tagungsort: Universität Hamburg, Pädagogisches Institut, Raum 106, Von-Melle-Park 8, 20146 Hamburg.
  • Anfahrt Tagungsort: per Bus mit der Nr. 5 zur Haltestelle Grindelhof, ca. 2 Min. Fußweg, per Bahn zum Bahnhof Dammtor, ca. 10 Min. Fußweg; per Auto: In Uni-Nähe sind nur sehr begrenzt Parkplätze zu finden, bitte nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel.
  • Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
  • Hintergrundinformationen zum SOM und seinen Studien (auf Englisch)
  • Anmeldeschluss ist Donnerstag, der 22. März 2012. Bitte melden Sie sich hier online an.

Das Institut für Society, Opinion, Media (SOM) der Universität Gothenburg, Schweden, führt seit 1986 jährliche, auf nationaler und regionaler Ebene repräsentative und unabhängige Trendanalysen zur den Themen Politik und Medien, Kultur und Lifestyle, Freizeit- und Gesundheitsverhalten etc. durch. Diese Befragungen haben sich zu einer Art Omnibus-Studie für die schwedischen Sozialwissenschaften entwickelt und dienen als Entscheidungsgrundlage in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Das SOM evaluiert jährlich seine Studien und konzipiert neue Erhebungen auf einer Klausurtagung, die in diesem Jahr auf Einladung des Hans-Bredow-Instituts in Hamburg stattfinden wird. In einem zweistündigen Fenster am Freitag, den 23. März 2012, bietet das SOM die Gelegenheit, die Studien des SOM kennenzulernen.

Bei Omnibus- oder Mehrthemenuntersuchungen werden in einer einzigen Erhebung (sog. Sammelumfrage) mehrere Themen von verschiedenen Auftraggebern abgefragt, die sich somit die Fixkosten der Studie, die einen großen Anteil an den Gesamtkosten darstellen, teilen.

Eltern – Kinder – Medien: Zur Rolle der Medien in der Familie

Tagung des Hans-Bredow-Instituts und des Research Center for Media and Communication (RCMC) zur Präsentation dreier aktueller Studien am Dienstag, den 27. März 2012, 13:30 - 18:00 Uhr, an der Universität Hamburg, Hauptgebäude Flügel West, 2. OG, Raum 211, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg, Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich

  • Tagungsort: Universität Hamburg, Hauptgebäude Flügel West, 2. OG, Raum 221, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg.
  • Anfahrt Tagungsort: per Bahn zum Bahnhof Dammtor, ca. 2 Min. Fußweg; per Auto: In Uni-Nähe sind nur sehr begrenzt Parkplätze zu finden, bitte nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel.
  • Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
  • Programm (pdf)
  • Anmeldeschluss ist Donnerstag, der 22. März 2012. Bitte melden Sie sich hier online an.

Die Mediennutzung beginnt in der Regel in der Familie und findet – trotz zunehmender Mobilisierung – zu großen Teilen in der Familie statt. Sie stiftet Gemeinschaft, aber schürt durchaus auch Konflikte. Welche Rolle Medien heute in und für die Familie spielen, wird an drei aktuellen Studien aufgezeigt. Gemeinsam ist den Untersuchungen, dass sie die Mediennutzung innerhalb der Familie nicht nur aus einer Perspektive, sondern sowohl aus Eltern- als auch aus Kindersicht beleuchten.

  • Die „FIM-Studie“ des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs) präsentiert umfassende Daten zur Kommunikation und Mediennutzung in der Familie.
  • In der im Auftrag des BMFSFJ durchgeführten Studie „EXIF - Exzessive Internetnutzung in Familien“ werden die Zusammenhänge zwischen einer problematischen Computer- und Internetnutzung von Jugendlichen und dem Umgang mit Medien in der Familie eingehender beleuchtet.
  • In Ergänzung steht hierzu das Projekt „EU Kids Online“, in dem die kindliche Onlinenutzung aus Sicht der Eltern und der Kinder in 25 europäischen Ländern untersucht wird.

Im Anschluss an die Vorträge wird gemeinsam mit den Referenten die Frage diskutiert, welche Herausforderungen und Handlungsbedarfe sich aus den Untersuchungen im Hinblick auf Eltern, Politik und Forschung ergeben.

Progamm

13.30
Ankommen

14.00

Begrüßung
Prof. Dr. Uwe Hasebrink | Hans-Bredow-Institut | RCMC

14.15-15.00

Familie, Interaktion & Medien. Ergebnisse der FIM-Studie 2011
Dr. Walter Klingler | Südwestrundfunk

15.00-15.45

Zusammenhänge zwischen der exzessiven Computer- und Internetnutzung Jugendlicher und dem (medien)erzieherischen Handeln in den Familien
Prof. Dr. Rudolf Kammerl | Universität Hamburg | RCMC

15.45-16.15
Kaffeepause

16.15-17.00
Internetrisiken aus der Perspektive von Eltern und Kindern. Ein europäischer Vergleich
Prof. Dr. Uwe Hasebrink

17.00-18.00
So what? Herausforderungen und Handlungsbedarfe für Eltern, Politik und Forschung. Diskussion mit den Referenten
Moderation: Andreas Hedrich | Mediennetz Hamburg e. V.

18.00
Ausklang

 

Die Veranstaltung wird freundlicherweise unterstützt von der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH).

Jugendschutzsoftware: Studie zeigt hohe Akzeptanz, aber Wissensdefizite auf Elternseite

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Eine zweimonatige Kurzstudie im Auftrag des BMFSFJ hat den Stand der Forschung zu Kenntnis, Akzeptanz und Nutzung von Jugendschutzsoftware in Elternhäusern erarbeitet. Dafür wurden die publizierten Ergebnisse von Studien identifiziert, gesichtet und systematisch aufbereitet, um – soweit möglich – folgende Fragen beantworten zu können: Wie viele Eltern kennen Möglichkeiten technischen Jugendschutzes und insbesondere die Möglichkeit der Installation nutzerautonomer Jugendschutzsoftware? Welche Informationen liegen über Akzeptanz für und Erwartung an technischen Jugendschutz vor?  Wie viele Eltern nutzen tatsächlich derartige Software? Welche Quellen nutzen Eltern, wenn sie sich über Möglichkeiten technischen Jugendschutzes im Netz informieren? Sind Wissenslücken erkennbar? Sind bestimmte Zielgruppen „unterversorgt“?

Die Ergebnisse der Studie wurden in der Reihe "Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts" veröffentlicht.

  • S. Dreyer, D. Hajok, U. Hasebrink, C. Lampert: Jugendschutzsoftware im Elternhaus – Kenntnisse, Erwartungen und Nutzung. Stand der Forschung. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut, Januar 2012 (pdf-Datei)
  • Kurzfassung der Studie (pdf-Datei)

 

Kurzfassung der Studie „Jugendschutzsoftware im Elternhaus: Kenntnisse, Erwartungen und Nutzung. Stand der Forschung“

Hintergrund: Rolle und Bedeutung technischen Jugendschutzes

Die zunehmende Internet-Nutzung von Kindern und Jugendlichen stellt den Jugendmedienschutz vor neue Herausforderungen. Traditionelle Regelungsansätze, die darauf abzielen, durch direkte Alterskontrollen sicherzustellen, dass Kinder nicht mit für sie ungeeigneten Angeboten in Kontakt kommen, laufen im Internet weitgehend ins Leere. Daher kommt den Eltern hier eine besondere Verantwortung zu. Dies ist den Eltern auch bewusst: 94% bestätigen, dass vor allem sie selbst Verantwortung dafür tragen, Kinder vor ungeeigneten Internetinhalten zu schützen (forsa 2011). Eine Möglichkeit, die Eltern bei dieser Aufgabe zu unterstützen, liegt in technischen Instrumenten wie Schutz- oder Filtersoftware. Solche nutzerseitigen Schutzinstrumente sind in hohem Maße auf Kenntnis, Nutzung und Akzeptanz bei den Eltern angewiesen. Der Stand der Forschung in diesem Bereich sieht – zusammengefasst – wie folgt aus:

Internetnutzung

Die meisten Eltern von Kindern über 12 Jahren geben an, dass ihr Kind das Internet nutzt (12-14 Jahre: 90%; 15-17 Jahre: 93%). Bei jüngeren Kindern liegt dieser Anteil zwar niedriger (9-11 Jahre: 79%; 6-8 Jahre: 55%; 3-5 Jahre: 38%), die Zahlen zeigen aber, dass auch mehr als ein Drittel der Drei- bis Fünfjährigen das Internet nutzen (forsa 2011).

Kenntnis

Viele Eltern haben schon von Jugendschutzsoftware gehört (83%), aber keineswegs alle von ihnen wissen, was sich wirklich dahinter verbirgt, und verwechseln sie mit anderen Formen von Schutzsoftware, z.B. Antiviren- oder Spamschutzprogrammen. Väter berichten häufiger als Mütter, Kenntnis von Jugendschutzprogrammen zu haben, formal höher gebildete Eltern häufiger als niedriger gebildete (forsa 2011).

Akzeptanz

Fast alle Eltern halten es für wichtig, dass es Jugendschutzsoftware gibt (sehr wichtig: 73%; wichtig: 22%). Die meisten (93%) sind auch der Ansicht, dass Jugendschutzsoftware ein wichtiges Hilfsmittel für sie sein kann; für 75% der Eltern passen derartige Programme in das eigene Erziehungskonzept. Diese hohe Akzeptanz nimmt allerdings mit steigendem Alter der eigenen Kinder ab. Die Meinung, dass Jugendschutzsoftware die Kinder in ihrer Freiheit zu sehr einschränken würde, vertritt nur ein kleiner Teil der Eltern (7%). Er ist bei den Eltern mit niedriger formaler Bildung allerdings fast doppelt so hoch wie bei den höher gebildeten (Abitur/Studium: 6%; mittlere Reife: 4%; Hauptschule: 11%) (forsa 2011).

Nutzung

25% derjenigen, die von Jugendschutzsoftware schon gehört haben, d.h. rund 20 Prozent aller Eltern, setzen Jugendschutzsoftware zu Hause ein (forsa 2011). Die Nutzung steigt zunächst mit zunehmendem Alter an (3-5 Jahre: 14%; 6-8 Jahre: 23%; 9-11 Jahre: 33%), hat seinen Höhepunkt bei Kindern zwischen 12 und 14 Jahren (36%) und geht bei Jugendlichen dann wieder zurück (15-17 Jahre: 32%) (forsa 2011, Anm.: Prozentangaben beziehen sich auf die Gesamtheit der Eltern, die schon mal von Jugendschutzsoftware gehört haben). Diese Zahlen decken sich ungefähr mit den Ergebnissen aus anderen Untersuchungen (ZDF, KIM). Höher gebildete Elternteile setzen eher Filterprogramme ein als niedrig gebildete. Beachtenswert ist, dass Eltern in der Regel Auskunft darüber erteilen können, ob auf dem Internet-PC entsprechende Software installiert ist (nur ca. 5% können dazu keine Angabe machen). Die meisten wissen allerdings nicht, welches Programm sie konkret einsetzen. Im Vergleich zu anderen Ländern liegt Deutschland bei der häuslichen Nutzung von Jugendschutzsoftware im Mittelfeld: Eltern in Ländern wie Großbritannien und Irland setzen deutlich häufiger Filterlösungen ein, eine häufigere Nutzung ist auch bei den direkten Nachbarn in Frankreich, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden zu beobachten (EU Kids Online, FHNW-HSA).

Informationsverhalten

70% der Eltern geben an, bereits zu wissen, wo sie sich über Jugendschutzsoftware informieren können. Aber: Erst 58% haben schon einmal Informationen über entsprechende Software tatsächlich erhalten, die Hälfte davon (52%) eher durch Zufall, während 43% sich aktiv auf die Suche nach Informationen gemacht haben (forsa 2011). Die Hälfte aller Eltern (50%) wünscht sich mehr Informationen zu derartiger Software, hier vermehrt jüngere Eltern (unter 39-Jährige: 55%; 40- bis 49-Jährige: 48%; über 49-Jährige: 43%) und solche mit niedrigem formalen Bildungshintergrund (Abitur/Studium: 46%; mittlere Reife: 49%; Hauptschule: 57%). Niedriger gebildete Eltern wissen auch weniger, wo sie sich über Jugendschutzsoftware informieren können (Abitur/Studium: 74%; mittlere Reife: 74%; Hauptschule: 62%) (forsa 2011). Bei der Frage, wer außer den Herstellern Informationen über Jugendschutzsoftware bereitstellen sollte, schält sich ein „jeder“ heraus. Eltern priorisieren hier nicht zwischen Kindergarten und Schule (79%), Internetanbietern (77%), Beratungsstellen (76%), Behörden (73%) und Medien (72%). Allerdings sehen die Mütter deutlich mehr als Väter die erziehungsnahen Institutionen in der Pflicht (forsa 2011).

Radio Aesthetics – Radio Identities

Englischsprachiger Workshop mit deutschen und dänischen Wissenschaftlern des gleichnamigen internationalen Netzwerks zur Erforschung der Zusammenhänge zwischen Sound, Programmstrategien und individueller Radionutzung gestern und heute im interkulturellen Vergleich, am 24./25. Februar 2012 im Hans-Bredow-Institut

Mehr zum Netzwerk "Radio Aesthetics – Radio Identities"

Programm

Freitag 24.2.2012

14:00: Welcome and introduction

15:00: Short presentations (Bose, Föllmer, Wagner) on the general concept of ‘Radio Aesthetics – Radio Identities’ followed by short presentations on the general concept of ‘LARM’

16:00: Short break

16:15: Doctorate students of the german ‘core team’ present their projects and adjoined master’s projects (Boehme, Richter, Schwenke)

17:30: Short break

17:45-19:00: Invited researchers of prospective european partners present their approaches on the subject
Invited are: Mette Simonsen Abildgaard, Per Jauert, Jacob Kreutzfeld, Bente Larsen, Anna Lawaetz, Heidi Svømmekjær

19:30: Dinner (good but honest)

Samstag 25.2.2012

10:00: Welcome and small talk

10:30-12am: Workshops on 3 sub-projects:

  • Characteristics and manipulations of the product: sampling of voice variations and developement of experimental designs
  • Perception of German Morningshows: listeners describe presenters’ voices (danish radio examples welcome)
  • History of Radio and of Radio in Movies

12:00: Reports from the workshops

13:00-14:00: Lunch break

14:00: Presentation of further research aspects/projects

15:00: Summary/Plans on a european cooperation

16:30: End

Tipp: Zwischen analog und digital: Wo liegt die Zukunft unserer Demokratie?

Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Diskussion und Vorstellung der Broschüre „Die digitale Öffentlichkeit“ am 22.02.2012, 19.30 Uhr, im Julius-Leber-Forum in Hamburg. Prof. Dr. Wolfgang Schulz, Direktor des Hans-Bredow-Instituts und sachverständiges Mitglied der Enquête-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft", schägt in seinem Vortrag eine Brücke zwischen analoger und digitaler Demokratie und ordnet die bisherige Diskussion ein. Weitere Informationen

Erschienen: M&K 1/2012

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u. a. mit Artikeln zur Intersektionalität in der Internetforschung, zur Unternehmenskommunikation im Neopragmatismus, zu Nachrichtenfaktoren und der organisationsspezifischen Nachrichtenselektion, zur Frage, ob Mediennutzung sympathisch macht, zu einer Methode zur Darstellung von Aktivitäten institutioneller Einheiten der Kommunikationswissenschaft in Profilen und zur veränderten Vermittlerrolle von Journalisten am Beispiel einer Case Study zu Twitter und den Unruhen in Iran. Inhaltsverzeichnis

Tipp: Wie das Netz die Demokratie verändert – die Berliner “Debatte Digital"

Der Deutschlandfunk und das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft haben am 8. Februar 2012 die erste Berliner “Debatte Digital” anlässlich des Starts des neuen Debattenportals „Diskurs@Deutschlandfunk – Politik, Medien und Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung“ veranstaltet, u.a. mit Stephan Detjen (Chefredakteur Deutschlandfunk), Dr. Jeanette Hofmann (Gründungsdirektorin Institut Internet und Gesellschaft), Bernd Schlömer (stellv. Bundesvorsitzender Piratenpartei), Prof. Dr. Wolfgang Schulz (Hans-Bredow-Institut) und Andreas Weber (Programmdirektor Deutschlandradio). Dokumentation der Veranstaltung unter diskurs.dradio.de

 

Social Media and the Transformation of Publicness

Englischsprachiger Vortrag von Jan-Hinrik Schmidt im Rahmen der Social Media Week Hamburg an der Universität Hamburg, Auditorium ESA W 221, Edmund-Siemers-Allee 1, Flügelbau West, Raum 221, 2. OG, am Montag, den 13. Februar 2012, 18.00 bis 19.30 Uhr, Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich

Social Media are changing the structures of our media system by expanding public spheres to new actors, by providing new mechanisms for sharing and distribution of information, and by shifting boundaries between the public and the private. The presentation will introduce key practices of social media use, identify resulting changes in public communication, and identify areas where new skills and fluencies are needed.

Zum Download: Jugendschutzsoftware im Elternhaus

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In der Reihe Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts ist der Bericht von Stephan Dreyer, Daniel Hajok, Uwe Hasebrink und Claudia Lampert zum Thema "Jugendschutzsoftware im Elternhaus – Kenntnisse, Erwartungen und Nutzung. Stand der Forschung" erschienen und zum Download verfügbar

 

Lesetipp: Didaktik der Journalistik

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Konzepte, Methoden und Beispiele aus der Journalistenausbildung, herausgegeben von Beatrice Dernbach und Wiebke Loosen, erschienen im Springer VS

2012. 473 S. mit 9 Abb. Br., ISBN: 978-3-531-17460-0

Aktive Auseinandersetzung statt Verbote: Wie Eltern ihre Kinder vor negativen Online-Erfahrungen schützen können

Hamburg, 03.02.2012. Eltern sollten sich aktiv mit der Onlinenutzung ihrer Kinder auseinandersetzen, indem sie mit ihnen über das Internet sprechen und ab und zu dabeibleiben, wenn ihr Kind online ist. Anders als Verbote verringert die aktive Auseinandersetzung mit der Internetnutzung das Risiko belastender Erfahrungen, ohne gleichzeitig die mit dem Internet verbundenen positiven Erfahrungen zu behindern. Dies ist eine der Schlussfolgerungen eines neuen Berichts des europaweiten Forschungsverbunds EU Kids Online, der zum Safer Internet Day 2012 (7. Februar) veröffentlicht wird.

Der Bericht untersucht die Strategien, mit denen Eltern die Internetnutzung ihrer Kinder begleiten und unterstützen, und zeigt, welche dieser Strategien die Wahrscheinlichkeit negativer und belastender Erfahrungen mit dem Internet verringern. Die Studie basiert auf Interviews mit 25.000 Kindern zwischen neun und 16 Jahren und ihren Eltern in 25 europäischen Ländern. Der Forschungsverbund EU Kids Online wird von der London School of Economics and Political Science (LSE) koordiniert, deutscher Partner in diesem Verbund ist das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg.

Aktive Eltern – kompetente und weniger gefährdete Kinder

Die aktive Auseinandersetzung von Eltern mit der Internetnutzung ihrer Kinder – zum Beispiel gemeinsame Online-Aktivitäten oder die Ermutigung des Kindes, selbstständig mit dem Internet umgehen zu lernen und dabei in der Nähe zu bleiben – geht mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit einher, dass Kinder mit Online-Risiken konfrontiert werden. Jüngere Kinder, deren Eltern die Internetnutzung häufiger aktiv begleiten, machen auch etwas seltener belastende Erfahrungen, etwa im Zusammenhang mit Cyber-Mobbing oder sexuellen Nachrichten, obwohl sie das Internet ebenso vielfältig nutzen wie andere Kinder.

Auch restriktive Maßnahmen – das Blockieren bestimmter Webseiten oder Verbote, Fotos oder andere Informationen hochzuladen – scheinen ein effizientes Mittel zu sein, um das Risiko zu reduzieren, negative Erfahrungen zu machen. Da aber diese Strategie die Internetnutzung der Kinder stark einschränkt, führt sie zugleich dazu, dass die positiven Möglichkeiten des Internets im Sinne von Lernen, Kommunikation und Spaß nicht ausgeschöpft werden und sich bei den Kindern auch weniger Internetkompetenz entwickelt.

Onlinerisiken verringern, ohne positive Erfahrungsmöglichkeiten zu beschneiden

Professor Sonia Livingstone (LSE), die das EU Kids Online-Projekt leitet, betont: „Mit Kindern über das Internet zu sprechen, sie zu ermutigen, es selbstständig zu erkunden, und für den Fall negativer Erlebnisse in der Nähe zu bleiben, sind die Maßnahmen, mit denen Eltern am ehesten die Onlinerisiken verringern können, ohne die positiven Erfahrungsmöglichkeiten zu beschneiden. Die Daten zeigen, dass es die Kinder begrüßen, wenn sich ihre Eltern für ihre Internetnutzung interessieren und ihnen auch ein gewisses Vertrauen entgegenbringen, dass sie mit dem Internet kompetent umgehen können.

Auf der anderen Seite gibt es auch Eltern, die sich kaum um die Internetnutzung ihrer Kinder – auch von jüngeren Kindern – kümmern. Entsprechend wünschen sich einige Kinder von ihren Eltern mehr Interesse an und eine aktivere Auseinandersetzung mit dem Thema. Es sollte eine vordringliche Aufgabe für die Politik sein, gerade diese Eltern auf die möglichen Risiken der Onlinenutzung aufmerksam zu machen und ihnen Informationen und Hilfestellungen für wirksame Erziehungsmaßnahmen zur Verfügung zu stellen.”

Unterschiedliche Erziehungsstile in Europa

Wie die Autorin des Berichts, Andrea Dürager (Universität Salzburg), betont, unterscheiden sich die europäischen Länder zum Teil erheblich in den elterlichen Erziehungsmaßnahmen. Während zum Beispiel in der Türkei restriktive Maßnahmen sehr häufig und aktive Formen der Auseinandersetzung selten sind, ist dies in den skandinavischen Ländern umgekehrt. Deutsche Eltern greifen vergleichsweise oft zu restriktiven Maßnahmen, setzen sich jedoch auch überdurchschnittlich oft aktiv mit der Internetnutzung ihrer Kinder auseinander.

Weitere Ergebnisse

  • Lediglich 15% der Eltern haben nach einem belastenden Erlebnis ihres Kindes Konsequenzen für ihr eigenes Verhalten zur Förderung von Internet-Sicherheit gezogen, obwohl fast 30% es für wahrscheinlich halten, dass ihr Kind im nächsten halben Jahr belastende Erfahrungen machen wird.
  • Während drei Viertel der befragten Eltern Software zur Verhinderung von Spam und Viren verwenden, setzt nur weniger als ein Drittel Software für den Kinder- und Jugendschutz ein.
  • Im Gegensatz zu der oft zu hörenden Annahme, dass Eltern kaum über die Internetnutzung ihrer Kinder Bescheid wissen, sind rund zwei Drittel der Kinder der Meinung, dass ihre Eltern in dieser Hinsicht gut informiert sind.
  • Kinder äußern sich meist positiv über das auf die Internetnutzung bezogene Verhalten ihrer Eltern, zwei Drittel empfinden die elterlichen Schutzmaßnahmen als hilfreich. Einige Kinder wünschen sich, dass ihre Eltern mehr Interesse an ihrer Internetnutzung zeigen.

Weitere Informationen

Der vollständige Bericht (auf Englisch) – Andrea Duerager und Sonia Livingstone, How Can Parents Support Children’s Internet Safety? – ist ab dem 7. Februar 2012 auf www.eukidsonline.net und www.eukidsonline.de verfügbar. Dort finden sich auch weitere Informationen zum Projekt.

Für Rückfragen und vertiefende Auskünfte wenden Sie sich bitte an
Prof. Dr. Uwe Hasebrink (u.hasebrink@hans-bredow-institut.de) oder
Dr. Claudia Lampert (c.lampert@hans-bredow-institut.de).

Das deutsche Teilprojekt wird gefördert von der Landesanstalt für Medien (LfM) und kooperiert mit dem medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest.

Informationen zu EU Kids Online und zu der europaweiten Befragung

  • Der Forschungsverbund EU Kids Online verfolgt das Ziel, das Wissen über positive und negative Erfahrungen von Kindern und Eltern mit dem Internet  zu erweitern und damit eine empirische Grundlage für Maßnahmen zur Förderung des sicheren Umgangs mit dem Internet zu bieten. Das Verbundprojekt wird im Rahmen des EU Safer Internet Programms gefördert (SI-2010-TN-4201001).
  • Die Studie basiert auf persönlichen Interviews mit 25.000 neun- bis 16-jährigen Kindern, die das Internet nutzen, und ihren Eltern. In 25 Ländern wurden dazu repräsentative Stichproben befragt; für sensible Fragen wurden Bögen zum Selbstausfüllen verwendet.
  • Die beteiligten Länder sind: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Litauen, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ungarn und Zypern. Zusätzlich gehören dem Verbund Teams aus Island, Kroatien, Lettland, Luxemburg, Malta, Russland, der Schweiz und der Slowakischen Republik an.

Ausführliche Ergebnisse der Studie enthält der folgende Bericht:

Livingstone, S., Haddon, L., Görzig, A., und Ólafsson, K. (2011). Risks and safety on the internet: The perspective of European children. Full findings. LSE, London: EU Kids Online (pdf-Datei).

Weitere Berichte und Angaben zur Methode finden sich unter www.eukidsonline.net.