Hans-Bredow-Institut für Medienforschung
Dann lieber Feindschaft? Was passiert, wenn im Netz alle Freunde werden
Diskussion in der Sendereihe SWR2 Forum mit Nicola Döring, Leiterin des Fachgebiets "Medienkonzeption und Medienpsychologie" an der Technischen Universität Ilmenau, Martin Hecht, Publizist und Autor, Mainz, und Jan-Hinrik Schmidt, Mediensoziologe am Hans-Bredow-Institut. Sendung zum Anhören
Innovationswerkstatt – Workshop I zum Leistungsschutzrecht für Content-Anbieter
Im Rahmen der Innovationswerkstatt "Kreativität und Urheberrecht in der Netzökonomie" findet am 19. März 2010 in Hamburg ein erster Workshop mit WirtschaftsvertreterInnen statt zum Thema: Leistungsschutzrecht für Content-Anbieter.
Ergebnisse werden hier publiziert werden
Kreativität und Urheberrecht in der Netzökonomie - Hamburger Initiative zum Schutz des geistigen Eigentums
- Pressemitteilung der Behörde für Kultur, Sport und Medien vom 05.03.2010
- Arbeitspapier zum Download: Wolfgang Schulz / Thomas Büchner: Kreativität und Urheberrecht in der Netzökonomie (pdf-file)

"Hamburg als Medienstandort will sich bei der Fortentwicklung des Urheber- und Leistungsschutzrechts positionieren", erklärte Staatsrat Dr. Nikolas Hill am 5. März 2010 anlässlich der Vorstellung des von der Behörde für Kultur, Sport und Medien geförderten Projekts „Kreativität und Urheberrecht in der Netzökonomie“ vor Vertretern der Medien- und Werbebranche im Hamburger Rathaus. Das Projekt, geleitet vom Hans-Bredow-Insitut, soll Vorschläge entwickeln, wie das Urheberrecht an die Bedingungen des Internet und der modernen Kommunikation angepasst werden kann mit dem Ziel, die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Potenziale der Medienwirtschaft besser auszuschöpfen. Eine Expertengruppe mit Wissenschaftlern der Universität Hamburg, des Hans-Bredow-Instituts, der Bucerius Law School, des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht und der Hamburg Media School entwickelt derzeit Vorschläge. Dies geschieht im Dialog mit der Wirtschaft und mit einem internationalen wissenschaftlichen Beraterkreis aus Australien, China, Großbritannien, Israel, Niederlande, Österreich und den USA. Staatsrat Dr. Hill: „Über 20.000 Unternehmen der Medien- und Kreativwirtschaft haben sich in Hamburg niedergelassen. Für die Branche und für Hamburg brauchen wir faire rechtliche Rahmenbedingungen, die eine Balance schaffen zwischen den Interessen von Urhebern, Unternehmen und Nutzern. Dabei geht es uns nicht um kurzfristige Veränderungen, sondern um ein zukunftsfähiges Urheberrecht.“
Dr. Wolfgang Schulz: „Das Projekt fordert uns besonders heraus: An vielen Stellen verändern sich die Wertschöpfungsketten grundlegend. Nur wenn Ideen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen zusammen kommen und eine echte Ideenwerkstatt entsteht, besteht die Chance, angemessen darauf zu reagieren. Da praktisch überall auf der Welt dieselben Fragen auftauchen, wollen wir auch nach Lösungen schauen, die sich in anderen Ländern bewährt haben.“
Das Projekt ist aus dem Internationalen Mediendialog Hamburg vom 8. Juni 2009 entstanden, als Verleger, die Musikwirtschaft, der Gesamtverband der Kommunikationsagenturen und die Produzentenallianz Film & Fernsehen Erklärungen verabschiedet hatten, in denen sie den Schutz ihrer Leistungen einforderten. Die Erklärung der Verleger wurde inzwischen vom europäischen und Weltverlegerverband übernommen.
Foto: www.mediaserver.hamburg.de / C. Spahrbier
Neu: Arbeitspapier zu Kreativität und Urheberrecht in der Netzökonomie

Wolfgang Schulz / Thomas Büchner: Kreativität und Urheberrecht in der Netzökonomie. Eine wissenschaftliche Innovationswerkstatt im Dialog mit der Medienwirtschaft. Januar 2010 (Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts Nr. 20) zum Download
Veranstaltungstipp „Sport und Medien - eine deutsch-deutsche Geschichte“
40. Jahrestagung des Studienkreis Rundfunk und Geschichte am 5./ 6. März 2010 im Deutschen Sport und Olympia Museum in Köln.
Vor dem Hintergrund des 20. Jahrestages der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten bildete die Rolle der Medien beim Wettstreit der Systeme den Schwerpunkt des Tagungsprogramms. Rund 20 Wissenschaftler und Journalisten stellten aktuelle Forschungsfragen zur Diskussion und gaben Einblicke in die Arbeits- und Berufswelt von Sportjournalisten. Programm (pdf-Datei)
Themenblöcke waren:
- Forschungs- und Berufsfeld: Sport und Medien
- Die Sport-Nation? Sport und Medien in der DDR
- Der Ball ist rund: Der Fußball und die Medien
- Sport sells. Lässt sich jeder Sport verkaufen? Doping als deutsch-deutsches Thema und die Stellung der neuen Medien
Zu den Referenten zählten unter anderem Thomas Schierl (Deutsche Sporthochschule, Köln), Michael Meyen (Universität München), Lothar Mikos (HFF Potsdam), Hans-Jörg Stiehler (Universität Leipzig), Herbert Fischer-Solms (DLF), Dietrich Leder und Volker Weicker (Kunsthochschule für Medien, Köln), Elk Franke und Giselher Spitzer (Humboldt-Universität, Berlin) sowie Peter Neumann (MDR) im Gespräch mit den Sportreportern Volker Kottkamp und Gottfried Weise.
Nähere Informationen: www.rundfunkundgeschichte.de
Stellungnahme des Hans-Bredow-Instituts zum Entwurf eines novellierten Jugendmedienschutz-Staatsvertrags
Im Dezember 2009 haben die Länder den Arbeitsentwurf einer Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) vorgelegt. Hierzu hat das Hans-Bredow-Institut offiziell Stellung genommen und die vorgeschlagene Novelle vor dem Hintergrund der Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Evaluation des deutschen Jugendmedienschutzes vom Oktober 2007 kommentiert. Zur Stellungnahme des Hans-Bredow-Instituts
Im Oktober 2007 hatte das Hans-Bredow-Institut den Endbericht seiner wissenschaftlichen Evaluation des deutschen Jugendmedienschutzes im Auftrag des BMFSFJ und der Länder präsentiert. Ergebnis in Bezug auf den JMStV war damals, dass die Akteure in einem neu modellierten System regulierter Selbstregulierung nach anfänglichen Reibungen zunehmend in ihre Rollen gefunden haben, jedoch einige größere und vielfältige kleinere Punkte identifiziert werden konnten, die einem kohärenten Jugendschutz und dessen Vollzug in der Praxis im Wege stehen oder diesen zumindest optimierbar erscheinen lassen.
Wichtigste Projekte im Bereich Jugendmedienschutz
- Analyse des Jugendmedienschutzsystems - Jugendschutzgesetz und Jugendmedienschutz-Staatsvertrag
- Das deutsche Jugendschutzsystem im Bereich der Video- und Computerspiele
- More Fun, More Risk? Video- und Computerspiele als Herausforderung für den Jugendschutz. Interdisziplinäre internationale Fachkonferenz am 16./17. Oktober 2008 in Berlin
- Wissenschaftliche Begleitung der Implementation der Evaluationsergebnisse im Jugendschutz
- Forschungs- und Transferzentrum "Digitale Spiele und Onlinewelten"
Avatars and Humans. Representing Users in Digital Games
Als Pre-Conference zur ECREA2010 veranstalten das Hans-Bredow-Institut, die Hamburg Media School und die TU Ilmenau am 12.10.2010 eine Tagung, die sich dem Thema Avatar und der Repräsentation der Nutzer in digitalten Spielen widmet. Der englischsprachige Call for Papers sowie weitere Informationen sind auf der Homepage der Tagung abrufbar.
W3-Professorin oder -Professor für Medienrecht
Hamburg, 08.01.2010. Die Universität Hamburg, Fakultät für Rechtswissenschaft, und das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung suchen in einem gemeinsamen Berufungsverfahren zum nächstmöglichen Termin eine oder einen „W3-Professorin oder -Professor für Medienrecht und Öffentliches Recht einschließlich ihrer theoretischen Grundlagen“ (Kennziffer 2071/W3). Stellenbeschreibung und Bewerbungsinformationen als pdf-Datei.
Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in im Bereich Medien- und Telekommunikationsrecht
Hamburg, 7.1.2010: Am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg ist ab sofort die Stelle einer/s Wissenschaftlichen Mitarbeiters/in im Bereich Medien- und Telekommunikationsrecht zu besetzen. Die Stelle ist mit Blick auf die Möglichkeit zu wissenschaftlicher Qualifikation (Promotion) als auf 2 Jahre befristete Teilzeitstelle angelegt, die Vergütung erfolgt in Anlehnung an ½ Entgeltgruppe 13 des Tarifvertrags der Länder (ehemals BAT IIa). Stellenbeschreibung und Bewerbungsinformationen als pdf-Datei.
Hans-Bredow-Institut erhält Zuschlag für EU-Studie
Entwicklung von Indikatoren für die Unabhängigkeit und Effektivität der Regulierungsbehörden im Feld audiovisueller Medien

Das Hans-Bredow-Institut (Leitung), die Katholieke Universiteit Leuven, die Central European University, Cullen International sowie Perspective Associates (Unterauftragnehmer) haben den Zuschlag der Europäischen Kommission zur Durchführung der Studie “Indicators for independence and efficient functioning of audiovisual media services regulatory bodies for the purpose of enforcing the rules in the AVMS Directive” (SMART 2009/0001) erhalten. Das Konsortium wird durch ein Netzwerk von Experten in jedem der 43 von der Studie umfassten Länder unterstützt.
Die Studie besteht aus drei wesentlichen Untersuchungsschritten:
- Einer detaillierten rechtlichen Beschreibung und Analyse der verantwortlichen Regulie-rungsinstanzen im Bereich audiovisueller Mediendienste, wie sie in der Richtlinie für Audiovisuelle Mediendienste der EU definiert sind. Hierzu werden in 43 Ländern die entsprechenden Regulierungsbehörden untersucht, in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und der European Free Trade Association (EFTA) ebenso wie in den Kandidaten- und Bewerberländern. Zum Vergleich wird das Regulierungssystem in den vier Drittstaaten USA, Japan, Singapur und Australien analysiert.
- Einer Analyse der tatsächlichen Umsetzung der rechtlichen Vorgaben für Regulierungsbehörden in den jeweiligen Ländern.
- Der Identifikation von Schlüsselcharakteristika für „unabhängige Regulierungsinstanzen“ im Sinne der EU-Richtlinie für Audiovisuelle Mediendienste.
Insgesamt verfolgt das Projekt das Ziel, Indikatoren zu entwickeln, die eine Messung der Unabhängigkeit von Regulierungsbehörden sowie deren Ausgestaltung im Hinblick auf das Ziel einer effizienten Umsetzung der EU-Vorgaben im Bereich der audiovisuellen Medien erlauben.
Die Studie umfasst einen zeitlichen Rahmen von 13 Monaten und startet im Februar 2010. Auf Seite des Hans-Bredow-Instituts bilden Dr. Wolfgang Schulz, Stephan Dreyer, Regine Sprenger und Jannes Beeskow das Forschungsteam.
Wissenschaftlicher Beirat des Hans-Bredow-Instituts konstituiert

Am 17. Dezember 2009 hat sich der neue wissenschaftliche Beirat des Hans-Bredow-Instituts konstituiert. Das Institut setzt derzeit in enger Zusammenarbeit mit der Hamburger Behörde für Wissenschaft und Forschung erste Schritte einer Entwicklungsstrategie um, die die Rolle des Instituts für Forschung und Transfer profilieren und stärken soll. Um diese Entwicklung zu begleiten, hat sich das Institut einen wissenschaftlichen Beirat gegeben, der das Direktorium bei strategischen Fragen berät. Dabei geht es um die Gegenstände und Fragestellungen, die das Hans-Bredow-Institut mittel- und langfristig bearbeiten wird, aber auch um Arbeitsformen und die Funktion, die das Institut wissenschaftsintern und im Transfer in die Praxis erfüllt. Der Beirat besteht aus sieben Mitgliedern und ist – der Arbeitsweise des Instituts entsprechend – interdisziplinär und international zusammen gesetzt.
Das Institut freut sich, dass profilierte Kolleginnen und Kollegen der Bitte gefolgt sind, seine Entwicklung für die nächsten zwei Jahre im Beirat zu begleiten. Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats sind:
- Prof. Dr. Otfried Jarren (Vorsitz), Prorektor Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Zürich und Ordinarius für Publizistikwissenschaft am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich
- Prof. Dr. Barbara Pfetsch, Professorin für Kommunikationstheorie, Medienwirkungs- und Mediennutzungsforschung und Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin
- Prof. Dr. Klaus Schönbach, Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Kommunikationswissenschaft der Universität Amsterdam sowie des Lehrstuhls für Medienwissenschaft der Zeppelin University in Friedrichshafen
- Prof. Dr. Gunnar Folke Schuppert, Professor für Staats- und Verwaltungswissenschaft, insbesondere Staats- und Verwaltungsrecht, der juristischen Fakultät der Humboldtuniversität zu Berlin und Inhaber der Forschungsprofessur für Neue Formen von Governance am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
- Prof. Dr. Gabriele Siegert, Professorin für Publizistikwissenschaft mit Schwerpunkt Medienökonomie & Management am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich und Prodekanin für Forschung der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich
- Prof. Dr. Nico van Eijk, Professor für Medien- und Telekommunikationsrecht am Institute for Information Law der Universität Amsterdam
- Prof. Dr. Gerd Vowe, Professor und Inhaber des Lehrstuhls I für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Urheberrecht im Internet. Ein Vergleich EU/China

Im Rahmen seines von Co-Reach geförderten Konsortiums hat das Hans-Bredow-Institut zusammen mit seinen Partnern im November einen Auftaktworkshop zu „aktuellen Fragen des Urheberrechts im Internet“ in Peking veranstaltet. Co-Reach ist ein Programm europäischer Fördereinrichtungen zur Unterstützung von Wissenschaftskooperationen mit China. Partner des Konsortiums sind außer dem Hans-Bredow-Institut das Institute of Law an der China Academy of Social Sciences, die Strathclyde University, die Wirtschaftsuniversität Wien und das Molengraaff Institute for Private Law an der Universität Utrecht.
Der Rechtsvergleich ist bei diesem Thema besonders gewinnbringend, da sich – etwa bei Fragen der Haftung der Provider für Urheberrechtsverstöße der Nutzer – schon innerhalb Europas punktuell deutliche Unterschiede zeigen. In China kommt der Umstand hinzu, dass sich die Durchsetzung von Ansprüchen als schwierig erweist. Im Hinblick auf die materiellen Regelungen des Urheberrechts sind die chinesischen und die europäischen Regelungen dagegen erstaunlich strukturähnlich.
Das Projektkonsortium wird 2010/2011 einzelne Fragestellungen im Rahmen von weiteren Workshops bearbeiten. Themen werden u. a. die Regelungen zur Privatkopie, verwaiste Werke, die Haftung von Plattformanbietern sowie technische Filterung und Selbstregulierung sein.
Strategisch hat dieses eher kleine Projekt für das Hans-Bredow-Institut in zweierlei Hinsicht besondere Bedeutung: Zum einen bringt das Institut Expertise aus dem Bereich der Regulierung in einen Rechtsbereich ein, den es bisher nur am Rande in den Blick genommen hat: das Urheberrecht. Zum anderen erweist sich der asiatisch-pazifischen Raum forschungspolitisch als zunehmend bedeutsam, so dass das Institut – im Rahmen seiner Möglichkeiten – seine Kontakte nach China, aber auch nach Thailand und Australien pflegen und ausbauen möchte, um an dieser Entwicklung Teil zu haben.
Kompakt und verständlich: Medienpädagogik aus Sicht der Kommunikationswissenschaft

Medienpädagogik Ein Studienbuch zur Einführung, hrsg. von Daniel Süss, Claudia Lampert, Christine W. Wijnen in der Reihe Studienbücher zur Kommunikations- und Medienwissenschaft des VS-Verlags, 2010, 239 S. 19,95 €, Verlagsinformationen
ISBN: 978-3-531-13894-7
Dieses Buch führt ein in das interdisziplinäre Feld der Medienpädagogik. Es stellt die Dimensionen, Modelle und Theorien vor, welche empirischen Studien und angewandten Projekten zugrundeliegen. Die Entwicklung der Medienpädagogik wird historisch und im internationalen Vergleich aufgezeigt. Mediensozialisation, Medienerziehung und Mediendidaktik werden miteinander in Verbindung gebracht. Medienpädagogische Forschung und die Konsequenzen für Ausbildung und pädagogische Praxis werden diskutiert. Das Lehrbuch bietet eine kompakte und gut verständliche Einführung und enthält zahlreiche Verweise auf weiterführende Literatur und Online-Quellen. Es wendet sich an Studierende und Lehrende der Kommunikations- und Medienwissenschaft, Psychologie, Pädagogik, Soziologie sowie an Institutionen der Lehreraus- und -weiterbildung und der Politischen Bildung.
www.keine-bildung-ohne-medien.de – das Medienpädagogische Manifest ist online

Im Juni 2009 wurde das medienpädagogische Manifest veröffentlicht. Seitdem haben sich zahlreiche Institutionen und Personen den darin formulierten Forderungen durch ihre Unterschrift angeschlossen. Um diese Form der Unterstützung weiterzuführen, wurde eine eigene Internetseite eingerichtet. Unter keine-bildung-ohne-medien.de können Interessierte das Manifest seit dem 10. Dezember 2009 elektronisch unterzeichnen und damit die Forderung nach einer stärkeren Verankerung von Medienbildung unterstützen. Neben allgemeinen Informationen zum Manifest finden sich auf der Website Hinweise zu weiteren geplanten Aktivitäten.
Veranstaltungstipp: play 09 – Festival für kreatives Computerspielen
Vom 3.-5. Dezember 2009 fiand in Potsdam die play09 statt, Festival und Werkstatt für Creative Gaming zum Zeigen, Mitmachen, Selbermachen, Austauschen. Eingeladen waren Schüler und Pädagogen, Eltern und Medienkünstler und die interessierte Öffentlichkeit. Das Programm und alle Infos zu play09 und der Initiative Creative Gaming gibt es unter www.play09.de.
DFG-Projekt: Young Scholars' Network on Privacy and Web 2.0

Das Web 2.0 lebt von der Preisgabe und dem Austausch privater Informationen. Intime Details aus dem Leben der User sind der „Treibstoff“ des Web 2.0. Der Umgang mit privaten Daten stellt jedoch ein Risiko für die Internetnutzer dar, das aufgrund der internationalen Vernetzung immer mehr zu einem globalen Thema wird. Um den internationalen Dialog zum Thema „Privatsphäre und Web 2.0“ zu fördern, finanziert die DFG ein wissenschaftliches Netzwerk von fünfzehn internationalen, renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Zum Netzwerk unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Trepte von der Hamburg Media School gehören auch Dr. Jan-Hinrik Schmidt vom Hans-Bredow-Institut sowie als Mentor Institutsdirektor Prof. Dr. Uwe Hasebrink.
Die Privatsphäre im Web 2.0 stellt einen Themenbereich dar, der wegen der Globalität des Internets international bearbeitet werden muss und aufgrund der rasanten Entwicklung des Web 2.0 kurze Kommunikationswege zwischen den Wissenschaftlern braucht. Das DFG-Projekt „Young Scholars´ Network on Privacy and Web 2.0” ermöglicht den direkten wissenschaftlichen Austausch zwischen exzellenten, internationalen Nachwuchsforscherinnen und -forschern. Die fünfzehn Mitglieder des Netzwerkes stammen von der Harvard University, der University of Amsterdam, der Michigan State University, der City University of Hong Kong, der University of Bath, der Universität Hamburg, dem Hans-Bredow-Institut Hamburg, der Universität der Künste Berlin, der Universität Hohenheim, der Universität Mainz und der Universität Duisburg-Essen.
Der Aufbau des Netzwerkes verfolgt drei Ziele. Neben einer systematischen Konzeptualisierung der Methoden und Theorien von Privatsphäre im Internet, soll ein internationaler Vergleich des Umgangs mit Privatsphäre und Selbstoffenbarung im Web 2.0 vorgenommen werden. Darüber hinaus wird die Erstellung einer Forschungsagenda angestrebt, die darlegt, wie die Entwicklungen von Privatsphäre und Selbstoffenbarung im Netz zukünftig wissenschaftlich begleitet werden können. Als Arbeitsergebnis ist eine Befragung in den fünf beteiligten Ländern und ein Herausgeberband geplant, in dem übergreifende theoretische Perspektiven und aggregierte empirische Erkenntnisse publiziert werden.
Neben dem Netzwerk wird derzeit eine Längsschnittstudie zur Privatsphäre des Web 2.0 an der Hamburg Media School / Universität Hamburg unter Leitung von Prof. Dr. Sabine Trepte durchgeführt.
- Projektlaufzeit: 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2011
- Informationen zu den Teilnehmern des Netzwerks (pdf-Datei)
- Projektseite an der Hamburg Media School
Wolfgang Hoffmann-Riem: Wandel der Medienordnung – Reaktionen in Medienrecht, Medienpolitik und Medienwissenschaft
Hans-Bredow-Institut veröffentlicht Sammlung ausgewählter Texte des Richters des Bundesverfassungsgerichts a.D.

Hamburg, 13.11.2009
Vor 30 Jahren wurde Wolfgang Hoffmann-Riem zum Direktor des Hans-Bredow-Instituts gewählt, seit seiner Ernennung zum Richter des Bundesverfassungsgerichts ist er Ehrenmitglied des Institutsdirektoriums. Anlässlich dieses Jubiläums ehrt das Hans-Bredow-Institut Wolfgang Hoffmann-Riem durch eine Publikation und macht damit wichtige Beiträge von ihm zum Gegenstandsbereich Medien und Kommunikation verfügbar. In den Texten setzt sich der Autor mit Fragen des Medienrechts, der Medienpolitik und der sozialwissenschaftlichen Medienforschung auseinander. Zugleich betrachtet Wolfgang Hoffmann-Riem die Entwicklung der Medienordnung angesichts des Wandels von Technologie, Aneignungsweisen und ökonomischen Bedingungen. Die Beiträge zeigen, wie produktiv eine Verknüpfung rechts- und kommunikationswissenschaftlicher Perspektiven sein kann, um Recht und Regulierung vor dem Hintergrund sich verändernder Rahmenbedingungen zu verstehen. Bei den ausgewählten Texten handelt es sich um akademisch und praktisch höchst wirkmächtige Diskussionsbeträge. Sie belegen, dass wissenschaftliche Kommunikation, selbst wenn sie nur über den zwanglosen Zwang des guten Arguments gebietet, die Realität mitgestalten kann.
Wolfgang Hoffmann-Riem: Wandel der Medienordnung – Reaktionen in Medienrecht, Medienpolitik und Medienwissenschaft. Ausgewählte Abhandlungen. Baden-Baden: Nomos, 2009, 899 S., Gebunden, 158,- €, ISBN 978-3-8329-5152-8 (Reihe Publikationen des Hans-Bredow-Instituts)
Rezensionsexemplare über die Nomos Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Meike Brönneke, 07221/21 04-65,
Weitere Informationen zu Wolfgang Hoffmann-Riem
Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem, LL.M., (geb. 1940) studierte Rechtswissenschaft in Hamburg, Freiburg i. Br., München und Berkeley. Seit 1974 ist er o. Professor für Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaft an der Universität Hamburg, seit 2008 emeritiert.
Von 1979 bis zum Beginn seiner Tätigkeit als Justizsenator der Freien und Hansestadt Hamburg (Sept. 1995 bis Nov. 1997) war er Direktor des Hans-Bredow-Instituts, von Juli 1998 bis Dezember 1999 Vorsitzender des neu geschaffenen Direktoriums des Instituts. Seit Dezember 1999 ist er Ehrenmitglied des Direktoriums.
1999 bis 2008 war er Richter des Bundesverfassungsgerichts (Erster Senat). Seit 2007 ist er deutscher Vertreter in der European Commission for Democracy through Law des Europarats (Venedig-Kommission), seit Oktober 2009 widmet er sich im Wissenschaftskolleg Berlin 10 Monate lang dem Thema „Recht und soziale Innovationen“.
Er verbrachte Forschungs- und Lehraufenthalte an der Stanford Law School, der Harvard Law School, der Tulane Law School, dem Hastings College of the Law und dem Columbia Institute for Tele-Information, war u. a. Mitglied der Experten-Kommission Neue Medien, Baden-Württemberg, der Enquêtekommission Neue Informations- und Kommunikationstechniken des Deutschen Bundestages, der Enquêtekommission Parlamentsreform der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der vom Bundespräsidenten von Weizsäcker eingesetzten „Kommission Medienverantwortung” und publiziert zu Fragen des Medienrechts und der Mediensozialwissenschaft sowie des Verfassungs- und Verwaltungsrechts, des Wirtschafts- und Umweltrechts, des Polizeirechts und der Rechtssoziologie. Institutsprojekte waren u. a.: Grundrechte der Medienfreiheit, Jugendschutz, Rundfunkaufsicht in Deutschland und anderen Industrieländern, Medienwirtschaftsrecht, Medienfinanzierung, Medienplatz Hamburg, das Verhältnis von Medienrecht und Telekommunikationsrecht, Politikberatung im Medienbereich.
Zum Hans-Bredow-Institut
Das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung beschäftigt sich mit medienvermittelter öffentlicher Kommunikation. Die Medien prägen heute mehr denn je den Alltag, die Politik, die Wirtschaft und die Kultur. Kernziel der Forschung des Instituts ist es, diese Einflüsse der Medien zu verstehen, Entwicklungen und Risiken abzuschätzen und Handlungsoptionen zu entwickeln.
Das Institut wahrt dabei seine unabhängige Position. Die Wissenschaftler sehen ihre Verantwortung darin, sich neuen Fragestellungen nach wissenschaftlichen Kriterien zu nähern, ihre Grundannahmen und Methoden transparent zu machen.
Die Erforschung der aktuellen Medienentwicklung erfolgt interdisziplinär. Die für das Institut grundlegenden kommunikations- und rechtswissenschaftlichen Perspektiven werden mit weiteren Ansätzen, etwa aus Ökonomie und Pädagogik, kombiniert. Eine derartige Medienforschung setzt Kooperation voraus. Mit Partnern in vielen Ländern werden international vergleichende Fragestellungen bearbeitet.
Das Institut pflegt vielfältige Kontakte und sucht den steten Austausch mit den verschiedenen Akteuren. Dazu gehört auch der Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis, Politik und Öffentlichkeit hinein. Bereits 1999 hat der Wissenschaftsrat das hohe Niveau der Forschung des Instituts hervorgehoben und es zu den renommiertesten Fachinstituten Deutschlands gezählt, 2007 hat der Rat erneut die besondere Stellung des Instituts betont.
Kontakt und weitere Informationen
Christiane Matzen, Telefon: 040/450 217-41,
ECREA 2010 in Hamburg
Vom 12.-15 Oktober veranstaltet das Hans-Bredow-Institut in Kooperation mit der Universität Hamburg und der Hamburg Media School die 3. Fachkonferenz der European Communication Research and Education Association (ECREA) zum Thema „Transcultural Communication – Intercultural Comparisons“. Detaillierte Informationen hierzu finden sich auf der Konferenzseite unter der Adresse www.ecrea2010hamburg.eu
Gezielt wird sich die Konferenz den Besonderheiten des europäischen Kommunikationsraumes widmen und setzt einen klaren Fokus auf innovative Forschung aus den Bereichen transkultureller Kommunikation und komparativer Forschung. Darüber hinaus strebt das Hans-Bredow-Institut mit der Ausrichtung der Konferenz eine stärkere Einbindung von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus Mittel- und Osteuropa in die Europäischen Medien- und Kommunikationsforschung an. Diese inhaltliche Ausrichtung knüpft an bisherige Forschungsarbeiten des Instituts an und führt die Aktivitäten der internationalen Vernetzung weiter.
Wandel der Medienordnung

Reaktionen in Medienrecht, Medienpolitik und Medienwissenschaft - Ausgewählte Abhandlungen von W. Hoffmann-Riem, 2009, 899 S., Gebunden, 158,- €, Verlagsinformationen.
Vor 30 Jahren wurde Wolfgang Hoffmann-Riem zum Direktor des Hans-Bredow-Instituts gewählt, seit seiner Ernennung zum Richter des Bundesverfassungsgerichts ist er Ehrenmitglied des Institutsdirektoriums. Das Hans-Bredow-Institut nutzt dieses Jubiläum, um Wolfgang Hoffmann-Riem durch eine Publikation zu ehren, die wichtige Beiträge von ihm zum Gegenstandsbereich Medien und Kommunikation verfügbar macht.
Sie behandeln Fragen des Medienrechts, der Medienpolitik und der sozialwissenschaftlichen Medienforschung und sind zugleich Dokumente der Auseinandersetzung über die Entwicklung der Medienordnung angesichts des Wandels von Technologie, Aneignungsweisen und ökonomischen Bedingungen. Die Beiträge zeigen, wie produktiv eine Verknüpfung rechts- und kommunikationswissenschaftlicher Perspektiven sein kann, um Recht und Regulierung angesichts sich verändernder Rahmenbedingungen zu verstehen. Bei den ausgewählten Texten handelt es sich um akademisch und praktisch höchst wirkmächtige Diskussionsbeträge. Sie sind ein Beleg dafür, dass wissenschaftliche Kommunikation, selbst wenn sie nur über den zwanglosen Zwang des guten Arguments gebietet, die Realität mitgestalten kann.
Website zur 3. European Communications Conference ECREA 2010 in Hamburg online

Unter der Adresse www.ecrea2010hamburg.eu sind nun der Call for Papers sowie weitere Informationen zur 3. Fachkonferenz der European Communication Research and Education Association (ECREA) im Jahre 2010 in Hamburg verfügbar. Die ECREA 2010 wird vom Hans-Bredow-Institut in Kooperation mit der Universität Hamburg und der Hamburg Media School organisiert und beschäftigt sich mit dem Thema „Transcultural Communication – Intercultural Comparisons“. Diese inhaltliche Ausrichtung knüpft an bisherige Forschungsarbeiten des Instituts an und führt die Aktivitäten der internationalen Vernetzung weiter.
Gezielt wird sich die Konferenz den Besonderheiten des europäischen Kommunikationsraumes widmen und setzt einen klaren Fokus auf innovative Forschung aus den Bereichen transkultureller Kommunikation und komparativer Forschung. Darüber hinaus strebt das Hans-Bredow-Institut mit der Ausrichtung der Konferenz eine stärkere Einbindung von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus Mittel- und Osteuropa in die Europäischen Medien- und Kommunikationsforschung an.
Seit Gründung der ECREA findet die European Communication Conference alle zwei Jahre statt. Die 1. Tagung in Amsterdam widmete sich „50 years of communication research: past and future“, die 2. wurde im November 2008 von der Universidad Autonoma Barcelona (UAB) ausgerichtet und galt „Communication Policies and Culture in Europe“.