Wolfgang Hoffmann-Riem: Wandel der Medienordnung – Reaktionen in Medienrecht, Medienpolitik und Medienwissenschaft

Hans-Bredow-Institut veröffentlicht Sammlung ausgewählter Texte des Richters des Bundesverfassungsgerichts a.D.

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Hamburg, 13.11.2009

Vor 30 Jahren wurde Wolfgang Hoffmann-Riem zum Direktor des Hans-Bredow-Instituts gewählt, seit seiner Ernennung zum Richter des Bundesverfassungsgerichts ist er Ehrenmitglied des Institutsdirektoriums. Anlässlich dieses Jubiläums ehrt das Hans-Bredow-Institut Wolfgang Hoffmann-Riem durch eine Publikation und macht damit wichtige Beiträge von ihm zum Gegenstandsbereich Medien und Kommunikation verfügbar. In den Texten setzt sich der Autor mit Fragen des Medienrechts, der Medienpolitik und der sozialwissenschaftlichen Medienforschung auseinander. Zugleich betrachtet Wolfgang Hoffmann-Riem die Entwicklung der Medienordnung angesichts des Wandels von Technologie, Aneignungsweisen und ökonomischen Bedingungen. Die Beiträge zeigen, wie produktiv eine Verknüpfung rechts- und kommunikationswissenschaftlicher Perspektiven sein kann, um Recht und Regulierung vor dem Hintergrund sich verändernder Rahmenbedingungen zu verstehen. Bei den ausgewählten Texten handelt es sich um akademisch und praktisch höchst wirkmächtige Diskussionsbeträge. Sie belegen, dass wissenschaftliche Kommunikation, selbst wenn sie nur über den zwanglosen Zwang des guten Arguments gebietet, die Realität mitgestalten kann.

Wolfgang Hoffmann-Riem: Wandel der Medienordnung – Reaktionen in Medienrecht, Medienpolitik und Medienwissenschaft. Ausgewählte Abhandlungen. Baden-Baden: Nomos, 2009, 899 S., Gebunden, 158,- €, ISBN 978-3-8329-5152-8 (Reihe Publikationen des Hans-Bredow-Instituts)

Rezensionsexemplare über die Nomos Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Meike Brönneke, 07221/21 04-65,

Weitere Informationen zu Wolfgang Hoffmann-Riem

Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem, LL.M., (geb. 1940) studierte Rechtswissenschaft in Hamburg, Freiburg i. Br., München und Berkeley. Seit 1974 ist er o. Professor für Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaft an der Universität Hamburg, seit 2008 emeritiert.
Von 1979 bis zum Beginn seiner Tätigkeit als Justizsenator der Freien und Hansestadt Hamburg (Sept. 1995 bis Nov. 1997) war er Direktor des Hans-Bredow-Instituts, von Juli 1998 bis Dezember 1999 Vorsitzender des neu geschaffenen Direktoriums des Instituts. Seit Dezember 1999 ist er Ehrenmitglied des Direktoriums.
1999 bis 2008 war er Richter des Bundesverfassungsgerichts (Erster Senat). Seit 2007 ist er deutscher Vertreter in der European Commission for Democracy through Law des Europarats (Venedig-Kommission), seit Oktober 2009 widmet er sich im Wissenschaftskolleg Berlin 10 Monate lang dem Thema „Recht und soziale Innovationen“.
Er verbrachte Forschungs- und Lehraufenthalte an der Stanford Law School, der Harvard Law School, der Tulane Law School, dem Hastings College of the Law und dem Columbia Institute for Tele-Information, war u. a. Mitglied der Experten-Kommission Neue Medien, Baden-Württemberg, der Enquêtekommission Neue Informations- und Kommunikationstechniken des Deutschen Bundestages, der Enquêtekommission Parlamentsreform der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der vom Bundespräsidenten von Weizsäcker eingesetzten „Kommission Medienverantwortung” und publiziert zu Fragen des Medienrechts und der Mediensozialwissenschaft sowie des Verfassungs- und Verwaltungsrechts, des Wirtschafts- und Umweltrechts, des Polizeirechts und der Rechtssoziologie. Institutsprojekte waren u. a.: Grundrechte der Medienfreiheit, Jugendschutz, Rundfunkaufsicht in Deutschland und anderen Industrieländern, Medienwirtschaftsrecht, Medienfinanzierung, Medienplatz Hamburg, das Verhältnis von Medienrecht und Telekommunikationsrecht, Politikberatung im Medienbereich.

Zum Hans-Bredow-Institut

Das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung beschäftigt sich mit medienvermittelter öffentlicher Kommunikation. Die Medien prägen heute mehr denn je den Alltag, die Politik, die Wirtschaft und die Kultur. Kernziel der Forschung des Instituts ist es, diese Einflüsse der Medien zu verstehen, Entwicklungen und Risiken abzuschätzen und Handlungsoptionen zu entwickeln.
Das Institut wahrt dabei seine unabhängige Position. Die Wissenschaftler sehen ihre Verantwortung darin, sich neuen Fragestellungen nach wissenschaftlichen Kriterien zu nähern, ihre Grundannahmen und Methoden transparent zu machen.
Die Erforschung der aktuellen Medienentwicklung erfolgt interdisziplinär. Die für das Institut grundlegenden kommunikations- und rechtswissenschaftlichen Perspektiven werden mit weiteren Ansätzen, etwa aus Ökonomie und Pädagogik, kombiniert. Eine derartige Medienforschung setzt Kooperation voraus. Mit Partnern in vielen Ländern werden international vergleichende Fragestellungen bearbeitet.
Das Institut pflegt vielfältige Kontakte und sucht den steten Austausch mit den verschiedenen Akteuren. Dazu gehört auch der Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis, Politik und Öffentlichkeit hinein. Bereits 1999 hat der Wissenschaftsrat das hohe Niveau der Forschung des Instituts hervorgehoben und es zu den renommiertesten Fachinstituten Deutschlands gezählt, 2007 hat der Rat erneut die besondere Stellung des Instituts betont.

Kontakt und weitere Informationen

Christiane Matzen, Telefon: 040/450 217-41,