Hans-Bredow-Institut verabschiedet Otfried Jarren
Der bisherige Direktor des Hans-Bredow-Instituts, Prof. Dr. Otfried Jarren (47), ist auf dem Jahresempfang der Medienforschungseinrichtung feierlich verabschiedet worden. Er war von Oktober 1995 bis Juli 2001 zunächst Direktor, später dann Vorsitzender des Direktoriums des Instituts. Seit dem 1. Juli bilden Dr. Uwe Hasebrink und Dr. Wolfgang Schulz das Direktorium.
Für die turnusgemäß alle drei Jahre stattfindende Wahl des Leitungsgremiums hat sich Jarren mit Blick auf seine Professur für Publizistikwissenschaft an der Universität Zürich und vielfältige andere Verpflichtungen nicht wieder zur Verfügung gestellt. "Wir bedauern die Entscheidung von Otfried Jarren, auch wenn wir sie gut nachvollziehen können", so der neue Vorsitzende des Direktoriums Hasebrink. "Das Institut verdankt Otfried Jarren entscheidende Impulse für seine Arbeit. Wir freuen uns daher sehr darüber, ihn als Kooperationspartner in verschiedenen Projekten und als strategischen Berater weiter an unserer Seite zu wissen." Otfried Jarren sei einer von denen, die "die Beziehung von Theorie und Praxis so lange gepflegt haben, bis sie anfing zu blühen", würdigte Festredner Dr. Norbert Schneider, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM), die Arbeit Jarrens. Schneider betonte außerdem nachdrücklich die Bedeutung der Medienforschung für die Gesellschaft und die Politik. Dafür sei es wichtig, dass beide Seiten geben und nehmen, einen wirklichen deal miteinander eingingen. Der auf dem Jahresempfang präsentierte Forschungsbericht des Instituts beschreibe eine Fülle internationaler Projekte, bei denen das Institut als "deutscher Knoten in einem internationalen Netzwerke unabhängiger Medienforschung" fungiere, so Direktor Hasebrink. Das breite Spektrum der Arbeitsformen mit ganz unterschiedlichen Kooperationspartner zeige, dass das Institut ein professioneller Partner für die kritische und konstruktive Auseinandersetzung mit der aktuellen Medienentwicklung sei. Wichtig seien dem Institut aber auch innovative Beiträge zur Grundlagenforschung zur wissenschaftlichen Nachwuchsförderung.