Hans-Bredow-Institut und Universität Hamburg besetzen gemeinsame Professur

Hamburg, 25.06.2001

Uwe Hasebrink (42) hat den Ruf auf eine gemeinsam von Universität Hamburg und Hans-Bredow-Institut ausgeschriebene Professur für Empirische Kommunikationswissenschaft angenommen. Vom Wintersemester 2001 an wird er Lehrveranstaltungen für die neu eingerichteten Hauptfachstudiengänge "Journalistik und Kommunikationswissenschaft" und "Medienkultur" anbieten. Daneben wird er weiterhin Forschungs- und Leitungsaufgaben am Hans-Bredow-Institut wahrnehmen.

Einen Ruf auf eine Professur an der Hochschule für Fernsehen und Film München hatte er zuvor abgelehnt: "Die Chance, hier in Hamburg Forschung am Hans-Bredow-Institut und Lehre an der Universität zu verbinden, ist sehr reizvoll. Es herrscht Aufbruchstimmung: Die Kolleginnen und Kollegen an der Universität, die Universitätsleitung und die Wissenschaftsbehörde ziehen an einem Strang, um die Medienforschung und Medienausbildung in Hamburg weiter zu stärken. Das ist ein motivierendes Umfeld."

Mit der Besetzung einer gemeinsamen Professur setzen die Universität und das Hans-Bredow-Institut eine Empfehlung des Wissenschaftsrates um. Dieser hatte 1999 bei der positiven Evaluation des Hans-Bredow-Instituts für eine verstärkte Kooperation mit der Universität plädiert, um so die in Hamburg verfügbaren Kräfte in diesem für die Medienstadt Hamburg so bedeutsamen Bereich zu bündeln.

Nach einem Studium der Psychologie und Germanistik sowie einer Promotion in Sozialpsychologie kam Uwe Hasebrink 1986 als Wissenschaftlicher Referent an das Hans-Bredow-Institut. 1988 übernahm er die Funktion des Geschäftsführers, und 1998 wurde er neben Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem und Prof. Dr. Otfried Jarren in das Direktorium des Instituts gewählt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Mediennutzung und Medienwirkung, sein Interesse gilt außerdem besonders der europäischen Medienentwicklung und der internationalen Zusammenarbeit in der Medienforschung.