Bredow-Institut Hans-Bredow-Institut erarbeitet Grundlage zum Medienbericht der Bundesregierung

Direktorium auf 100. Kuratoriumssitzung wiedergewählt

Hamburg, 21.6.2004

Das Hamburger Hans-Bredow-Institut für Medienforschung wird den wissenschaftlichen Teil des Kommunikations- und Medienberichts der Bundesregierung verfassen. Wie Institutsdirektor Dr. Wolfgang Schulz am 21.6. anlässlich des Jahresempfangs in Hamburg mitteilte, werde die Forschungseinrichtung Basismaterial zu den Themenbereichen Film, Rundfunk, Musikwirtschaft, Presse und interaktive Medien zusammenstellen. Die von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Dr. Christina Weiss, in Auftrag gegebene Studie werde damit die Grundlage für den neuen Bericht der Bunderegierung über die Lage der Medien in Deutschland bilden, der zuletzt 1998 erschienen war. Das multidisziplinär arbeitende Hans-Bredow-Institut wird neben der Erfassung von aktuellen Medienstrukturdaten auch mehrere Expertenworkshops durchführen, Entwicklungslinien herausarbeiten, Problemfelder benennen und Optionen der Problemlösung formulieren.

Auf der 100. Sitzung des Kuratoriums des Hans-Bredow-Instituts war am Vormittag das Direktorium wieder gewählt worden: Prof. Dr. Uwe Hasebrink und Dr. Wolfgang Schulz werden das Institut weitere drei Jahre leiten. Universitätspräsident Dr. Jürgen Lüthje, Vorsitzender des Kuratoriums, würdigte die große Bedeutung des Hamburger Instituts für die Wissenschaftsszene und die erfolgreiche Arbeit des Instituts: "Das Institut hat es in den 54 Jahren seines Bestehens immer verstanden, Veränderungen als neue Chancen zu begreifen und als Herausforderung zu sehen. Es hat sich zum renommiertesten Institut für Medienforschung entwickelt, wie der Wissenschaftsrat bei seiner Evaluation mit einem hervorragenden Zeugnis bescheinigt hat". Das Hans-Bredow-Institut habe ein breites internationales Netzwerk aufgebaut, von dem die wissenschaftliche Arbeit lebe und das ständig Impulse in die Forschungsarbeit einbringen könne.

Prof. Jobst Plog, NDR-Intendant, ARD-Vorsitzender und ebenfalls Kuratoriumsmit-glied, betonte die Fähigkeit des Instituts, seine wissenschaftliche Grundlagenforschung in praxisrelevante Fragestellungen zu überführen: "Medienforschung bestimmt auch die praktische Arbeit der Rundfunkanstalten, und Strategien für die Zukunft sind ohne wissenschaftliche Grundlage nicht denkbar."

Das Hans-Bredow-Institut war 1950 gemeinsam vom damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk und der Universität Hamburg gegründet worden.