Mapping Europe: Identities, Historical Relations, Media Representations – The Case of the Baltic Sea Region

Zu den wesentlichen Grundlagen und Voraussetzungen eines erweiterten Europas gehören die Vorstellungen, die sich die Menschen in Europa von ihrer eigenen kulturellen Identität, von den europäischen Kulturen und den Beziehungen zwischen ihnen und schließlich von Europa insgesamt machen. Die Gesamtheit dieser Vorstellungen bezeichnen wir als „Mental Maps“, diese sind Gegenstand eines Forschungsvorhabens, welches das Institut als Koordinator gemeinsam mit Partnern aus Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Polen, Russland und Schweden entwickelt und im 7. EU-Forschungs-Rahmenprogramm zur Förderung vorgeschlagen hat. In der ersten Antragsrunde wurde das Projekt zwar positiv begutachtet, schaffte es aber nicht in die Gruppe der letztlich geförderten Projekte. Das Institut beabsichtigt, eine überarbeitete Version des Konzepts bei einer nächsten Antragsrunde erneut einzureichen.

Das Projektkonzept enthält folgende Module: Zur Darstellung des objektiven Hintergrunds für Mental Maps soll zum einen eine Zweitauswertung von Strukturdaten zu den ökonomischen, politischen und kulturellen Beziehungen der Ostseeanrainerstaaten durchgeführt werden. Darüber hinaus soll die Entwicklung der Beziehungen im im Ostseeraum in historischer Perspektive nachgezeichnet werden. Um subjektive und gesellschaftliche Mental Maps zu erkunden, sind verschiedene Schritte vorgesehen: die Re-Analyse vorliegender europäischer Meinungsumfragen, eine repräsentative Befragung sowie Fokusgruppen-Interviews zur vertiefenden Analyse mentaler Karten. Um die Rolle der Medien für die Bildung von Mental Maps nachvollziehbar zu machen, sind verschiedene Schritte vorgesehen: eine historische Analyse von Karten Europas in den Medien (Wetterkarten u. ä.), eine Inhaltsanalyse der Europa-Berichterstattung in den beteiligten Ländern, eine Analyse der Darstellung von historischen Schlüsselereignissen in der Berichterstattung sowie eine Programmbeobachtung des Unterhaltungsangebots im Hinblick auf Bezugnahmen und Darstellungsweisen Europas.

Vorträge

  • „Mapping Europe. Wie Rundfunkprogramme europäische Identitäten stiften (sollten)“, Vortrag von H.-U. Wagner auf der Tagung „Kulturtransfer und Kulturkonflikt“ an der St. Kliment-Ochridski-Universität Sofia am 12. Oktober 2008. - Die Tagung wurde im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem Institut für Germanistik II der Universität Hamburg und dem Lehrstuhl für Germanistik und Skandinavistik der Universität Sofia (Bulgarien) veranstaltet.

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Anja Herzog, M. A.

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