Die Rolle der Medien für die EU-Integration sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen
Während die Europäische Union auf ökonomischer und politischer Ebene seit ihrer Gründung einige Erfolge im Hinblick auf eine Harmonisierung verzeichnen kann, weist die soziale Integration und die Identitätsbildung der Bürger als Europäer noch große Defizite auf. Die Identifikation mit der europäischen Idee und der EU ist im Wesentlichen eine Elitenperspektive; sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen haben eher eine skeptische Haltung gegenüber der EU und fühlen sich mit ihr weniger verbunden. Da den Medien eine wichtige Rolle bei der Informationsvermittlung über die EU sowie bei der Bildung von Vorstellungen von Europa zukommt, hat das Institut zusammen mit der Universität Salzburg ein Projektkonzept entwickelt, mit dem bei sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen die Zusammenhänge von persönlichen Erfahrungen, Medienangeboten und Mediennutzung mit den Einstellungen zu Europa untersucht werden sollen.
Vorträge
„Media use and Euroscepticism in the group of lower educated people”, Vortrag von A. Herzog bei der IAMCR Konferenz 2007 am 23. Juli 2007 in Paris.
„Knowledge of Europe and crossmedia environments. Conceptual and methodological challenges for audience and reception studies”, Posterpräsentation von U. Hasebrink und I. Paus-Hasebrink bei der First European Communication Conference am 25./26. November 2005 in Amsterdam.
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