Forschungsstelle Mediengeschichte

Über die Forschungsstelle

Die Forschungsstelle Mediengeschichte ist ein Kooperationsprojekt des Hans-Bredow-Instituts mit der Universität Hamburg (Department Sprache Literatur Medien I) und dem NDR.

Ihr Ziel ist es, medienhistorische Prozesse zu untersuchen. Hierzu führt sie wissenschaftliche Forschungsprojekte durch.

Darüber hinaus fördert sie in Kooperation mit den Rundfunkanbietern den engen Austausch zwischen medienhistorischer Forschung und Rundfunkpraxis und stärkt in Kooperation mit der Universität Hamburg und anderen Forschungseinrichtungen die kommunikations- und medienwissenschaftlichen Forschungs- und Lehraktivitäten.

Aktuelles

Workshop: Rundfunkgeschichten von "Flucht und Vertreibung"

Wie klingt eine Flucht? Wie eine Ankunft in der Fremde? – „Flucht und Vertreibung“ Deutscher aus dem östlichen Europa am Ende und infolge des Zweiten Weltkriegs sind angesichts heutiger Zwangsmigrationen sowie des 70-jährigen Gedenkens an das Kriegsende äußerst aktuelle Themen. Wie griff das Radio Flucht, Vertreibung und Integration von etwa 12 Millionen Flüchtlingen, Vertriebenen und Umsiedlern nach 1945 in beiden deutschen Staaten auf? Welche Programmangebote entwickelten Radiomacher für die Vertriebenen und welche über sie? Wer waren die Akteure der einschlägigen Rundfunkprogramme?

Auf einer Tagung am Deutschen Rundfunkarchiv in Frankfurt am Main kommen Zeithistorikerinnen und Zeithistoriker aus dem In- und Ausland mit Archivarinnen und Archivaren aus den Historischen Archiven der ARD-Rundfunkanstalten vom 18. bis 19. Juni 2015 zusammen, um diese Fragen zu diskutieren (Programm). Die Veranstaltung wird finanziert und gefördert von der Staatsministerin für Kultur und Medien, dem Deutschen Historischen Institut Warschau und der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv. Gastgeber des Workshops ist das Deutsche Rundfunkarchiv in Frankfurt am Main; Vorstand Bernd Hawlat wird die Tagung eröffnen.

Der Workshop wird veranstaltet von der Forschungsstelle Mediengeschichte, von der Juniorprofessur „Transnationale Wechselbeziehungen: Deutschland und das östliche Europa“ und dem Bukowina-Institut an der Universität Augsburg sowie vom Institut für Geschichte der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.


Neuer BredowCast: Alina Tiews und Hans-Ulrich Wagner berichten über medienhistorische Forschung zu „Flucht und Vertreibung“

Die öffentliche Kommunikation über Vergangenheit ist ein zentraler Bestandteil aller aktuell geführten Selbstverständigungsprozesse von Gesellschaften. Massenmedien werden selbst zu Akteuren von solchen vergangenheitspolitischen Aushandlungsprozessen und prägen Geschichtswissen, -bilder und -vorstellungen entscheidend mit. Über diese „Beziehungen“ von Medien und Gesellschaft sprechen anhand des Themas „Flucht und Vertreibung“ Alina Laura Tiews und Hans-Ulrich Wagner von der Forschungsstelle Mediengeschichte im neuen BredowCast. Hören Sie mehr


vorgestellt & kommentiert: Eine neue Hamburger Mediengeschichte?

Die Ende 2014 erschienene „Medien- und Kulturgeschichte der Metropolregion“ Hamburg präsentiert sich als sehr popularisierendes Sachbuch. In acht Parforceritten erzählt Thomas E. Fischer viel von „glanzvollen Momenten“ und „prägenden Persönlichkeiten“ – übrigens ganz unhanseatisch, nämlich mit einem deutlichen Hang zu Superlativen für die Hansestadt. Für erläuternde Kontexte, für kritische Distanz zum Untersuchungsgegenstand oder gar für wissenschaftliche Reflexion bleibt da wenig Platz. Lesen Sie weiter...

 

 

 

 


Jahrestagung der DGPuK FG Kommunikationsgeschichte: Programm online

Die Forschungsstelle Mediengeschichte war vom 15. bis 17. Januar 2015 Gastgeber der Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Kommunikationsgeschichte.
Das Programm der Tagung mit dem Thema „Neue Vielfalt. Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive“ ist online einsehbar.


Transnational Audiences and Media Consumption

Vom 25. bis 28. November 2014 fand das dritte Forum des Forschernetzwerkes "Entangled Media Histories" im Hans-Bredow-Institut in Hamburg statt. Im Mittelpunkt des dreitägigen Treffens standen Fragen der historischen Mediennutzungs- und Medienwirkungsforschung. Keynote-Speakerin war Frau Professor Christina von Hodenberg (Queen Mary University of London). Ihr Vortrag behandelte das Thema "Measuring television's social impact: Transitional audiences in the era of limited choice". Die Ausführungen von Frau Professor von Hodenberg sind im Rahmen der "lecture2go"-Reihe der Universität Hamburg als VideoCast hier abrufbar.


Neu: Wegweiser zu rundfunkhistorischen Quellen und Dokumenten

Sie sind Wissenschaftler/in und wollen zur Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland forschen?

In verschiedenen Archiven findet sich hierzu eine Vielzahl von Quellen und Dokumenten.

Einen ersten Überblick darüber gibt Ihnen der „Wegweiser zu Quellen und Dokumenten der Rundfunkgeschichte in Norddeutschland“.