Herbert Hübner
- "Zukunftsmusik
damals! Heute schon Geschichte" - Der Musikredakteur Herbert Hübner und sein Nachlass.
Ein Artikel von Imke Wendt - zurück zur Übersicht der Zeitzeugen
Kurzbiographie
- geboren am 11. Juni 1903 in Bockau (Erzgebirge)
- 1923 -1925 studiert Hübner am Staatlichen Bauhaus in Weimar; er nimmt u.a. an Kursen von Walter Gropius, Paul Klee, Wassily Kandinsky, und Laszlo Moholy-Nagy teil
- Ausbildung als Kunsthandwerker in den Keramischen Werkstätten des Weimarer Bauhauses in Dornburg
- 1926-1928 Studium an der Musikhochschule in Weimar in den Fächern Komposition (Richard Wetz), Orgel (Friedrich Martin) und Klavier (Erika von Binzer)
- 1929-1936 Studium der Musikwissenschaften mit dem Schwerpunkt musikethnologische Studien sowie Kunst- und Literaturgeschichte an der Universität Jena; 1936 Promotion mit einer Arbeit über "Die Musik im Bismarck-Archipel"
- ab 1936 Ausbildung in der Tonmeister-Schule des Reichssenders Frankfurt und Tätigkeit als Tonmeister in der damals von Hans Rosbaud geleiteten Musikabteilung
- 1939-1945 Anstellung als Tonmeister am Deutschlandsender in Berlin
- Sommer 1945 Anstellung als Tonmeister bei Radio Hamburg
- Ab 1947 Redakteur für Neue Musik beim Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR)
- 1951 Gründung der Studio-Reihe "das neue werk"
- 1953 verleiht das Kuratorium der Arnold-Schönberg-Stiftung in Wien Herbert Hübner "in Würdigung seiner grossen, vorbildlichen Verdienste um die Musik der Gegenwart im Rahmen seines Tätigkeitsgebietes am NWDR" die Arnold-Schönberg-Medaille
- am 12. März 1954 ermöglicht der NWDR in der Reihe "das neue werk" die Uraufführung von Schönbergs Oper "Moses und Aron" in der Hamburger Musikhalle
- am 31. Juli 1969 tritt Hübner in den Ruhestand
- am 9. Oktober 1989 verstirbt Herbert Hübner im Alter von 86 Jahren in Hamburg
Hans-Ulrich Wagner
und Imke Wendt führten 2006 und Anfang 2007 mehrere Gespräche
mit Frau Dr. Hanna Hohl, der langjährigen Lebensgefährtin
Herbert Hübners.