Günter Wilhelm Friedrich Schwermer

Kurzbiographie

  • geboren am 29. Mai 1911 in Berlin-Steglitz
  • die Eltern verstarben früh; aufgezogen wurde er von seiner Großmutter und einer Tante
  • nach dem Abitur am Staatlichen Reformrealgymnasium in Bunzlau von 1930 bis 1932 zunächst Ausbildung zum Zeitungsverlagskaufmann beim Weltkunst-Verlag in Berlin
  • 1932 bis 1935 Tätigkeiten in den Verkaufs- und Werbeabteilungen von "Grünewalds Registrator CO AG" sowie zweier Tochterfirmen in Berlin
  • 1934 nimmt er an einem Rundfunksprecherwettbewerb der Reichsrundfunkgesellschaft (RRG) in Berlin teil und gewinnt mit einer Stegreif-Reportage über eine Sportveranstaltung den 3. Preis; fortan arbeitet er freiberuflich beim Reichssender Berlin und beim Deutschlandsender (Reportagen für Zeitfunk, Sport und Gesellschaft)
  • 1935 bis 1937 arbeitet er als Werbereferent des Hamburger Mineralölunternehmens Shell in Berlin
  • 1937 bis 1941 Verlagskaufmann beim Ullstein-Verlag, Propyläenverlag und Deutschen Verlag; seit 1939 für den Deutschen Verlag in Dresden als Vertriebsleiter für den Bezirk Sachsen, Thüringen und Sudetenland tätig
  • 1941 bis 1945 eingezogen zur Wehrmacht, kommandiert er bald einen kleinen Rundfunktrupp beim Heereskriegsberichterzug Mitte; in Kurland trifft er auf seinen späteren NWDR-Kollegen Peter von Zahn
  • das Kriegsende erlebt er in Schleswig-Holstein; es folgt eine kurze Internierung in Büsum
  • nach der Entlassung Inszenierung eines eigenen heiteren Theaterstücks "Die Wunderbar"
  • ab 1. Januar 1946 Mitarbeiter der Reportageabteilung des NWDR Hamburg (vorwiegend Zulieferungen für die Sendereihe "Echo des Tages")
  • Versuch der Etablierung der Zeitschrift "Die gute Stunde - Unterhaltung für jedermann"; Mitwirkung am Dokumentarfilm "Verkehrswege sind Lebensadern"
  • 11. Juli 1948 Hochzeit mit Gisela Osius an Bord des Schulschiffs "Seute Deern" im Hamburger Hafen
  • ab 2. Oktober 1952 Leiter der Reportageabteilung im Landesfunkhaus Hannover
  • 1954 führt eine schwere Erkrankung, die sich schon zwei Jahre zuvor abzeichnete und die Ausübung des Berufs einschränkte, zur Frühpensionierung
  • 1955 versucht er noch einmal in der Verlagsbranche Fuß zu fassen, was seine Krankheit jedoch nicht mehr erlaubt
  • als Rentner lebt er zurückgezogen mit seiner Frau in Hamburg
  • Günter Schwermer verstirbt am 7. April 2006 in Hamburg

Hans-Ulrich Wagner führte am 12. November 2001 mit Günter Schwermer ein Gespräch über seine Arbeit für den NWDR. Im Juli 2006 stellte Gisela Schwermer eine Vielzahl von Dokumenten aus dem Privatnachlass der Forschungsstelle zur Auswertung zur Verfügung.