Siegfried Lenz

Kurzbiographie

  • Geboren am 17. März 1926 in Lyck (Ostpreußen).
  • 1932 bis 1943 Schulbesuch in Lyck und Samter.
  • 1943 Einberufung zur Kriegsmarine. Das Kriegsende erlebt Lenz in Dänemark. Er gerät in englische Kriegsgefangenschaft und wird Dolmetscher bei einer britischen Entlassungskommission.
  • 1945 Nach seiner Entlassung geht Lenz nach Hamburg und studiert - mit dem Ziel, Lehrer zu werden -, von 1946 bis 1950 unter anderem bei Privatdozent Hans Wolffheim Philosophie, Anglistik und Literaturwissenschaften.
  • 1946 Durch Vermittlung von Hans Wolffheim bekommt Lenz die Möglichkeit, erste kleinere Rundfunkbeiträge für den NWDR in der Sendereihe "Wir erinnern an ..." zu verfassen.
  • 1948 - 1951 Lenz arbeitet zuerst als Volontär, später als Feuilletonredakteur bei der englischen Zonenzeitung "Die Welt".
  • 1951 erscheint sein erster Roman "Es waren Habichte in der Luft", der vorher als Fortsetzungsroman in der "Welt" abgedruckt wird.
  • 1952 wird Lenz zur Gruppe 47 eingeladen
    Noch in der Versuchsphase des NWDR-Fernsehens schreibt Lenz das Drehbuch zum Fernsehspiel "Inspektor Tondi"; im gleichen Jahr sendet der NWDR seine erste größere Hörfunkarbeit "Wanderjahre ohne Lehre"
  • 1956 verarbeitet Lenz seine Erfahrungen als Feuilletonredakteur in dem NDR-Feature "Fortsetzung folgt - Zur Entstehung eines Illustriertenromans"
  • 1957 Lenz' zweiter Roman "Der Mann im Strom" erscheint; das Sujet hatte Lenz bereits für den Hörfunk bearbeitet (1955 "Die Nacht des Tauchers. Die Wracks von Hamburg", 1956 "Der Hafen ist voller Geheimnisse")
  • 1960 wird sein Feature "Zeit der Schuldlosen" produziert, dem über ein Jahr später "Zeit der Schuldigen" folgt.
  • 1961 erarbeitet Lenz aus beiden Hörfunkwerken das Theaterstücke "Zeit der Schuldlosen", das im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg uraufgeführt wird
  • 1968 erscheint sein Roman "Deutschstunde"
  • 1970 Auf Einladung von Bundeskanzler Willy Brandt reist Lenz zusammen mit Günter Grass zur Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vertrages nach Warschau
  • 1976 verleiht ihm die Universität Hamburg die Ehrendoktorwürde
  • 1978 wird sein Roman "Heimatmuseum" veröffentlicht
  • 1983 schreibt Lenz das Fernsehspiel "Ein Kriegsende"
  • Im November 2001 erhält Lenz die Ehrensenatorenwürde der Universität Hamburg
  • 2003 erscheint der vorerst letzte Roman "Fundbüro"
  • Siegfried Lenz lebt bei Hamburg.