Peter Boenisch

Kurzbiographie

  • geboren am 4. Mai 1927 in Berlin
  • Besuch der Hugo-Eckener-Schule in Berlin
  • eingezogen in ein Luftnachrichten-Regiment; Fallschirmjäger; ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz
  • Studium der Fächer Jura und Slawistik an der Humboldt-Universität, Berlin (nicht abgeschlossen)
  • nach dem Zweiten Weltkrieg Lokal- und Sportreporter der "Allgemeinen Zeitung" (Berlin). Dann Politischer Redakteur bei der "Münchener Neuen Zeitung"
  • von 1949 bis 1952 Chefredakteur der "Schleswig-Holsteinischen Tagespost" (später: "Schleswig-Holsteinische Landeszeitung"), Rendsburg
  • von 1952 bis 1955: Persönlicher Referent des NWDR-Generaldirektors Adolf Grimme, verantwortlich u.a. für die Öffentlichkeitsarbeit des Nordwestdeutschen Rundfunks. In dieser Funktion Koordination verschiedener NWDR-Hilfsaktionen, u.a. der "Kinderluftbrücke"
  • 1955 bis 1959: Chefredakteur der Illustrierten "Revue"
  • 1956: Entwicklung des Jugendmagazins "Bravo"
  • 1959: Wechsel zum Axel-Springer-Verlag; von 1961-1971: Chefredakteur der "Bild"-Zeitung, von 1965-1970: Zudem Chefredaktion der "Bild am Sonntag"
  • 1971: Geschäftsführer der Axel-Springer GmbH, Gesellschaft für Publizistik
  • von August 1974 bis Oktober 1976: Beratung der Chefredaktion von "Welt" und "Welt am Sonntag" aus Anlass deren Standortwechsels von Hamburg nach Bonn
  • 1976: Auszeichnung mit dem Bayerischen Verdienstorden
  • von Juli 1978 bis März 1981: Chefredakteur der "Welt"
  • von 1976 bis 1980: Bundestagswahlkampf-Berater von Helmut Kohl (CDU)
  • von Mai 1983 bis Juni 1985: Staatssekretär und Leiter des Bundespresse- und Informationsamtes; Regierungssprecher; Rücktritt aus Anlass eines steuerrechtlichen Ermittlungsverfahrens, das mit einem Strafbefehl über 1,08 Mio. DM rechtskräftig abgeschlossen wurde
  • 1985: Auszeichnung mit dem Großoffizierskreuz des belgischen König-Leopold-Ordens, 1986: Auszeichnung als Kommandeur der französischen Ehrenlegion
  • vom 1.1.1986 bis 31.12. 1986: Geschäftsführer für den Bereich Journalismus im Burda-Verlag; gleichzeitig Übernahme des Amtes des Redaktionsdirektors und damit verantwortlich für die in München erscheinende Illustrierte "Bunte" und "Burda-TV"
  • Februar 1994: "Persönlicher Wahlkampfberater im Medienbereich" für Helmut Kohl (CDU)
  • Juli 1999: Wahl in den Aufsichtsrat des Axel-Springer-Verlages
  • 30.4.2001: Der Axel-Springer-Verlag gibt bekannt, dass Peter Boenisch aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Hintergrund waren Auseinandersetzungen mit der neuen Springer-Führung
  • 8. Juni 2001: Der Axel-Springer-Verlag kündigt den Autoren- und Beratervertrag des langjährigen Mitarbeiters. Laut Vorstandschef sei der Anlass hierfür ein Artikel Boenischs in der "Süddeutsche Zeitung" gewesen, der ohne Genehmigung des Springer-Verlages erschienen sei.
  • 2004: Auszeichnung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz für die Aussöhnung mit Russland
  • gestorben am 8. Juli 2005 in Gmund am Tegernsee

Peter von Rüden führte am 12. Juli 2002 ein ausführliches Gespräch mit Herrn Boenisch über sein Leben und seine Arbeit für bzw. mit dem Rundfunk.