Online-Artikel

Fernsehpioniere auf dem Heiligengeistfeld -
Vor 60 Jahren startete in Hamburg der regelmäßige Fernsehprogrammbetrieb

Der Weg von den ersten gelegentlichen Fernseherlebnissen bis zum Siegeszug des Mediums Fernsehen innerhalb der 1950er Jahre war rasant. Aus den bescheidenen Anfängen des „Zauberspiegels“ wurde sehr schnell das Leitmedium Fernsehen. Eine kleine Mannschaft von Fernsehpionieren legte in Hamburg die Grundlage hierzu. Von 1950 bis 1952 experimentierte Techniker und Programmmacher in den beiden Hochbunkern auf dem Hamburger Heiligengeistfeld. Am Ersten Weihnachtsfeiertag des Jahres 1952 war es dann soweit: Der Intendant des NWDR-Fernsehen, Werner Pleister, und der Technische Direktor des NWDR, Werner Nestel, eröffneten um 20 Uhr den regelmäßigen Fernsehprogrammbetrieb – seit 60 Jahren also gilt das Versprechen, dem Publikum täglich ein neues und interessantes Fernsehprogramm zu bieten. Lesen Sie mehr.

 

Investigativer Fernsehjournalismus - "Anno" und der Start der politischen Fernsehmagazine in den 1960er Jahren

Zu Beginn des Jahres 1960 planten sowohl der Bayerische Rundfunk als auch der Nord- und Westdeutsche Rundfunkverband eine politische Magazinsendung. Am 25. Oktober 1960 ging „Anno“ auf Sendung, ein zeitkritisches Magazin des Bayerischen Rundfunks, aus dem zwei Jahre später „Report“ hervorging. Wenig später – am 4. Juni 1961– startete auch der NDR wöchentlich mit „Panorama“. „Anno“ kann demnach als erstes politisches Magazin gelten, sieht man einmal von einem „Panorama“-Vorläufer ab, der im Norden unter dem Reihentitel „Panorama – Worüber man spricht, worüber man sprechen sollte“ von 1957 bis Anfang 1958 zu sehen war. Lesen Sie mehr.

 

„Gentleman“, „Labour-Lord“ und „Außenminister des NWDR“ - Walter D. Schultz zum 100. Geburtstag

Im Mai 1948 bot Hugh Carleton Greene ihm das so genannte „Außenreferat“ des Nordwestdeutschen Rundfunks an. Greene, der zwischen 1940 und 1945 den Deutschsprachigen Dienst der BBC leitete, stand zu diesem Zeitpunkt als Brite der deutschen Rundfunkanstalt als Generaldirektor vor. Das Angebot an Walter D. Schultz, eine Stabstelle in der Generaldirektion unter Greene und wenig später unter Adolf Grimme zu bekleiden, war verlockend. Schultz ergriff diese Chance. Lesen Sie hier mehr über die wechselvolle Biografie des 1910 in Hamburg geborenen Rundfunkmachers.

 

Schlechtwetter um bessere Aussichten? - Die Einführung der Wetterkarte vor 50 Jahren sorgte für Kontroversen

Nicht nur eitel Sonnenschein herrschte am 1. März 1960, als die neue animierte Wetterkarte der ARD zum ersten Mal über die bundesdeutschen Bildschirme ging. Die Karte ersetzte den ‚handgemachten’ Wetterbericht der Hamburger Meteorologen, die seit 1952 mit Kohlestift und großen Gesten dem deutschen Fernsehpublikum das Wetter erklärt hatten. Doch nicht nur der Verlust des ‚Human-Touch’ sorgte bei den Zuschauern in den 60er Jahren für Entrüstung. Auch in politischer Hinsicht brachte die neue Aufmachung des Wetters Zündstoff mit sich. Lesen Sie mehr.

 

Von der Rechtlichkeit und Sauberkeit des Verfahrens überzeugen" - Die Berichterstattung des NWDR über den Nürnberger Prozess

„Hallo Nordwestdeutscher Rundfunk, hier spricht Andreas Günther aus dem Justizpalast in Nürnberg.“ Diese Worte leiteten ab dem 11. Mai 1946 den bis zu drei Mal täglich gesendeten „Bericht aus Nürnberg“ des NWDR an seine Hörer ein. Durch eine objektive und distanzierte Berichterstattung sollten die Berichte die deutsche Bevölkerung zur Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen bewegen. Eine alles andere als einfache Aufgabe jedoch für die Rundfunkjournalisten im ersten Nachkriegsjahr – wie der Artikel von Florian Bayer anhand zeitgenössischer Dokumente und Hörerbriefe sowie mit einem Hörbeispiel aufzeigt.

 

Von „unappetitlich“ bis „Kochspieler“. Zeitgenössische Zuschriften zeigen auch die Kritik am Fernsehkoch Clemens Wilmenrod
Er brutzelte und schmorte ab 1953 im Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR): Clemens Wilmenrod war Deutschlands erster Fernsehkoch. Viele Zuschauer konnte er mit seinen eigenwilligen Rezepten begeistern, doch auch kritische Stimmen erreichten den selbst ernannten „Bundesfeinschmecker“. Er koche „unhygienisch und unappetitlich“, hieß es, und ein Vorwurf lautete, er koche gar nicht selbst: Machte Wilmenrod seinen Zuschauern elf Jahre lang etwas vor? Lesen Sie mehr – ein Artikel von Silvia Becker über die zeitgenössische Zuschauerpost.

 

„Vergangenheitserhellung“ und „kniffelige“ Live-Hörspiele: Der Jugendfunkautor Heinrich von Tiedemann
Zum 85. Geburtstag von Heinrich von Tiedemann (und zum 55. „Geburtstag“ des „Abends für junge Hörer“)
Beim Jugendfunk des Nordwestdeutschen Rundfunks mitzuarbeiten – Heinrich von Tiedemann zögerte. Jugendfunk, das klang nach einer „Art Kinderfunk für größere Kinder“. Doch Wolfgang Jäger, der dieses Ressort seit 1950 beim NWDR leitete, steckte den jungen Autor und Journalisten mit seiner Vorstellung von einem „Erwachsenenrundfunk für junge Leute“ an. Lesen Sie mehr – ein Artikel von Christoph Hilgert mit Photos und einem Hörspielbeispiel.

 

„Hallo, Hallo, hier Radio!“ Vor 85 Jahren startete der Rundfunk in Hamburg
„Guten Tag, hier ist die Norag!“ – mit solch einfachen und höflichen Worten stellte Hans Bodenstedt das neue Medium in der Hansestadt vor. Der künstlerische Leiter des Hamburger Senders eröffnete am 2. Mai 1924, also vor 85 Jahren, den Programmbetrieb. Das Zentrum des Rundfunks, das Studio, lag in der Binderstrasse im Hamburger Stadtteil Rotherbaum. Noch war die Anzahl der Hörer klein und überschaubar – aber das Radiofieber sollte auch in der Hansestadt nach und nach um sich greifen. Doch bevor das neue Medium seinen Siegeszug antreten konnte, waren in Hamburg rechtliche und finanzielle Fragen zu klären und personelle Entscheidungen zu treffen. Lesen Sie hier einen Rückblick auf die turbulenten Ereignisse.

 

„Eigentlich bin ich ein Hörspiel- und Kurzgeschichtenmann - Aus der Korrespondenz zwischen Wolfgang Hildesheimer und Heinz Schwitzke
Die Zusammenarbeit von Wolfgang Hildesheimer mit der Hamburger Hörspielabteilung begann am 17. Juni 1952, als der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) dessen erstes Hörspiel „Das Ende kommt nie“ sendete. Heinz Schwitzke, seit November 1951 Leiter der Hauptabteilung Hörspiel und Produktion beim NWDR in der Hansestadt, erkannte die künstlerische Qualität dieses dramatischen Erstlings und verteidigte sie gegen die negativen Reaktion vieler Hörer.
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„Kein Ohrenschmaus im herkömmlichen Sinne“ - Free Form Jazz und die Anfänge des NDR-Jazzworkshops
Die NDR-Jazzworkshops feiern in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag – ein willkommener Anlass, einen Blick zurückzuwerfen auf die Anfänge dieser außergewöhnlichen Konzert-Reihe und geschichtsträchtigen Programm-Marke, die schon in den fünfziger Jahren das norddeutsche Publikum mit den internationalen Größen des Modern Jazz bekannt machte. Lesen Sie mehr

 

Je nasser das Hemd, desto trockener der Humor" Adenauer, Eisenhower, Eden - mit Witz und Charme zeichnete er die Gesichter seiner Zeit. Der Karikaturist Mirko Szewczuk im NWDR-Fernsehprogramm   
"Sind Sie im Bilde?", fragte zu Beginn des Jahres 1952 der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) das noch handverlesene Fernsehpublikum. Techniker und Redakteure arbeiteten im Hochbunker auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg daran, ein Versuchsprogramm zu senden. Weihnachten 1952 sollte der Startschuss fallen. Doch die scheinbar so genuin auf das Fernsehen zugeschnittene Frage "Sind Sie im Bilde?" zielte nicht auf Bild- oder Empfangsqualität. Mit ihr stellte sich der Karikaturist Mirko Szewczuk vor und lud sein Publikum jeden zweiten Freitagabend ein, sich von ihm ins rechte Bild setzen zu lassen. Lesen Sie mehr

 

Zukunftsmusik damals! Heute schon Geschichte" - Der Musikredakteur Herbert Hübner und sein Nachlass.
"Zukunftsmusik" - das war Beruf und Berufung von Herbert Hübner. Über zwei Jahrzehnte hinweg, von 1947 bis 1969, gestaltete er als Musikredakteur im Hamburger Funkhaus des Nordwestdeutschen bzw. des Norddeutschen Rundfunks das Programm für Neue Musik. Aus heutiger Perspektive erscheint die von Hübner vorgestellte und geförderte Zukunftsmusik selbst als bemerkenswertes Kapitel in der deutschen Musik- und Rundfunkgeschichte der Nachkriegszeit.
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Zu Wasser, zu Lande und in der Luft für die Hörer - Der "Allround"-Reporter Günter Schwermer. "Nicht auf Sensationen kommt es mir an bei Reportagen im Rundfunk, jedoch darauf, den Menschen unserer Zeit, den Hörer, mit den vielfältigen Erscheinungen und Entwicklungen der Gegenwart vertraut zu machen." Günter Schwermer, der 1949 diesen Anspruch formulierte, war einer der umtriebigsten Reporter in der westdeutschen Hörfunklandschaft der Nachkriegsjahre. Etwa 1.200 Beiträge soll er in den Jahren zwischen 1946 und 1953/4 für den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) produziert haben.
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"Die rechte Hand". Wie Helga Boddin von der Regieassistentin zur stellvertretenden Hauptabteilungsleiterin Unterhaltung wurde.
Nur wenige Rundfunk-Frauen ihrer Generation sind so weit gekommen wie sie: Helga Boddin, Jahrgang 1926 und seit 1946 in Diensten des Nordwestdeutschen Rundfunks, schaffte den Aufstieg von der Assistentin im Schulfunk zur stellvertretenden Hauptabteilungsleiterin Unterhaltung im NDR. Daran, wie ihr der Chief Controler der britischen Besatzungsmacht, Hugh Carleton Greene, auf diesem verschlungenen Weg half, warum auch Schulfunk-Mitarbeiter unter Umständen mit Badehosen zum Dienst antreten mussten und wieso im "Bericht aus Bonn" ein jedes Wort zu einer "kleinen Schweinerei" werden konnte, erinnert die Forschungsstelle.
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"Das eine und das andere Pausenzeichen": Zur Gründung von WDR und NDR vor 50 Jahren.
Am 1. Januar 1956 um 0 Uhr begrüßte man nicht nur ein neues Jahr, sondern auch zwei neue Rundfunkanstalten: Wo vorher der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) gesendet hatte, machten nun der Westdeutsche Rundfunk (WDR) und der Norddeutsche Rundfunk (NDR) Programm. Zum 50. Jubiläum von WDR und NDR erinnert die Forschungsstelle an dieses Ereignis - unter anderem mit einem Audiofile der Neujahrssendung 1956 und einer Dokumentation der Gesetzesgrundlagen der Anstalten.
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"Ja, machen Sie gleich mit. Sie werden dann munter": Vor 60 Jahren begann die Morgengymnastik mit Hildegund Bobsien.
Am 13. Juli 1945 engagierte Radio Hamburg, der britisch kontrollierte Vorläufer des Norddeutschen Rundfunks, die Gymnastiklehrerin Hildegund Bobsien. Fortan machte die Hamburgerin Tausende Radiohörerinnen und -hörer in Norddeutschland mit ihrer morgendlichen Gymnastik-Sendung munter. Zum 60. Jubiläum dieses Programms erinnert die Forschungsstelle zur Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland an die beliebte Morgengymnastik und ihre "Vorturnerin". Hörerzuschriften zeigen die Popularität von Hildegund Bobsien; ein Audiofile mit Ausschnitten einer Sendung aus den fünfziger Jahren lädt ein - zum Reinhören und Mitturnen.
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