Medienarbeit. Schriftsteller und Rundfunk
07.415
(M) "Medienarbeit.
Schriftsteller und Rundfunk"
Mo 10-12 Medienzentrum
Inhalt
Von "Geld, Geist und funkischer Form" ist immer wieder die Rede, wenn es um die ökonomischen Bedingungen einer Existenz als freier Schriftsteller im Zusammenspiel von Buchmarkt und Medienarbeit geht. Doch die Frage nach der Literatur im Medienzeitalter fokussiert ein vielfältiges Zusammenspiel von Literatur und neuen technischen Medien im 20. Jahrhundert und beleuchtet komplexe Beziehungen von Medien und literarischer Öffentlichkeit. Um diese Themen im Seminar anzugehen, werden zwei Zugangsweisen gewählt. Zum einen erhalten die Seminarteilnehmer/innen einen Überblick über die verschiedenen methodischen Ansätzen, zum anderen sollen einzelne Autoren und ihre Medienarbeit im Mittelpunkt stehen.
Methodik
Wie erfasst man mediale Strategien, mit denen Autoren auf die sich wandelnden Herausforderungen reagieren? Wie beurteilt man deren nicht nur literarischen Handlungen, um sich in einem multimedialen Literaturbetrieb zu positionieren? Welche Autorenbilder und Rollenzuschreibungen begegnen in diesem Zusammenhang? Das literatur- und medienwissenschaftliche Instrumentarium steht am Beginn des Seminars. Es leitet über zu ausgewählten Fallstudien über Autoren, die mit ihrer Medienarbeit exemplarische oder exzeptionelle Antworten gegeben haben. Beispiele hierfür sind Alfred Döblin, Günter Eich und Alfred Andersch sowie weitere Schriftsteller der Gruppe 47. Darüber hinaus sollen die Seminarteilnehmer/innen diese Fragestellungen auf aktuelle Entwicklungen übertragen und anhand von Gegenwartsautoren untersuchen.
Literatur
- Jörg Hucklenbroich / Reinhold Viehoff (Hrsg.): Schriftsteller und Rundfunk. Konstanz 2002 (= Jahrbuch Medien und Geschichte).
- Eine Literaturliste und ein Seminarfahrplan sind hier abrufbar.
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