Anfänge des Fernsehens in Deutschland
07.346 (M) Anfänge des Fernsehens in Deutschland
Freitag 14-16 Medienzentrum
Inhalt
"Es ist das Fernsehen in der Tat die Macht, von der man sagen kann, dass sie mehr Explosivstoff enthält als Bomben und Kanonen, mehr deshalb, weil sie auch Seelen morden kann." Diese Warnung gab Adolf Grimme, damals Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks, dem Fernsehen 1953 anlässlich der Eröffnung des Fernsehstudios in Hamburg-Lokstedt mit auf den Weg. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Fernsehen in Deutschland bereits eine bewegte Geschichte hinter sich. Ersten Versuchen während der Weimarer Republik folgte ein regelmäßiger Sendebetrieb unter nationalsozialistischer Herrschaft und schließlich der Neuaufbau des Fernsehens in Ost- und Westdeutschland. Das vergleichsweise junge Medium Fernsehen war dabei umstritten. Wer sollte das Fernsehen betreiben und entwickeln? Was sollte gesendet werden? Wer sollte das Fernsehen wie nutzen?
Methodik
Den Entwicklungen zwischen 1926 und 1964 widmet sich dieses Seminar. Dabei sollen sowohl die institutionellen als auch die technischen und nicht zuletzt die programmlichen Ebenen des Fernsehens untersucht werden.
Einführende Literatur
- Bleicher, Joan Kristin: Chronik zur Programmgeschichte des deutschen Fernsehens. Berlin: 1993.
- Hickethier, Knut: Geschichte des deutschen Fernsehens. Stuttgart u.a.: 1998.