Newsletter des Hans-Bredow-Instituts 30.4.2009

Projekt

„Heranwachsen mit dem Social Web“: Präsentation der Forschungsergebnisse zur Rolle von Web 2.0 -Angeboten im Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Die Angebote des sog. Social Web, wie Netzwerkplattformen (z. B. SchülerVZ, StudiVZ), Videoplattformen (z. B. YouTube), Instant Messaging-Dienste (z. B. ICQ, MSN) sowie Weblogs und Wikis, haben für Jugendliche einen hohen Stellenwert in ihrem Medienrepertoire und ihrem Alltag. Die sich eröffnenden Möglichkeiten zur Selbstdarstellung, Partizipation, Vernetzung und Beziehungspflege nutzen sie dabei je nach Bedürfnis und Anliegen auf ganz unterschiedliche Art und Weise.
Manche Angebote bergen aber auch Risiken, etwa hinsichtlich des Daten- und Nutzerschutzes sowie der Transparenz. Insbesondere Fehleinschätzungen bezüglich der Reichweite, Nachhaltigkeit und Dynamik von Social Web-Angeboten können bei Jugendlichen eine riskante Nutzung begünstigen.
Die LfM-Studie, die gestern in Düsseldorf vorgestellt wurde, gibt Aufschluss darüber, was Jugendliche und junge Erwachsene über die neuen Kommunikationsmöglichkeiten denken, wie sie im Alltag mit diesen umgehen und welche Unterschiede sich dabei je nach Alter, Geschlecht und sozialem Kontext zeigen. Damit wird eine Grundlage geschaffen für eine sachliche Auseinandersetzung mit diesem wichtigen und heute bereits alltäglichen Bestandteil der Medienlandschaft. ... Kurzfassung des Endberichts (pdf-Datei)

Veranstaltung

Perspektiven auf Europa - Beiträge aus Kommunikationswissenschaft, Medienpolitik und Medienpraxis

Eine Vortragsveranstaltung der Arbeitsstelle „European Media and Public Spheres“ (EuroMaPS) im Rahmen der Europawoche 2009, Dienstag, 5.5.2009, 10.00-14.00 Uhr, Allende-Platz 1, Raum 250 (2. OG), Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich,  Programm (pdf-Datei), weitere Infos zu den Referenten (pdf-Datei)

Der fortschreitende europäische Einigungsprozess findet – so ein häufiger Vorwurf – weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ohne ausreichende Teilhabe der europäischen Bürgerinnen und Bürger statt. Wie stellen sich europäische Öffentlichkeiten heute tatsächlich dar? Welche Rolle spielen die Medien im Prozess der europäischen Integration, wie werden sie selbst von ihm beeinflusst? Wie sieht die aktuelle Berichterstattung zu europäischen und europapolitischen Themen aus und wie wird sie von den Mediennutzern wahrgenommen? Mit welchen Herausforderungen kämpfen EU-Berichterstatter bei ihrer Arbeit? Wie schaffen wir mehr Öffentlichkeit für Europa? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung, mit der sich EuroMaPS an der diesjährigen Hamburger Europawoche beteiligt. Sie gibt Einblick in aktuelle Wissenschaft und Praxis: Im ersten Teil der Veranstaltung präsentieren EuroMaPS-Mitglieder Forschungsbereiche und -projekte der Arbeitsstelle. Daran anknüpfend soll mit Journalistinnen und Journalisten sowie Experten auf dem Gebiet der EU-Öffentlichkeitsarbeit diskutiert werden. 

Publikation

„Hallo, Hallo, hier Radio!“ 85 Jahre Hörfunk in Hamburg

"Guten Tag, hier ist die Norag!“ – mit diesen einfachen, höflichen Worten startete Hans Bodenstedt, künstlerischer Leiter des Hamburger Senders, am 2. Mai 1924 den Programmbetrieb des neuen Mediums. Die Anzahl der Hörer war zunächst klein und überschaubar, doch das "Radiofieber" sollte bald auch in der Hansestadt um sich greifen. Zuvor jedoch waren in Hamburg rechtliche und finanzielle Fragen zu klären und personelle Entscheidungen zu treffen gewesen. Die Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Nordeutschland blickt auf Ihrer Website mit einem Artikel auf die turbulenten Ereignisse zurück ...