Alina Laura Tiews, M. A.

Alina Laura Tiews, M. A., studierte Neuere und Neueste Geschichte, Neuere Deutsche Philologie und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihr Dissertationsprojekt ging der Frage nach, welche Rolle Flucht und Vertreibung im Film und Fernsehen der DDR und der Bundesrepublik zwischen 1949 und 1990 spielten. Das Projekt wurde von der DEFA-Stiftung und mit dem Immanuel-Kant-Promotionsstipendium des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa gefördert. Die erfolgreiche Verteidigung fand im Oktober 2015 am Historischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster statt; eine Publikation ist in Vorbereitung.

Alina Laura Tiews arbeitete von 2005 bis 2009 als museumspädagogische Referentin am Deutschen Historischen Museum in Berlin und danach als freie Museumspädagogin für verschiedene Hamburger Museen.

Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Migrations- und Mediengeschichte sowie im Feld von Erinnerungskultur, Geschichtspolitik und Geschichtsvermittlung. Ehrenamtlich engagiert sie sich als Redakteurin für die Zeitschrift „Rundfunk und Geschichte“.

Seit März 2013 ist Alina Laura Tiews wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Mediengeschichte.

Aktuelle Publikationen

  • Tiews, A. L. (2016): Vom Heimatfilm zum Dokudrama. Filme über Flucht und Vertreibung der Deutschen und was man aus ihnen lernen kann. In: M. Quentmeier, M. Stupperich, R. Wernstedt (Hrsg.), Vertrieben, geflohen - angekommen? Das Thema Flucht und Vertreibung im Geschichts- und Politikunterricht. Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag, S. 92-107.

  • Tiews, A. L. (2016): Rezension von "Fernsehen, Revolution und das Ende der DDR" von Thomas Großmann. Göttingen: Wallstein Verlag. In: German History 2016, Online first, DOI: 10.1093/gerhis/ghw053.

  • Tiews, A. L. (2016): A Look Back or a Look Ahead? Cinematographic Approaches Toward the ‘Refugee Problem’ in Post-War Germany. In: A. Martins, A. Lopes, M. Dias (Eds.), Mediations of Disruption in Post-Conflict Cinema, London: Palgrave Macmillan, pp. 161-176.

  • Tiews, A. L. (2015): Rezension von "Representations of Flight and Expulsion in East German Prose Works" von Bill Niven. Woodbridge: Camden House 2014. In: sehepunkte 15, Nr. 7/8 [15.07.2015] (online).

  • Tiews, A. L. (2015): Auf Augenhöhe. Begegnungen von Archivar/innen und Historiker/innen am Deutschen Rundfunkarchiv in Frankfurt/M. In: Rundfunk und Geschichte 41, Nr. 3-4, S. 50-52.

  • Tiews, A. L. (2015): Der Film «Lang ist der Weg». Spiegel des DP-Problems 1948 oder zionistischer Heimatfilm?. In: C. Defrance, J. Denis, J. Maspero (éds.), Personnes déplacées et guerre froide en Allemagne occupée. Brüssel u.a.: Peter Lang, S. 329-346.

  • Tiews, A. L. (2015): Vom Treck in heile Welten: Die Auseinandersetzung mit Flucht und Vertreibung in Film und Literatur der vierziger und fünfziger Jahre. In: B. Kusch-Arnhold, K. Baas, A. Graf, R. Kopka (Hrsg.), Zeit Zeugnisse. Borkener erinnern sich an Krieg, Verlust und Neubeginn. Borken: Rehms Druck, S. 46-53.

  • Tiews, A. L. (2014): Egon Günther als Grenzgänger. Deutsch-deutsche medienhistorische Verflechtungen am Beispiel des Falls Feuchtwanger. In: Rundfunk und Geschichte 40, Nr. 3-4, S. 62-70 (online).

  • Tiews, A. L.; Wagner, H.-U. (2014): Töne und Bilder "aus der Neuen Welt". Ein Beitrag zur Reihe "NDR Geschichte(n)" (online).

  • Tiews, A. L. (2014): "Wie lange fahren wir noch?" – "Bis wir zu Hause sind." Die Inszenierung von Flucht und Vertreibung als Heimkehr im DDR-Fernsehfilm "Wege übers Land". In: L. Karl, D. Müller, K. Seibert (Hrsg.), Der lange Weg nach Hause. Die Konstruktion von Heimat im europäischen Spielfilm. Berlin: Metropol, S. 60-86.

Liste mit älteren Publikationen

Aktuelle Vorträge

  • „Migration und Medien: Der Nordwestdeutsche und der Norddeutsche Rundfunk (NWDR/NDR) als integrationspolitischer Akteur in der Flüchtlingskrise nach 1945“, Vortrag von A. L. Tiews am 11. April 2016 in der Vorlesungsreihe „Migration in Hamburg: Flucht und Exil von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart“ an der Universität Hamburg (online).

  • „Medien über Flüchtlinge – Medien für Flüchtlinge? Nachdenken über historische wie aktuelle Filme und Radiobeiträge zu Flucht und Vertreibung“, Vortrag von A. L. Tiews für einen Themenabend des Vereins „KlopfKlopf. Lübeck ist weltoffen“ am 9. März 2016 in der Aula der Volkshochschule Lübeck.

  • „Audiovisuelle Versöhnung: Flüchtlinge und Vertriebene in deutschen Spiel- und Fernsehfilmen nach 1945“, Vortrag von A. L. Tiews auf der Konferenz „Erinnerung – Verständigung – Zukunftsgestaltung“ am 1. März 2016 in der Bildungs- und Begegnungsstätte „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen.

  • “The ARD Broadcasting Archives: Collections of the German Refugees’ and Expellees’ Dialects?”, Vortrag von A. L. Tiews und H.-U. Wagner auf der Konferenz „Sammeln im Exil. Imagination einer zurückgelassenen Heimat / Archival Collections in Exile. Making and Remaking Images of Home Abroad“ am 24. Februar 2016 am Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft in Marburg.

  • „Vom Heimatfilm zum Doku-Drama: Filme über Flucht und Vertreibung der Deutschen und was man aus ihnen lernen kann“. Vortrag von Alina Laura Tiews auf der Konferenz „vertrieben, geflohen, angekommen?! -  Das Thema Flucht und Vertreibung im Geschichts- und Politikunterricht“, 5. Fachdidaktische Tagung in Hannover für Geschichte und Politik am 4. Februar 2016 in der Akademie des Sports in Hannover.

  • "Ankunft im Radio. Flucht und Vertreibung in west- und ostdeutschen Hörfunkprogrammen 1945-1961", Vortrag von A. L. Tiews im 12. Medienwissenschaftlichen Kolloquium im Nordverbund am 12. Dezember 2015 an der Universität Bremen.

  • „Trecks entlang der Ostsee? Filmische Erinnerungen an die finnischen ‚Evakot‘ und die deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen in den 1950er Jahren“ Vortrag von A. L. Tiews und P. Seuferling auf der Tagung „Ostse(h)e(n). Aspekte einer Visual History. 5. Tagung für Nachwuchswissenschaftler des Ostseeraums“ an der Academia Baltica/Akademie Sankelmark am 20. September 2015.

  • „Die Rückkehr des Trecks. Fernsehfilme über Flucht und Vertreibung der Deutschen“ Vortrag von A. L. Tiews bei der Tutzinger Sommerakademie „Realität und Fiktion: Verfilmte Zeitgeschichte(n)“ an der Akademie für politische Bildung Tutzing am 3. August 2015.

  • "Fluchtpunkt Film. Integrationen der deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen durch Kino und Fernsehen 1945-1990", Vortrag von A. L. Tiews im Mediengeschichtlichen Forum am 22. Juni 2015 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

  • "Wir  kannten  nur  das  Freibad  Pinneberg.“  Die  NDR-Erzählaktion  „Angekommen-Angenommen?", Vortrag von A. L. Tiews auf der Tagung "Rundfunkgeschichten von 'Flucht und Vertreibung'" am 19. Juni 2015 am Deutschen Rundfunkarchiv Frankfurt am Main.

  • "Leitlinien der Erinnerung: Flucht und Vertreibung am Beispiel von Kino- und TV-Filmen BRD/DDR", Vortrag von A. L. Tiews im Kolloquium "Aktuelle Themen und Forschungen in der Geschichtswissenschaft" am 18. Dezember 2014 an der Technischen Universität Chemnitz.

  • "Flucht und Vertreibung im Film. Woher kommen die Bilder vom Treck? Die Erfolgsgeschichte von Filmen über 'Flucht und Vertreibung' seit 1946" und "Dokumentationen zu 'Flucht und Vertreibung' und ihre Verwendung im Unterricht", Vorträge von A. L. Tiews bei der Tagung "Geschichte im Film. Als die Bilder laufen lernten und historische Wirklichkeit schufen", Fortbildungsseminar für Lehrkräfte an Realschulen, Gymnasien, BOS/FOS an der Akademie für politische Bildung Tutzing am 22. Oktober 2014.

  • "Flüchtling oder Umsiedler? Vertriebenenpolitik in der SBZ und DDR und der Umgang mit 'Flucht und Vertreibung' im DDR-Spielfilm", Gastvortrag von A. L. Tiews in der Vorlesung "Flucht und Vertreibung: Geschichte und Nachgeschichte" von Dr. Maren Röger an der Universität Hamburg am 24. April 2014.

Liste mit älteren Vorträgen
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Kontakt

Alina Laura Tiews, M. A.

Forschungsstelle Mediengeschichte
Hans-Bredow-Institut
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg
Tel.: (+49 40) 428 38 32 02

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