Web 2.0-Metriken
Mit wachsender Verbreitung des Social Webs sind auch etablierte Medienanbieter aus Print und Rundfunk auf Plattformen wie Facebook, Twitter oder YouTube vertreten. Ihre Aktivitäten folgen unterschiedlichen Strategien und nehmen unterschiedliche Gestalt an; gemeinsam ist aber, dass immer auch nach Wegen gesucht wird, die Resonanz auf die eigenen Angebote beim Publikum – das im Social Web gerade nicht mehr rein passiv-rezipierend verbleibt, sondern aktiv werden kann – zu erfassen. Entsprechende Kennzahlen und Metriken sollen einerseits Aufschluß über die Entwicklung von Reichweiten geben, zum anderen den Stellenwert des eigenen Angebots im Wettbewerb mit anderen Anbietern verdeutlichen.
Zur Messung von Publikumsaktivitäten stellen die Social-Web-Plattformen verschiedene öffentlich zugängliche Kennzahlen bereit (z.B. die Anzahl der Twitter-Follower, der Facebook-Freunde oder der Zuschauer eines YouTube-Videos). Zudem gibt es spezielle Monitoring-Dienste, die von einer Plattform selbst (z.B. Facebook Insight) oder von Drittanbietern (z.B. twazzup.com) bereitgestellt werden.
Aufgrund der hohen Dynamik der internetbasierten Kommunikation ist jedoch oft noch unklar,
- welche Indikatoren sinnvollerweise herangezogen werden können,
- welche Art von Nutzerverhalten sich in einer bestimmten Kennzahl ausdrückt,
- wie „Echtzeit“-Indikatoren (z.B. „trending topics“ bei Twitter) im Vergleich zu kumulierten Indikatoren (z.B. die Anzahl der Abonnenten eines YouTube-Kanals) zu interpretieren und
- wie entsprechende Werte im Verhältnis zu Kennwerten aus anderen Mediengattungen einzuordnen sind.
Vor diesem Hintergrund bearbeitet das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung im Auftrag des ZDF eine Expertise, die die kommunikativen Aktivitäten im Social Web in einen allgemeinen begrifflichen Rahmen einordnen und eine Übersicht existierender Metriken und Werkzeuge vornehmen wird.
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Drittmittelgeber
Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)