Themenscan im Internet
Das Internet beeinflusst die Art und Weise, wie in einer Gesellschaft Informationen und Themen erzeugt, gefiltert und verbreitet werden. Zu den Leistungen professioneller Experten (wie bspw. Bibliothekare oder Journalisten) treten zwei neue Mechanismen: Zum einen steigt die Bedeutung von „Laien“, in einem weiten Sinn verstanden als nicht-professionell handelnde Urheber und/oder aktive Rezipienten von Informationen, zum anderen wächst die Bedeutung des „Code“, also der in Software-Programme eingeschriebenen Prinzipien und Algorithmen von Selektion, Aufbereitung und Weiterverbreitung von Informationen.
Eine Expertise für das ZDF beschreibt diese Entwicklungen und diskutiert Konsequenzen für das Entstehen, Verbreiten und Bewerten von Informationen, Nachrichten und Themen. Sie hilft, die Relevanz gegenwärtiger Entwicklungen im Bereich des internetbasierten Informationsmanagements einzuschätzen und die Übertragbarkeit einzelner Instrumente oder Prinzipien auf die eigene (organisationale wie redaktionelle) Tätigkeit zu prüfen. Besonderes Augenmerk galt drei Bereichen:
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der Funktionsweise von automatisch generierten Nachrichtenangeboten,
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neuen Formen der Inhaltesortierung ("tagging"/"folksonomies") sowie
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dem Informationsfluss in der Blogosphäre.
Das Projekt wurde im August 2008 abgeschlossen.
Publikationen
Schmidt, J.; Frees, B.; Fisch, M. (2009): Themenscan im Web 2.0. Neue Öffentlichkeiten in Weblogs und Social-News-Plattformen. In: Media-Perspektiven, 2, 2009, S. 50-59.
Vorträge
"Enzyklopädien des 21. Jahrhunderts", Vortrag von J.-H. Schmidt im Rahmen der Tagung "Im Netz der Dienstleistungen" am 4. Dezember 2008 an der Universität Trier.
Ansprechpartner
Hans-Bredow-Institut
Dependance
Warburgstraße 8-10
20354 Hamburg
Tel. +49 (0)40 45 02 17 - 83
Fax +49 (0)40 45 02 17 - 99
Drittmittelgeber
Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)