Software: Die Prägung gesellschaftlicher Partizipation durch Code

Ziel des Teilprojekts im Rahmen des DFG-Antrags „Kommunikative Figurationen sozialer Wirklichkeiten“ zur Einrichtung eines Sonderforschungsbereichs an den Universitäten Bremen und Hamburg (s. Projekt 3) ist es, die Rolle von Softwaresystemen für kommunikative Figurationen zu untersuchen. Dazu werden zwei Fallstudien zur Teilnahme an der Medienöffentlichkeit durchgeführt, die die kommunikativen Figurationen der Herstellung und Aneignung von webbasierten Kommunikationsplattformen und die Software als solche analysieren. Welche Multioptionalitäten und Mittelbarkeiten fördern solche Plattformen? Inwieweit steht ihre unterschiedliche Verbreitung für eine Ungleichzeitigkeit des Medienwandels?

Die Fallstudien arbeiten mit einem Multi-Methoden-Design heraus, wie kommunikative Figurationen aus Nutzern, Betreibern und Entwicklern die zugrundeliegende Software gestalten und wie diese wiederum als in Praxis eingebundenes Werkzeug und Kommunikationsraum die kommunikativen Figurationen gesellschaftlicher Partizipation prägt. Dabei stehen die Regelsetzung und die Machtabsicherung durch Software im Vordergrund, deren Transformationsmuster untersucht werden.

Publikationen

  • Schmidt, J.-H. (2013): Onlinebasierte Öffentlichkeiten: Praktiken, Arenen und Strukturen. In: C. Fraas, S. Meier, C. Pentzold (Hrsg.), Online-Diskurse. Theorien und Methoden transmedialer Online-Diskursforschung. Köln: Herbert von Halem, S. 35-56.

  • Schmidt, J.-H. (2013): Practices of Networked Identity. In: J. Hartley, J. Burgess, A. Bruns (Hrsg.), A Companion to New Media Dynamics. Malden, MA: Wiley-Blackwell, S. 365-374.

  • Schmidt, J.-H. (2012): Das Partizipationsparadox der sozialen Medien. In: E. Bettermann, R. Grätz (Hrsg.), Digitale Herausforderung. Internationale Beziehungen im Zeitalter von Web 2.0. Göttingen: Steidl, S. 165-169.

  • Loosen, W.; J.-H. Schmidt (2012): (Re-)Discovering the Audience: The relationship between journalism and audience in networked digital media. Information, Communication & Society 15 (6), 867-887.

Ansprechpartner

Dr. Jan-Hinrik Schmidt

Hans-Bredow-Institut
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