Die Rolle der Onlinekommunikation bei der Herstellung von Vertrauen in medizinisches Wissen
Mit den Onlinemedien, insbesondere den Angeboten des „Web 2.0“ bzw. „Social Web“, verändert sich das Verhältnis zwischen Experten und Laien bei der öffentlichen Kommunikation über wissenschaftliche Informationen: Im Internet entstehen neue Arenen der Wissenschaftsvermittlung (z. B. Expertenöffentlichkeit, kollaborative Öffentlichkeit, persönliche Öffentlichkeit). Am Beispiel von medizinischen Informationen wird der Frage nachgegangen, welche Rolle den verschiedenen Kommunikationsarenen bei der Herstellung von Vertrauen in medizinisches Wissen zukommt. Mittels Gruppendiskussionen und einer Repräsentativbefragung wird untersucht, auf welche Weise medizinische Laien mit Hilfe verschiedener Informations- und Kommunikationsangebote Vertrauen in medizinisches Wissen herstellen und durch welche Indikatoren und rezipienten- und situationsbezogenen Faktoren das Vertrauen beeinflusst wird.
In einem Anschlussprojekt sind zudem ergänzende Fallstudien geplant, um die konkreten Mechanismen von Selektion und Präsentation medizinischen Wissens sowie den situationsbezogenen Umgang von Nutzern mit solchen onlinebasierten Arenen zu untersuchen.
Das Projekt ist Teil des DFG-Schwerpunktprogramms „Wissenschaft und Öffentlichkeit: das Verhältnis fragiler und konfligierender wissenschaftlicher Evidenz“ (SPP 1409).
Poster zum Projekt (DinA3, pdf-Datei)
Vorträge
„Die Rolle der Onlinekommunikation bei der Herstellung von Vertrauen“, Vortrag von J. Schmidt auf der Tagung „Die Ernährungswissenschaft im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit“ am 12. Januar 2010 in Göttingen.
Ansprechpartner
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