Regulatorische Einflussnahme auf multinationale Internet-Unternehmen

Was kann ein lokaler Medienregulierer (überhaupt) gegen ein multinationales Internet-Unternehmen mit Sitz im Ausland ausrichten, dessen Produkte und Funktionen nicht den lokalen Gesetzen und Normen entsprechen?
Das Projekt geht der Frage nach, mit welchen Methoden ein lokaler Regulierer Einfluss auf diejenigen Personen nehmen kann, die in einem multinationalen Internet-Unternehmen darüber entscheiden, ob die eigenen Produkte und Funktionen spezifisch für ein lokales Vertriebsgebiet angepasst werden sollen oder nicht. Es knüpft an gängige Compliance-Theorien an („Responsive Regulation“, „Kontext-Steuerung“, „Nudge“) und analysiert die grundsätzlichen Entscheidungsprozesse in Unternehmen bei Compliance-Entscheidungen einschließlich der Besonderheiten, die bei multinationalen Unternehmen der Medienbranche hinzutreten.

Auf Basis einer solchen sektorspezifischen Analyse zeichnen sich mögliche Ansatzpunkte ab, die die systemischen Eigengesetzlichkeiten von multinationalen Medienunternehmen besser berücksichtigen und damit im Ergebnis die Effektivität regulatorischer Maßnahmen verbessern können.

Ansprechpartner

Dr. Per Christiansen

Hans-Bredow-Institut
Heimhuder Str. 21
20148 Hamburg

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