Reform der Kommunikations- und Medienordnung

Die Medienpolitik in Bund, Ländern und auf EU-Ebene ist weiter bestrebt, den Ordnungsrahmen auf Bedingungen der Konvergenz im Medienbereich einzustellen. Das Institut unterstützt dies durch konkrete Projekte, wie mit dem Gutachten zum Kommunikations- und Medienbericht. Daneben arbeiten Institutsvertreter in Expertengruppen der EU-Kom­mis­sion mit, strukturieren die Problemlage durch Vorträge oder geben Anstöße in Anhörungen.

Sinnvoll erscheint vor diesem Hintergrund auch eine systematische wissenschaftliche Darstellung der Medienordnung. Durch die Kommentierung wichtiger Regelungen des deutschen Rund­funkrechts wird dazu ein Beitrag geleistet. Dabei kristallisieren sich wiederum einzelne Problemstellungen der digitalisierten, konvergierenden Medienlandschaft heraus. Zu Letzteren ist etwa die im Rahmen von digitalem Kabelfernsehen sowie beim Handy-TV stark in den Blickpunkt gerückte Stellung von sog. Plattformbetreibern zu zählen. An deren Beispiel lassen sich auch Herausforderungen an traditionelle rundfunkrechtliche Leitbilder wie dem des Rundfunkveranstalters, dessen Begriff auch in anderer Hinsicht immer mehr unter Druck gerät, illustrieren. Schließlich erscheint zum besseren Verständnis medienordnungsrechtlicher Hintergründe eine systematische Beschreibung der Medienregulierung auf europäischer Ebene gewinnbringend.

Publikationen

  • Schulz, W. (2008): Kommentierung zu §§ 2, 52, 53 RStV. In: Hahn, W.; Vesting, T. (Hrsg.), Beck’scher Kommentar zum Rundfunkrecht, 2. Auflage. München.

  • Schulz, W.; Klumpp, D.; Kubicek, D.; Roßnagel, A. (Hrsg.) (2006) Medien, Ordnung und Innovation. Berlin.

  • Schulz, W. (2005): Aufsicht auf dem Prüfstand, Perspektiven der Regulierung. In: Tendenz 3/2005, S. 4-10.

  • Schulz, W.; Dreier, H.; Beckert, B.; Zoche, P. (2005): Die Zukunft des deutschen Kabelfernsehnetzes: Sechs Schritte zur Digitalisierung; Marktstudie für das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Heidelberg.

  • Schulz, W. (2005): Transparente Schleichwerbung, EU veröffentlicht Themenpapiere zur Novellierung der Fernsehrichtlinie. In: Funkkorrespondenz Nr. 28, S. 3-6.

  • Schulz, W. (2005): Gute Lobbyarbeit, Der Entwurf für die neue europäische Fernsehrichtlinie. In: epd medien Nr. 99, S. 5-7.

Vorträge

  • "Hoffnungslos altmodisch: Braucht das deutsche Medienrecht eine Reform?", Teilnahme von W. Schulz an der öffentlichen Live-Diskussion aus dem Kulturkaufhaus Dussmann, ausgestrahlt im Deutschlandfunk am 29. August 2008 in Berlin.

  • „Chancen neuer medialer Dienste angesichts der Konvergenz von Rundfunk und Fernsehen“, Teilnahme an der gleichnamigen Podiumsdiskussion im Rahmen des Brüsseler Mediendialogs „Konvergenz von Rundfunk und Telekommunikation“ am 21. November 2007 in Brüssel.

  • "Same regulatory principles for same audiovisual content?", Teilnahme von W. Schulz am gleichnamigen Panel im Rahmen der Konferenz "How to regulate Audiovisual Media in the convergence era: Doing more with less?" am 30. Mai 2005 in Luxemburg.

  • Teilnahme von W. Schulz am Panel des Arbeitskreises Medien und Kommunikationsordnung der Friedrich-Ebert-Stiftung am 5. April 2005 in Berlin.

Ansprechpartner

Dr. Wolfgang Schulz

Hans-Bredow-Institut
Heimhuder Straße 21
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Fax +49 (0)40 45 02 17 - 77

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