Product Placements in den elektronischen Medien
Product Placements in audiovisuellen Inhalten treten u. a. wegen der zunehmenden Rezeption von Inhalten im Wege von Abrufdiensten sowohl in traditionellen Medien als auch in neuen Medien, wie insbesondere Computerspielen, in immer stärkerem Maße in Erscheinung. Als eines der tragenden Prinzipien des Medienrechts wird der sog. Trennungsgrundsatz angesehen, der sogar eine verfassungsrechtliche Verwurzelung aufweist. Er besagt, dass Werbung vom übrigen Programm getrennt werden muss. Product Placements können mit diesem Grundsatz in Konflikt geraten.
Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich im Kern mit der Frage, inwiefern Product Placements von der einfachgesetzlichen nationalen und europäischen Ausgestaltung des Trennungsprinzips erfasst sind. Insbesondere wird dabei auf die neue Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste eingegangen, die den Mitgliedstaaten ermöglicht, Produktplatzierungen unter bestimmten Voraussetzungen zu gestatten. In einem weiteren Schritt soll danach gefragt werden, inwiefern unterschiedliche Regelungen in den jeweiligen Medienbereichen verfassungsrechtlich gerechtfertigt sind. Weiter soll untersucht werden, ob es für die verfassungsrechtliche Bewertung von Relevanz ist, ob das Product Placement in Informations- oder Unterhaltungsformate integriert wird. Schließlich soll unter Berücksichtigung anderer Rechtssysteme ein eigener Regelungsvorschlag unterbreitet werden.
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