Postdoc-Kolleg „Algorithmed Public Spheres“

Mit dem Format des Postdoc-Kollegs etabliert das Hans-Bredow-Institut eine neue Form der Nachwuchsförderung: Besonders qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler auf Postdoc-Ebene aus dem In- und Ausland werden zu aktuellen Themen- und Problemstellungen zusammenarbeiten – im Rahmen von Gastaufenthalten, Workshops, gemeinsamen Projektanträgen und Publikationen. In Ergänzung zu den Forschungsprogrammen soll das Kolleg so innovative Impluse setzen und Anstöße für künftige Programme geben.
Mit dem Thema „Algorithmed Public Spheres“ (APS) hat das Institut für die erste Phase ein Thema gesetzt, das aktuell und innovativ ist und zugleich sehr gut an existierende Kompetenzbereiche und Forschungsprogramme des Instituts anschließt: Algorithmen wirken überall dort, wo Informationen in digitaler Form verarbeitet werden, also im Zeitalter von Smartphone und Tablet nahezu überall. Aber was sind Algorithmen, wer entwickelt sie, und wie wirken sie sich auf unsere Kommunikation und unser Verständnis von Öffentlichkeit aus?

Das Postdoc-Kolleg „Algorithmed Public Spheres“ lädt internationale Forscher aus unterschiedlichen Fachbereichen dazu ein, dieser Frage gemeinsam nachzugehen. Es konzentriert sich auf die zunehmende Bedeutung von Algorithmen für die Priorisierung, Klassifikation, Assoziation und Filterung von Medieninhalten und digitaler Kommunikation, etwa in Suchmaschinen (Google), Empfehlungssystemen (Amazon) und bei der Auswahl von Nachrichten und Postings (Facebook, Twitter). Personalisierung als übergeordnetes Prinzip, welches Nutzer zu mehr Aktivität anregt und ihre Entscheidungen beeinflusst, ist dabei von zentraler Bedeutung. Entstehen so Filterblasen? Ist algorithmische Selektion diskriminierend? Die Fellows und assoziierten Forscherinnen und Forscher des Postdoc-Kollegs „Algorithmed Public Spheres“ erforschen die Motive hinter und die Auswirkungen von Algorithmen auf Kommunikation und Öffentlichkeit.

Das Postdoc-Kolleg wird koordiniert von Dr. Cornelius Puschmann und sieht eine Kombination von institutsfinanzierten (befristeten) Stellen und Stipendien unterschiedlicher Dauer vor.

Ansprechpartner

Dr. Cornelius Puschmann

Hans-Bredow-Institut
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg

Tel. +49 (0)40 45 02 17 0
Fax +49 (0)40 45 02 17 77

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