Monetarisierung mitdenken: Kreative Prozesse in der Free-to-Play-Spieleentwicklung

Frei herunterzuladene Spiele, die sich über Mikrotransaktionen finanzieren, müssen anders gestaltet werden als andere Spiele. Wie der Produktionsprozess ausschaut, untersucht diese Dissertation aus dem Bereich Game Production Studies.

Das sogenannte free-to-play (F2P)- oder freemium-Monetarisierungsmodell erfreut sich im Games Sektor zunehmender Beliebtheit. Als Free-to-Play bezeichnet man Spiele, die kostenlos heruntergeladen und (zumindest anfangs auch kostenlos) gespielt werden können und sich später im weiteren Spielverlauf über kostenpflichtige Zusatzangebote innerhalb des Spiels, d.h. Mikrotransaktionen, finanzieren. Vor allem im mobilen Bereich erwirtschaften freemium-Spiele  mittlerweile den Großteil der Umsätze. Diese Art der Monetarisierung greift tief in das Game Design ein, weil das Spiel so gestaltet werden muss, dass der Spieler an den richtigen Momenten bereit ist zu bezahlen. Die Dissertation widmet sich der Frage, wie die kreativen Prozesse in der F2P-Spieleentwicklung gestaltet sind, etwa bezüglich Entwicklungsphasen, Teamzusammensetzung und der Rolle neuer Informationsquellen wie Spielerstatistiken. Somit lässt sich die Arbeit im neuem Forschungsstrang der Game Studies, Game Production Studies, verorten. ie empirische Erhebung erfolgt mittels qualitativer Interviews mit Spieleentwicklern.

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Lies van Roessel, M. A.

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