Mobile Medien in der elterlichen Medienerziehung

Die Anschaffung eines Smartphones für das erste Kind bedeutet für viele Familien eine tiefgreifende Veränderung in ihrer Alltags- und Beziehungsgestaltung: Von nun an hat das Kind stetigen Zugriff auf Medieninhalte und -funktionen, steht mit anderen in Kontakt und ist auch für Familienmitglieder nahezu immer zu erreichen. Das hat Auswirkungen auf das Familienleben und die elterliche (Medien-)Erziehung. Als Nutzerinnen und Nutzer haben die Eltern einen eigenen Bezug zu digitalen Medien. In ihrer Rolle als Erziehende hingegen müssen sie eine Haltung zum Medienhandeln ihrer Kinder entwickeln und sich im Familienalltag damit auseinandersetzen. Im Zusammenhang mit dem Smartphone als neuem Gerät im Medienrepertoire des Kindes müssen bisherige (mehr oder weniger bewährte) Strategien hinterfragt und neu ausgehandelt werden.

Marcel Rechlitz fragt im Rahmen seines Promotionsprojekts danach, wie sich elterliche Haltungen und medienpädagogische Praxis in der Familie gestalten und entwickeln, wenn das erste Kind ein eigenes Smartphone besitzt. Ziel ist es, Veränderungen in den individuell-normativen Haltungen und den medienerzieherischen Praktiken von Eltern sowie in der Beziehungsgestaltung der Familienmitglieder auszumachen, die hiermit einhergehen.

Ansprechpartner

Dipl.-Päd. Marcel Rechlitz

Hans-Bredow-Institut
Rothenbaumchaussee 36
20148 Hamburg
Tel. +49 (0)40 450217-39
Fax +49 (0)40 450217-77

E-Mail