Mobile Internetnutzung im Alltag von Kindern und Jugendlichen

Mit der zunehmenden Verbreitung onlinefähiger Tablet-PCs und Smartphones sowie der Zunahme günstiger Flatrates erweitern sich die Zugangsmöglichkeiten zum Internet sowie die Möglichkeiten der ortsungebundenen Onlinenutzung. Gingen 2010 „nur“ 13 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen über das Handy ins Internet, lag der Anteil 2012 bereits bei 49 Prozent und hat 2013 73 Prozent erreicht (MPFS 2012, S. 32, MPFS 2013, S. 30, bezogen auf die Internetnutzung in den letzten 14 Tagen).

Gleichzeitig ist festzustellen, dass bislang nur wenige Befunde dazu vorliegen, welcher Stellenwert der mobilen Internetnutzung im Alltag von Kindern zukommt und welche Einstellung Eltern und Pädagogen zu den Möglichkeiten der mobilen Onlinenutzung allgemein und mit Blick auf ihre Kinder haben, wie sie mit dem Thema im Familienalltag oder in ihrer pädagogischen Praxis umgehen und inwieweit sie die Internetnutzung der Kinder noch begleiten (können), wenn sich diese zunehmend ihrem Blickfeld entzieht oder – im Fall von Schule und außerschulischen Einrichtungen – verstärkt Raum einnimmt.

Diesen und anderen Fragen wurde im Rahmen einer qualitativen Studie nachgegangen, die Kinder im Alter von zwei bis 16 Jahren sowie Eltern und Pädagogen in den Blick nahm. Das methodische Design wurde eng angelehnt an das europäische Projekt „Net children go mobile“, das seit Ende 2012 im Rahmen des Safer Internet Programms gefördert wird. Auf diese Weise konnten vergleichbare qualitative Daten zur mobilen Internetnutzung deutscher Kinder in das europäische Projekt eingebracht und diese gleichzeitig vor dem Hintergrund der Daten aus den am Projekt beteiligten Ländern reflektiert werden.

Laufzeit: November 2013 bis September 2014

Publikationen

  • Lampert, C.; Kühn, J. (2016): Kommunizieren, Koordinieren, Kontrollieren. Zur Rolle von mobil genutzten Instant-Messaging-Diensten in der Familie. In: Studies in Communication Sciences, DOI: 10.1016/j.scoms.2016.04.003.

  • Lampert, C. (2016): Kommunikation und Beziehungspflege - zur Rolle von Smartphones für Heranwachsende. In: Wissenswert, 01-2016, S. 25-33.

  • Kühn, J.; Lampert, C. (unter Mitarbeit von L. Christof, A.-M. Jarmula & S. Maaß) (2015): Mobile Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen. Eine qualitative Studie zur Smartphone- und Tablet-Nutzung von Zwei- bis 14-Jährigen. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut, Juli 2015 (Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts, Nr. 35).

Vorträge

  • „Kinder brauchen Medienkompetenzförderung ... aber vor allem gute Vorbilder!“, Vortrag von C. Lampert im Rahmen der Fachtagung "Immer und überall - durch das Smartphone betrachtet" am 1. Oktober in Bremen.

  • „Kinder brauchen Medienkompetenzförderung...aber vor allem gute Vorbilder!“ Vortrag von C. Lampert im Rahmen der Fachtagung "Immer und überall - durch das Smartphone betrachtet" am 1. Oktober in Bremen.

  • "Children and Mobile Media", Workshop von C. Lampert im Rahmen der Social Media Week am 23. Februar 2015 in Hamburg.

  • "Mobile Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen – Herausforderungen für die Praxis", Vortrag von C. Lampert am Institut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) am 27. September 2014 in Ludwigsfelde.