MEDIA@Komm

MEDIA@Komm war mit fast 30 Mio. Euro Fördervolumen die bislang größte Multimedia-Initiative der Bundesregierung - durchgeführt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) in den Jahren 1999-2003. Sie sollte die Entwicklung und Anwendung von integrativen, auch die elektronische Signatur einbindenden Multimedia-Diensten in Städten und Gemeinden durch die Entwicklung von übertragbaren Best-Practice-Beispielen in den geförderten Modell-Regionen Bremen, Esslingen und dem Städteverbund Nürnberg unterstützen und beschleunigen.

Das Hans-Bredow-Institut führte in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle Recht und Innovation der Universität Hamburg (CERI) den rechtswissenschaftlichen Teil der Begleitforschung durch.

Neben einer konkreten Beratung der Städte und des Auftraggebers erfolgte eine systematische wissenschaftliche Bearbeitung der relevanten Rechtsfragen. Der Anpassungsbedarf in den einschlägigen Rechtssystemen wurde ermittelt und Stellungnahmen zu einschlägigen Gesetzesvorhaben erstellt. Hiervon umfasst waren unter anderem die Anpassung allgemeiner Form- und Verfahrensvorschriften des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG), des Signatur- und Datenschutzrechts, des Melderechtsrahmengesetzes sowie Vorschriften des Bauordnungsrechts. Rechtsfragen konkreter Betreibermodelle für Verwaltungsportale unter besonderer Berücksichtigung von Public Private Partnerships fanden ebenso Berücksichtigung.

Daneben wurden Vorschläge für die Kooperation und Koordination verschiedener Verwaltungseinheiten und -ebenen im Reformprozess erarbeitetet. Hierbei konnten die Ergebnisse weiterer rechtswissenschaftlicher Begleitforschung des Hans-Bredow-Instituts einfließen, die den internationalen Vergleich institutioneller und administrativer Rahmenbedingungen von E-Government-Strategien zum Ziel hatte.

Detaillierte Informationen zu MEDIA@Komm sowie den Ergebnissen der Begleitforschung finden sich in den "Arbeitspapieren aus der Begleitforschung".

Das Nachfolgeprojekt des BMWA bildet MEDIA@Komm-Transfer, mit dem die Verbreitung der Lösungen in der Fläche unterstützt werden soll. M. Eifert wurde in den Beirat dieses Projekts berufen.

Publikationen

  • Eifert, M.; Püschel, J. O. (2005): Elektronisches Verwaltungsverfahren, in: D. Kröger, D. Hoffmann (Hrsg.) (2005): Rechtshandbuch zum E-Government, Köln.

  • Eifert, M.; Püschel, J. O. (eds.) (2004): National E-Government. London.

  • Stapel-Schulz, C.; Eifert, M. (2003): Organisations- und Kooperationstypen kommunaler Internetauftritte. In: H. Floeting (Hrsg.), Shops oder Flops?, 4. Werkstattbericht "E-Shopping und Kommunen". Berlin, S. 113-133.

  • Stapel-Schulz, C. (2003): Best Practice in Land und Kommunen - Rechtliche Aspekte. In: Tagungsband zur Stiftungstagung der FH Ludwigsburg vom 2. August 2002.

  • Eifert, M. (2003): E-Government als Herausforderung an die Kooperation der Verwaltungsebenen - Lehren aus dem Ausland. In: BMWA (Hrsg.), E-Government meets E-Business, S. 65-74.

  • Eifert, M.; Püschel, J. O.; Stapel-Schulz, C. (2003): Leitfaden Rechtskonformes E-Government. Berlin. (In veränderter und angepasster Form auch veröffentlicht im E-Government-Handbuch des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik mit dem Titel "Rechtliche Rahmenbedingungen für e-Government", Kapitel II)

  • Stapel-Schulz, C. (2003): Kommunalwirtschaftsrechtliche Zulässigkeit städtisch betriebener Online-Informationsportale am Beispiel der "City Mall 21" in Esslingen. In: VBlBW, S. 90-99.

  • Eifert, M.; Püschel, J. O. (2002): Ausländische E-Government-Strategien und ihre institutionellen Rahmenbedingungen im Überblick - Studie im Rahmen der rechtswissenschaftlichen Begleitforschung zum MEDIA@Komm-Projekt. Hamburg (Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts Nr. 9).

  • Grabow, B.; Drüke, H.; Siegfried, C.; Stapel-Schulz, C.; Püschel, J. O. (2002): Erfolgsfaktoren - Was bei der Gestaltung virtueller Rathäuser zu beachten ist. Berlin.

  • Eifert, M.; Girot, C.; Groothuis, M.; Voermans, W. J. M.; Prins, J. E. J. (ed.) (2002): E-Government and its Implications for Administrative Law. The Hague.

  • Eifert, M.; Stapel-Schulz, C. (2002): Organisation der "virtuellen Stadt" in Public Private Partnership. In: ZögU 25 (3), S. 277-296.

  • Stapel-Schulz, C.; Eifert, M. (2002): Partner gesucht. In: Kommune 21, Heft 7, S. 16 f.

  • Bovenschulte, A.; Eifert, M. (2002): Rechtsfragen der Anwendung technischer Produkte nach Signaturgesetz. In: DuD, S. 76-78.

  • Eifert, M. (2002): Die rechtliche Sicherung öffentlicher Interessen in Public Private Partnerships. In: VerwArch 93 (4), S. 561-584.

  • Schulz, W.; Jürgens, U. (2002): Die Regulierung von Inhaltediensten in Zeiten der Konvergenz. Berlin (DLM-Schriftenreihe Nr. 23).

  • Püschel, J. O. (2002): Elektronische Signatur für die Multifunktions-Bankcard - Rechtsfragen der Ablauforganisation aus Bankensicht. In: Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft (ZBB), S. 186-194.

  • Stapel-Schulz, C.; Eifert, M. (2002): Organisations- und Kooperationstypen kommunaler Internetauftritte, Arbeitspapiere aus der Begleitforschung MEDIA@ Komm, Nr. 6.

  • Eifert, M. (2002): Grenzenloses E-Government. In: Alcatel SEL Stiftung (Hrsg.), Grenzenlose Kooperationen für E-Government?, Nr. 55 der Stiftungsreihe. Stuttgart, S. 44-50.

  • Eifert, M. (2001): Rechtsentwicklung - Bremsklotz oder Beschleuniger für das virtuelle Rathaus? In: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (Hrsg.), Virtuelles Rathaus, S. 115-123.

  • Stapel-Schulz, C. (2001): Anpassung des Rechts. In: Kommune 21, Heft 3, S. 16-17.

  • Eifert, M. (2001): Die rechtlichen Seiten der digitalen Signatur (abrufbar).

  • Stapel-Schulz, C. (2001): Überwindbare Hindernisse. In: Der Gemeinderat, Heft 6, S. 10-11.

  • Eifert, M. (2001): Electronic Government als gesamtstaatliche Organisationsaufgabe. In: ZG, Heft 2, S. 115-129.

  • Eifert, M.; Girot C.; Groothuis, M.; Prins, J. E. J.; Voermans, W. (2001): Taking Administrative Law to the Digital Era, Regulatory Initiatives in France, Germany, Norway and the United States. In: The EDI Law Review 8, S. 57-146.

  • Stapel-Schulz, C. (2001): Justitia lernt dazu. Notwendige Rechtsanpassungen für das "virtuelle Rathaus" auf Bundes- und Länderebene. In: Demokratische Gemeinde, S. 36.

  • Eifert, M. (Hrsg.) (2000): Digitale Signaturen, Beiheft 2 zu K&R (Heft 10).

  • Eifert, M.; Grabow, B.; Schreiber, L.; Schulz, A.; Siegfried, C.; Stapel-Schulz, C. (2000): Die Startphase der Preisträgerkonzepte - Erste Einschätzungen, Handlungsbedarfe und offene Fragen. Arbeitspapiere aus der Begleitforschung MEDIA@Komm, Nr. 3.

  • Eifert, M. (2000): Online-Verwaltung und Schriftform im Verwaltungsrecht. In: Beiheft 2 zu K&R (Heft 10), S. 11-20.

  • Floeting, H.; Grabow, B.; Eifert, M.; Stapel-Schulz, C. et al. (2000): Ausgangssituation, Rahmenbedingungen und Hintergründe für die Umsetzung der MEDIA@Komm-Projekte. Arbeitspapiere aus der Begleitforschung Media@Komm, Nr. 2.

  • Eifert, M. (2000): Der Weg zum virtuellen Rathaus - MEDIA@Komm als Beispiel. In: Omnicard 2000 (Konferenzdokumentation) und card forum, Heft 1, S. 30-32.

  • Eifert, M.; Schreiber L. (2000): Elektronische Signatur und Zugang zur Verwaltung. In: MMR, S. 340-346.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Martin Eifert, LL.M. (Berkeley)

Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Verwaltungsrecht
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Fon: +49 (0)30 2093 3620
Fax: +49 (0)30 2093 3623
http://eifert.rewi.hu-berlin.de

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