Forschungsnetzwerk REMEDIES
Die aktuellen technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich der Medien und Telekommunikation stellen länderübergreifend eine Herausforderung für Regulierung in diesem Bereich dar. Der Erfolg einer Harmonisierung bestimmter Aspekte der Medienregulierung durch die Europäische Union setzt die Kenntnis der verschiedenen Regulierungstraditionen in den europäischen Ländern voraus. Forschung findet in diesem Bereich aber bisher primär auf nationaler Ebene statt, eine Vernetzung dieser Aktivitäten mit dem Ziel einer gemeinsamen Informationsbasis ist ausbaufähig.
Daher hat das Hans-Bredow-Institut mit Partnern in fünf EU-Ländern ein europäisches Netzwerk mit dem Titel "Regulation of Media and Information in European Societies" (REMEDIES) ins Leben gerufen. Zu den Mitgliedern des Netzwerks zählen neben dem Institut die Forschungsstelle für institutionellen Wandel und europäische Integration der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien (ICE), das Institute for Information Law (IViR) in Amsterdam, das Department of Media and Information Studies an der Universität Aarhus, die Panteion University of Social and Political Sciences in Athen und das Programme in Comparative Media Law and Policy, Oxford University, Centre for Socio-Legal Studies.
Neben gemeinsamen Projekten verfolgt das Netzwerk das Ziel, eine europäische Plattform für Forschung im Bereich der Medien- und Telekommunikationsregulierung zur Verfügung zu stellen. Qualitätsforschung in europäischen Ländern soll hierdurch unterstützt und vorhandenes Wissen länderübergreifend zur Verfügung gestellt werden. Adressaten dieser Wissensvermittlung sind neben Forschungseinrichtungen Regierungen, Aufsichtsbehörden, Ausbildungseinrichtungen und Anbieter von Medien- und Telekommunikationsdienstleistungen. Derzeit sind Aktivitäten in den folgenden Bereichen geplant: "New forms of regulation", "Regulation of converging media", "Public service regulation", "Information society and information recipients". Mittelfristig soll versucht werden, Reise-, Workshop- und Publikationsbeihilfen über das COST-Programm der EU zu erlangen.
Ansprechpartner
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